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BlackRock-Chef Fink hält Merz Stuhl frei - Fondsnews


02.11.18 15:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der überraschende Demnächst-Abschied von Bundeskanzlerin Angela Merkel als Vorsitzende der CDU beschäftigt nun auch den weltgrößten Fondsanbieter, so die Experten von "FONDS professionell".

Grund: Friedrich Merz, Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRocks deutscher Tochter, habe sich als Kandidat für den CDU-Parteivorsitz ins Spiel gebracht. Im Fall eines Wahlsieges werde er aus Hygienegründen den Posten bei BlackRock aufgeben.

Allerdings bedeute das nicht automatisch das Ende der Zusammenarbeit. "BlackRock und Friedrich Merz pflegen weiterhin eine hervorragende Beziehung. Er bleibt Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock in Deutschland. Wenn er nicht Vorsitzender der CDU wird, würden wir es sehr begrüßen, wenn er weiterhin mit BlackRock zusammenarbeitet", habe Konzernchef Larry Fink laut übereinstimmenden Medienberichten gesagt.

Bekannt sei aber, wie es in dem Falle einer Wahl von Merz an der Spitze von BlackRock Deutschland weitergehen werde. Im dreiköpfigen Aufsichtsrat von BlackRock Deutschland, dem Merz seit 2016 vorstehe, sollten dem "Handelsblatt" zufolge vorübergehend die beiden anderen Aufsichtsräte - Stephen Cohen, Leiter des Geschäfts mit börsennotierten Indexfonds in Europa, und Stacey Mullin, oberste Investorin (COO) in Europa - seine Rolle übernehmen.

Der Abgang von Merz würde den größten Asset Manager der Welt hart treffen. Der ehemalige Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, der das Amt 2002 nach zwei Jahren an Angela Merkel habe abtreten müssen, habe sich bei BlackRock sehr verdient gemacht und für ein positives Öffentlichkeitsild der Gesellschaft gesorgt. So sei er energisch Angriffen von Gruppen entgegengetreten, die die vermeintliche Einflussnahme des Finanzriesen auf die Strategien deutscher Unternehmen und dessen Geschäftsbahren kritisch beurteilen würden. Blackrock sei "keine Heuschrecke, das ist kein Private Equity, das ist ein Vermögensverwalter. Ich fühle mich da ausgesprochen wohl mit", zitiere ihn das Handelsblatt. Die Firma verwalte das Vermögen von Hunderttausenden Kunden - treuhänderisch. Da gebe es "keinerlei Konfliktlage". (02.11.2018/fc/n/s)