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Studie zu Geldmarktfonds: Alternative Instrumente zur Bargeldhaltung gewinnen zunehmend an Attraktivität


15.02.18 10:00
State Street

Boston (www.fondscheck.de) - State Street Corporation gibt die Veröffentlichung einer neuen Untersuchung bekannt, die zeigt, dass fast drei Viertel der institutionellen Investoren beabsichtigen, Geldmarktfonds zusätzlich zu Bankeinlagen verstärkt zu nutzen, so die Experten von State Street.

Grund hierfür seien Regulierungsmaßnahmen wie Basel III, die viele Banken dazu bewegen würden, nicht-operative Einlagen aus den Bilanzen zu nehmen.

Der wichtigste Treiber dieser Entwicklung sei die Ansicht von 40 Prozent der institutionellen Investoren, dass Zinsen auf Bankeinlagen in diesem Jahr weiter fallen würden. Alternative Instrumente zur Bargeldhaltung wie Geldmarktfonds, die eine potenziell höhere Verzinsung bieten würden, würden aus diesem Grund zunehmend an Attraktivität gewinnen. Etwas mehr als 40 Prozent der befragten institutionellen Investoren erwarte zudem, dass bis 2021 der Fokus der Anleger auf die Segmentierung von Barmitteln zunehmen werde, während nur 4 Prozent mit einem Rückgang rechnen würden.

Außerhalb von Basel III würden neue Regelwerke revidierte Standards bezüglich Liquidität- und Kreditqualität wie etwa die Geldmarktfondsreform der Europäischen Union skizzieren, die am 21. Juli 2018 für neue Fonds in Kraft treten und am 21. Januar 2019 auch für die Umwandlung bestehender Fonds gelten würden. Die Reform werde Vermögenswerte in Höhe von einer Billion Euro betreffen. Laut der Studie würden 45 Prozent der Befragten damit rechnen, dass Investoren die Art der Verwendung von Geldmarktfonds als direkte Folge dieser Reform umfassend überprüfen würden. Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer sei zudem der Ansicht, dass die neuen Regeln dazu beitragen würden, dass mehr europäische Vermögenseigentümer ihre Investitionsstrategie ändern würden, um Anlagen in Geldmarktfonds mit variablem Nettovermögenswert zu ermöglichen.

"Das neue Regelwerk der EU für Geldmarktfonds sorgt für größere Klarheit in der Branche. Unsere Untersuchung verdeutlicht, dass die Reformen ein Katalysator für Cash Manager sind, um ihre Verwendung dieser Anlageklassen in ihren Investitionsportfolios zu überprüfen", habe Peter McHugh, Leiter von Fund Connect für EMEA und APAC bei State Street, gesagt.

"Geldmarktfonds sind schon seit langer Zeit ein Kernanlageprodukt für Investoren, die eine Lösung für die kurzfristige Liquiditätshaltung benötigen", habe Gunjan Chauhan, Leiter des EMEA Cash Business im Bereich Global Cash bei State Street Global Advisors, gesagt.

"Die Reform zielt darauf ab, die Stabilität zu verbessern und legt den Schwerpunkt unverändert auf Liquidität und Kapitalerhaltung. Wir werden dabei durch eine enge Zusammenarbeit und Unterstützung sicherstellen, dass die Auswirkungen dieser Reform auf unsere Anleger so gering wie möglich ausfallen. Als globaler Akteur im Liquiditätsmanagement sind wir nach dem erfolgreichen Durchlaufen der Geldmarktfondsreform in den USA gut aufgestellt, um Anleger durch die Geldmarktfondsreform der EU zu navigieren." (15.02.2018/fc/n/s)