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Ratingagenturen sollen bei ESG-Benotung stärker kontrolliert werden - Fondsnews


13.09.21 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der Nachhaltigkeitschef der Credit Suisse, Daniel Wild, hat sich gegenüber Bloomberg für eine stärkere Regulierung von ESG-Ratings ausgesprochen, so die Experten von "FONDS professionell".

Spezielle Nachhaltigkeits-Ratingagenturen würden unzureichend beaufsichtigt, kritisiere er. Wild fordere außerdem mehr Transparenz bei den Ratings selbst: "Zumindest möchte man wissen, warum ein Rating dort gelandet ist, wo es ist, und welche Annahmen dabei getroffen wurden."

Weil der Markt für "grüne" Investments boome, komme ESG-Ratings eine immer wichtigere Rolle zu. Gleichzeitig würden Marktbeobachter die mangelnde Einheitlichkeit der Bewertungen kritisieren. Bei großen Diskrepanzen zwischen einzelnen Ratingagenturen gebe es Fragen von Kunden, sage auch Clemence Humeau, ESG-Chefin bei AXA Investment Managers. "Es ist ein Bereich, in dem Harmonisierung nötig ist."

Die Branche sei sich der Unterschiede zwischen einzelnen Ratings bewusst, zitiere Bloomberg Andy Pettit, Leiter des Bereichs Policy Research bei Morningstar, der Mutter der ESG-Ratingagentur Sustainalytics. In den Diskrepanzen hätten sich die unterschiedlichen Gewichtungen der Faktoren Umwelt, Soziales und Unternehmensführung widergespiegelt, ebenso die unterschiedlichen Methoden und Datensätze. Es gebe so viele verschiedene Faktoren bei einem ESG-Rating, dass Anbieter sie gewichten müssten, sage Pettit - was eben zu abweichenden Ergebnissen führe. (13.09.2021/fc/n/s)