Bitcoins in Acatis-Fonds: Value-Papst Leber profitiert vom Krypto-Boom - Fondsnews


10.11.17 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Das Value-Fondshaus Acatis konnte zuletzt Erfolge feiern, so die Experten von "FONDS professionell".

Hendrik Leber und sein Team würden dabei kurioserweise auch auf die Krypto-Währung Bitcoin setzen. Für Leber seien derartige Exoten-Investments aber kein Widerspruch zu seiner Anlagephilosophie, wie er FONDS professionell ONLINE versichere.

Zwei Fonds der Fondsboutique Acatis hätten im Oktober eine auffallend positive Performance erzielt - und das ausgerechnet dank Bitcoins! Sowohl der Acatis Datini Valueflex Fonds als auch der Acatis Value Performer hätten im vergangenen Monat von den frühzeitigen Investments in ein Tracker-Zertifikat auf die populäre Krypto-Währung profitiert, wie aus den aktuellen Rechenschaftsberichten des Asset Managers hervorgehe.

Auf den ersten Blick scheine es einigermaßen gewöhnungsbedürftig zu sein, dass ein ausgewiesenes Value-Haus wie Acatis auf die hochvolatile Krypto-Währung Bitcoin setze. "Bitcoin ist ein knappes Gut mit nahezu unbegrenzter Nachfrage und passt eigentlich unter mikroökonomischen Aspekten wunderbar in die Value-Welt", kontere Acatis-Gründer und Fondsmanager Hendrik Leber auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE mögliche Bedenken.

Beim offensiven Mischfonds Datini Valueflex mache das XBT Provider AB Bitcoin-Zertifikat aktuell immerhin 9,5 Prozent des Portfoliowertes aus und sei damit aktuell sogar die größte Position. Der Fondsboutique zufolge sei das Papier allein für die Hälfte der exzellenten Monatsperformance in Höhe von 5,5 Prozent verantwortlich gewesen. Der Rest der Wertentwicklung stamme laut Acatis von diversen Aktien wie Meyer Burger, Nvidia, Microsoft, AMS und Flir Systems.

Der ausdrücklick defensiv ausgerichtete Acatis Value Performer sei weniger heftig in das genannte Bitcoin-Zertifikat investiert - allerdings sei das Papier dank des enormen Performanceplus der digitalen Devise auch hier mit einem Portfolioanteil von 4,8 Prozent derzeit die Top-Holding. Der Fonds habe 2,6 Prozent obendrauf gesattelt, was zu einem guten Teil auf die Bitcoin-Hausse zurückzuführen sei.

Die Krypto-Währung sei unter Lebers Zunftkollegen nicht unumstritten. So habe beispielsweise Georg Graf von Wallwitz, Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Eyb & Wallwitz, jüngst unmissverständlich klargestellt, dass er die Finger von Bitcoin lassen werde. Der Hype um Bitcoin & Co. rufe nun auch die deutsche Finanzaufsichtsbehörde Bafin auf den Plan, die Anleger eindringlich vor Investments in kryptowährungsbasierte Börsengänge warne.

Die Funktionsweise der Krypto-Devisen sei für viele Beobachter ein Buch mit sieben Siegeln, und auch über die Sicherheit der ausschließlich digital existierenden Währung werde immer wieder diskutiert. Das aus Sicht von Anlegern aber wohl größere Problem sei der aktuelle Hype um Bitcoins. Dieser habe zahlreiche Spekulanten angelockt. Viele Anleger würden sich mit Bitcoin in kurzer Zeit enorme Gewinne erhoffen - und tatsächlich habe ein Investment in den Digitaltoken Anleger der ersten Stunde vielfach bereits zu Millionären gemacht. Aber die rasante Entwicklung bringe auch großes Blasen-Potenzial mit sich.

Diese latente Gefahr räume auch Leber ein. Dennoch wolle er vorerst dem Zertifikat die Treue halten: "Es wird sicher irgendwann wieder nach unten gehen, aber ich rechne damit, dass auch eine Verzehnfachung des Preises möglich ist. Das Upside ist höher als das Downside", so Leber gegenüber der Redaktion. (10.11.2017/fc/n/s)





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