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Mit Aktienfonds das Vermögen gegen Inflation schützen - Fondsnews


02.06.21 10:00
BVI

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Deutschen haben seit Beginn der Corona-Pandemie wegen der unsicheren wirtschaftlichen Lage und der fehlenden Freizeitaktivitäten so viel gespart wie nie zuvor, berichten die Experten vom BVI.

Insgesamt hätten sie laut Comdirect in den vergangenen zwölf Monaten zusätzliche 173 Milliarden Euro auf dem Sparbuch, Tagesgeld- und Festgeldkonten zurückgelegt. Noch immer würden viele Bundesbürger auf die vermeintliche Sicherheit von Zinsprodukten vertrauen. Doch die Realität sehe anders aus. Jeder deutsche Sparer habe im ersten Quartal dieses Jahres im Schnitt 97 Euro verloren. Insgesamt hätten sie von Januar bis März laut Berechnungen von Comdirect einen Wertverlust von 8,1 Milliarden Euro durch Geldeinlagen erlitten, die niedrige Zinsen abwerfen würden.

Der Grund für die Entwicklung seien die Sparzinsen gewesen, die unterhalb der Inflationsrate gelegen hätten. Im ersten Quartal dieses Jahres habe sie bei durchschnittlich 1,36 Prozent gelegen. Gleichzeitig hätten aber Tagesgelder, Festgelder und Spareinlagen im Schnitt nur durchschnittlich 0,11 Prozent abgeworfen. Der sogenannte Realzins habe im abgelaufenen Jahr bei minus 1,25 Prozent gelegen. Das Ersparte werde also weniger wert. Um die Ersparnisse vor einem Kaufkraftverlust zu schützen, seien in der aktuellen Niedrigzinsphase Anlagen in Wertpapieren notwendig, so die Aktion "Finanzwissen für alle" der im BVI organisierten Fondsgesellschaften.

Bankeinlagen seien sicherlich wichtig. Dennoch sollten Sparer für einen Teil der Ersparnisse über Alternativen wie Aktien oder Aktienfonds nachdenken. Im Unterschied zu niedrig verzinsten Anlageformen würden Aktien die Möglichkeit des Vermögenserhalts bieten. Aktionäre und auch Anleger in Aktienfonds könnten vom Wachstum der Unternehmen profitieren. Durch die Dividendenzahlungen würden Unternehmen die Anleger teilhaben lassen. Statt auf einzelne Aktien zu setzen, würden aktiv gemanagte Fonds oder auch ETFs die Möglichkeit bieten, dass Anleger auf die Entwicklung eines ganzen Korbs von Aktien setzen könnten, was die Risiken streue.

Häufig würden Aktieninvestments von Sparern mit dem Hinweis auf mögliche Kursschwankungen gemieden. Gerade in der Altersvorsorge sei aber die Angst vor hohen Verlusten unberechtigt. Denn das Verlustrisiko bei Aktien tendiere über lange Zeiträume historisch gegen Null. Ein Anlageberater könne dem Sparer dabei helfen, eine für ihn geeignete Quote von Aktien und Aktienfonds auf Basis seiner Risikobereitschaft festzulegen. Wichtig sei, dass der Sparer das am Aktienmarkt investierte Geld länger entbehren könne, um Kursschwankungen im Depot problemlos aussitzen zu können. (02.06.2021/fc/n/s)