Pioneer legt Nachhaltigkeits-Mischfonds auf


08.07.10 14:43
FONDS professionell

Wien (aktiencheck.de AG) - Mit dem Pioneer Investments Balanced Ecology (ISIN DE000A0RL2G4 / WKN A0RL2G) bringt Pioneer erstmals einen Mischfonds für ökologische und nachhaltige Anlagen auf den Markt, berichten die Experten von "FONDS professionell".

Damit berücksichtige der neue Fonds die wachsenden Bedürfnisse vieler Anleger hinsichtlich nachhaltiger und auch sicherheitsorientierter Anlagemöglichkeiten, heiße es vonseiten Pioneers.

Der neue Fonds investiere in Aktien und Anleihen von Unternehmen und Emittenten, die hohen Ökologie- und Nachhaltigkeitsstandards entsprechen würden und strenge Ausschlusskriterien erfüllen müssten. Fondsmanager Johannes Sienknecht, der gemeinsam mit Reinhard Stork den Fonds verwalte, nehme keine Unternehmen in sein Portfolio, die mit Alkohol, Atomenergie, Glückspiel, Pornographie, Rüstung und Tabak ihr Geld verdienen würden. Ebenso vom Investment ausgeschlossen seien Firmen, die bestimmte Geschäftspraktiken - zum Beispiel Missachtung von Umweltgesetzen, Bilanzfälschung oder Korruption - betreiben würden. Für die Auswahl des Anleihe-Universums würden ebenfalls bestimmte Regeln gelten: So werde beispielsweise nicht in Anleihen von Staaten investiert, die Atomwaffen besitzen oder die Menschenrechte verletzen würden.

Je nach Marktentwicklung könne die Aktienquote im Fonds zwischen null und maximal 50 Prozent betragen, die Anleihenquote entsprechend bis zu 100 Prozent. "Über diesen Anpassungsmechanismus wird das Anlagerisiko gegenüber einem reinen Aktieninvestment deutlich gesenkt", erkläre Sienknecht. "Hinzu kommt eine breite Streuung, da der Fonds weltweit investiert." Bei der Vorauswahl der Titel setze Pioneer Investments auf die Expertise der Nachhaltigkeitsagentur oekom research AG, mit der die Fondsgesellschaft bereits seit vielen Jahren, etwa bei dem 1990 aufgelegten Global Ecology Fonds (ISIN LU0271656133 / WKN A0MJ48) zusammenarbeite.

Durch das erste Screening nach Nachhaltigkeitskriterien reduziere sich das Anlageuniversum auf etwa 500 Unternehmen und Emittenten sowie etwa acht bis zehn Länder für Investments in Staatsanleihen. Über einen mehrstufigen Asset-Allocation-Prozess wähle das Fondsmanagement daraus zirka 30 bis 50 Aktienpositionen und rund 20 bis 30 Anleihen für das Portfolio aus.

Laut einer aktuellen Analyse von software-systems hätten als nachhaltig definierte Aktienfonds, Anleihenfonds und Mischfonds über den Zeitraum von einem Jahr ein schlechteres Ergebnis als der Gesamtmarkt erzielt. Langfristig jedoch - über zehn Jahre betrachtet - seien die als nachhaltig definierten Fonds nach wie vor geringfügig besser. (08.07.2010/fc/n/n)




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