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Christian Machts: "Fidelity spielt wieder in der Top-Liga" - Fondsnews


08.10.21 11:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Fondsgesellschaft Fidelity International hat in ihrem per Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr im deutschen Wholesale-Geschäft ein Nettomittelaufkommen von mehr als einer Milliarde Dollar (860 Millionen Euro) erzielt, so die Experten von "FONDS professionell".

In der Region Österreich und Osteuropa seien noch einmal gut 600 Millionen Dollar (520 Millionen Euro) hinzu geflossen. Das Haus knüpfe damit an die guten Ergebnisse des Vorjahres an.

"Der Erfolg des Vorjahres war keine Eintagsfliege", sage Christian Machts, Wholesale-Vertriebsleiter für Deutschland, Österreich und Osteuropa, im Gespräch mit FONDS professionell ONLINE. "Fidelity ist wieder da, spielt wieder in der Top-Liga und bleibt auch dort". Das Haus insgesamt habe in den vergangenen Jahren gegen den Branchentrend mit einer Absatzflaute gerungen. Diese sehe Machts nun nachhaltig überwunden. Das Bruttomittelaufkommen habe sich für das Geschäftsjahr auf 5,5 Milliarden und in Österreich und Osteuropa auf gut 1,7 Milliarden Dollar beziffert, so Machts.

"Inmitten der Corona-Pandemie und der entsprechenden Marktentwicklung haben wir uns konsequent auf wichtige Trends ausgerichtet", erläutere der Vertriebsprofi. So seien ESG-Fonds ein Absatztreiber der Angelsachsen gewesen. "Bei nachhaltigen Strategien stammen die Zuflüsse primär aus Aktien, aber zunehmend auch aus anderen Anlageklassen", berichte Machts. "Im Bankenvertrieb sind ESG-Produkte ein Kernthema." Weitere Zuflüsse würden insbesondere börsengehandelten Indexfonds (ETFs) entspringen. "Fidelity sieht sich nicht in Konkurrenz zu den großen Akteuren, aber wir finden unsere Nischen und sehen dort erhebliches Potenzial", so der ehemalige BlackRock-Mann.

Ein weiterer Wachstumstreiber seien Sparpläne gewesen. "Das ist beeindruckend, was hier passiert", so der Wholesale-Vertriebsleiter. Der überwiegende Teil des Neugeschäfts entfalle hier auf klassische Fonds. Durch Kooperationen, etwa mit der Direktbank ING, wolle der Anbieter aber auch den Vertrieb von mit ETF-Sparplänen ankurbeln. Wenngleich mittel- bis langfristig bei Fidelity der Großteil des Sparplangeschäfts nach wie vor auf klassische Fonds entfallen dürfte, meine Machts.

Als dritten Wachstumstrend sehe der Vertriebsprofi den Technologiebereich. Hier verweise Machts auf die Kooperationen mit dem Start-up Moonfare, das über die Digitalisierung Private-Equity-Investments für Privatanleger zugänglich mache, sowie die neu geknüpfte Partnerschaft mit dem Robo-Advisor Whitebox. "Das führt uns aus unserer Komfortzone heraus und ist sehr spannend für das gesamte Team", berichte Machts. "Wir beobachten auch, dass der Markt dies zunehmend einfordert".

Als künftige Wachstumsfelder verweise Machts auf alternative Investments - gerade im Wholesale-Geschäft. "Dank der durchgängigen Digitalisierung gelingt es uns mit unserem Partner Moonfare, die Stückelung bei Private-Equity-Investments auf 100.000 Euro zu senken", berichte Machts. Über den Rückgriff auf neue Vehikel wie den European Long Term Investment Fund (Eltif) seien sogar Stückelungen bis zu 10.000 Euro machbar. Ein entsprechendes Angebot würden die Partner für Anfang 2022 planen. (News vom 07.10.2021) (08.10.2021/fc/n/s)