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NN IP stimmte im 1. Halbjahr 27.714 Mal ab, davon 4.232 Mal gegen die Anträge der Vorstände


03.09.21 12:00
NN Investment Partners

Den Haag (www.fondscheck.de) - Als verantwortungsbewusster Investor weiß NN Investment Partners um seine Rolle als aktiver Anteilseigner, so die Experten von NN Investment Partners (NN IP).

Es sei NN IPs Anspruch, sich in die Unternehmen einzubringen und seine Stimmrechte auszuüben, um nachhaltiges Verhalten bei den investierten Unternehmen zu fördern. Die Ausübung des Stimmrechts sei dabei eine der effektivsten Möglichkeiten. In der Hauptversammlungssaison 2021 - die hinsichtlich der Häufigkeit virtueller Hauptversammlungen ein Novum gewesen sei - habe NN IP weltweit insgesamt 27.714 Stimmen abgegeben, darunter viele zugunsten ökologischer und sozialer Aktionärsanträge. Insgesamt habe NN IP in 4.232 Fällen gegen die Vorschläge des Vorstands gestimmt.

NN IP habe zu 100% für Aktionärsanträge der Investoreninitiative Climate Action 100+1 (86% gegen den Vorstand), zu 80% für klimarelevanten Aktionärsanträge (75% gegen den Vorstand), zu 89% für menschen- und arbeitsrechtsbezogenen Aktionärsanträge (89% gegen den Vorstand) und zu 100% für biodiversitätsbezogenen Aktionärsanträge (100% gegen den Vorstand) gestimmt.

NN IP habe beobachtet, dass es bei den großen Ölunternehmen eine noch nie dagewesene Unterstützung für Aktionärsanträge zur Förderung der Energiewende gegeben habe. Beschlüsse zur Senkung der Emissionen, die sich am Pariser Abkommen orientieren würden, hätten beispielsweise 80% der Stimmen bei Phillips 66, 61% bei Chevron, 59% bei ConocoPhillips und 30% bei Shell erhalten.

"Say On Climate" habe ebenfalls im Mittelpunkt der Hauptversammlungssaison gestanden, die den Aktionären als beratende Stimme zu Klimaschutzplänen der Unternehmen gedient und eine stärkere Rechenschaftspflicht in Bezug auf das Klima ermöglicht habe. Als Reaktion auf die Auswirkungen der jüngsten Ereignisse, wie die globale Pandemie und Black-Lives-Matter-Bewegung, hätten Aktionäre größtenteils Anträge in Bezug auf Diversität am Arbeitsplatz, soziale Gleichheit und den gleichberechtigten Zugang zur Medizin sowie Gerechtigkeit für rassistisch Diskriminierte unterstützt.

Faryda Lindeman, Senior Responsible Investment Specialist, NN Investment Partners, habe kommentiert: "Da die Corona-Pandemie auch 2021 unser Leben weiter beeinflusst, haben Unternehmen begonnen sogenannte hybride Hauptversammlungen durchzuführen. Dabei findet die Versammlung virtuell statt, während gleichzeitig Möglichkeiten zur Beteiligung und lebendigen Diskussion gewährleistet werden. Dadurch entfallen Kosten für den Veranstaltungsort und die Anreise Der Aktionäre, was die Umweltbelastung verringert. Außerdem können so mehr Versammlungen besucht werden, und die Flexibilität wird erhöht. Gleichzeitig sind die größten Herausforderungen aus unserer Sicht die mangelnde Beteiligung sowie die Gewährleistung einer Live-Abstimmung der Aktionäre auf der Versammlung. Wenn diese Probleme gelöst werden können und ein Weg gefunden wird, dynamischere Diskussionen und Interaktionen zu ermöglichen, könnte die virtuelle Hauptversammlung eine Zukunft haben.

Wir sind der Meinung, dass ein kontinuierlicher Austausch mit Unternehmen zu ESG-Themen einem engagierten Abstimmungsverhalten nicht im Wege steht. Vielmehr sehen wir die Stimmabgabe als ein zusätzliches Instrument, um unsere Bedenken und Erwartungen zum Ausdruck zu bringen und unser Engagement weiter auszubauen. Diese Hauptversammlungssaison hat erneut bewiesen, dass wir unseren Einfluss als Aktionäre wirksam geltend machen können." (03.09.2021/fc/n/s)