Erweiterte Funktionen

Allianz-Asset-Management verwaltet so viel Geld wie nie zuvor - Fondsnews


03.08.18 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Allianz blickt auf ein positives zweites Quartal 2018 zurück, so die Experten von "FONDS professionell".

Europas größter Versicherer habe seinen Gesamtumsatz im Vergleich zu den ersten drei Monaten des laufenden Jahres trotz Gegenwindes durch Wechselkurse um 2,9 Prozent auf 30,9 Euro steigern können. Das operative Ergebnis sei um 2,3 Prozent auf drei Milliarden Euro gestiegen.

Ein Grund für das gute Ergebnis des Konzerns sei das Abschneiden des Geschäftsbereiches Asset Management mit den Vermögensverwaltern Pimco und Allianz Global Investors (AGI). Beide hätten nach eigenen Angaben der Gesellschaft den Rückgang des operativen Ergebnisses - um 4,6 Prozent auf 1.075 Millionen Euro - im Geschäftsbereich Lebens- und Krankenversicherung wettgemacht. Der auf die Anteilseigner entfallende Quartalsüberschuss sei aber leicht auf 1,9 (2,0) Milliarden Euro gesunken. Der Grund: Ein negativer Effekt aus dem Verkauf traditioneller Lebensversicherungsportfolios in Taiwan sei nur teilweise durch niedrigere Ertragssteuern ausgeglichen worden

Die Allianz habe für das Asset Management mitgeteilt, dass das für Dritte verwaltete Vermögen im Vergleich zum Ende des ersten Quartals um 35 Milliarden Euro (2,5 Prozent) auf 1.464 Milliarden Euro gewachsen sei. Dieser Anstieg sei primär auf günstige Währungsumrechnungseffekte zurückzuführen, denn auf der anderen Seite habe es Nettomittelabflüsse in Höhe von 9,2 Milliarden Euro gegeben. Diese seien vor allem auf das Konto von Pimco gegangen: Anleger hätten Anteile im Wert von 7,9 Milliarden Euro zurückgegeben. Die Abflüsse bei AGI hätten Aktien- und Anleihenfonds betroffen, während Multi-Asset-Produkte neue Investoren gefunden hätten. Das gesamte verwaltete Vermögen habe dennoch einen Rekordwert von 1.993 Milliarden Euro erreicht.

Das operative Ergebnis für beide Manager sei im zweiten Quartal 2018 um 11,6 Prozent auf 652 Millionen Euro gestiegen (zuvor 584 Millionen Euro). Dies sei auf eine Erhöhung der operativen Erträge zurückzuführen, die sowohl von einem höheren durchschnittlich verwalteten Vermögen als auch von einer verbesserten Marge gestützt worden seien. Bereinigt um Wechselkursänderungen sei das operative Ergebnis um 18,8 Prozent gestiegen, so die Allianz.

Im Bereich Lebensversicherungen könne die Allianz trotz des rückläufigen operativen Ergebnisses, unter anderem aufgrund von negativen Wechselkurseffekten, auch Positives vermelden: Die Neugeschäftsmarge sei leicht durch einen vorteilhaften Produktmix und ein etwas höheres Zinsniveau auf 3,5 Prozent (zuvor 3,4 Prozent) gestiegen. Der Neugeschäftswert habe sich im zweiten Quartal aufgrund der fortgesetzten Verlagerung auf kapitaleffiziente Produkte um 22 auf 491 Millionen Euro erhöht.

"Wir bleiben auf Kurs, unser operatives Ergebnisziel für 2018 zu erreichen. Es stimmt mich zuversichtlich, dass wir unsere Dreijahresziele der Renewal Agenda erreichen werden", habe Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE, gesagt. (03.08.2018/fc/n/s)