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Wegen Brexit: Wells Fargo AM baut Zweigstelle in Frankfurt aus - Fondsnews


03.01.19 13:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Fondstochter der US-Großbank Wells Fargo baut ihre Präsenz auf dem europäischen Festland aus, so die Experten von "FONDS professionell".

Die bestehende Lizenz habe die Luxemburger Finanzaufsicht CSSF nun entsprechend erweitert, habe Wells Fargo AM (WFAM) mitgeteilt. Die Amerikaner wollten bestehende Zweigstellen der Bankmutter in Frankfurt und Paris erweitern und dort für institutionelle Anleger Vermögensverwaltungs- und Beratungsdienste anbieten.

Mitarbeiter aus dem Vertrieb und der Vertriebsunterstützung sollten offenbar von der britischen Gesellschaft zu dem neu gegründeten Luxemburger Unternehmen wechseln. Ob und wie viele Mitarbeiter auch auf den Kontinent übersiedeln und welche Köpfe von Frankfurt aus arbeiten sollten, habe das Haus auf Nachfrage von FONDS professionell ONLINE noch nicht mitteilen wollen.

"Indem wir die Kompetenzen von Wells Fargo Asset Management in Luxemburg stärken und mit dem Aufbau der speziellen Zweigstellen für Vermögensverwaltung in Frankfurt und Paris sind wir gut positioniert, um die Beziehungen zu unserer europäischen Kundenbasis ebenso wie zu Anlegern mit Sitz in anderen internationalen Märkten zu vertiefen", habe Deirdre Flood, Leiterin des internationalen Vertriebs der Fondsgesellschaft, der Mitteilung zufolge gesagt.

Vor dem Hintergrund der herrschenden Unsicherheit um den Brexit werde diese kleine, aber bedeutende Veränderung an der aktuellen Struktur ununterbrochenen Service für alle bestehenden Kunden in der Europäischen Union sicherstellen und zugleich die zukünftige Entwicklung von WFAM in diesem Schlüsselmarkt unterstützen, habe Flood ergänzt.

Die in London angesiedelten Portfoliomanager sollten aber weiterhin von der Themse aus arbeiten. Wells Fargo AM habe hier das Team für europäische Unternehmensbonds sowie das globale Anleihenteam stationiert. Von London aus wolle die Fondsgesellschaft zudem weiterhin ihre britischen und internationalen Kunden betreuen.

Zahlreiche internationale Asset Manager würden den europäischen Markt von London aus bedienen. Mit dem anstehenden Brexit würden diese jedoch verstärkt ihre Präsenz auf dem Kontinent ausbauen. So habe etwa der australische Anbieter First State eine Niederlassung in Dublin aufgebaut, jüngst dort ein Büro eröffnet und übertrage Fonds nach Irland. (News vom 02.01.2019) (03.01.2019/fc/n/s)