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Luxemburg lockt mehr Asset-Management-Mitarbeiter - Fondsnews


03.09.18 13:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Wie aus dem Jahresbericht der Finanzaufsicht CSSF des Großherzogtums hervorgeht, ist die Zahl der Angestellten in Luxemburgs Fondsbranche im vergangenen Jahr um rund zehn Prozent gestiegen, so die Experten von "FONDS professionell".

Demnach sei die Zahl der bei Investmentgesellschaften beschäftigten Menschen von 4.513 auf 4.969 geklettert. Dem Bericht zufolge hätten sich 15 neue Asset Manager in dem Land registriert, fünf hätten ihre Lizenz zurückgegeben. Die Zahl der Fondsgesellschaften sei damit auf 306 geklettert.

In diesem und den kommenden Jahren dürfte das Großherzogtum jedoch noch deutlich mehr Asset Manager und damit verbundene Arbeitsplätze anlocken. Dies habe jedenfalls Nicolas Mackel, Chef des Finanzlobbyverbands des Großherzogtums, in einem Gespräch mit der Zeitung "Financial Times" gemeint. Demnach hätten viele britische Fondsanbieter nun ihre Planungen für den Brexit in die Tat umgesetzt und würden Präsenzen in dem EU-Zwergstaat aufbauen oder diese erweitern.

Damit wollten sich die Anbieter für einen ungeordneten Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union wappnen. Angesichts des zähen Verhandlungsverlaufs wachse die Befürchtung, dass es zu einem harten Brexit komme und britische Anbieter ihre Fonds nicht mehr in der EU vertreiben könnten.

Neben Luxemburg buhle vor allem auch Irland um Brexit-Flüchtlinge. Weit abgeschlagen lägen im Fondsbereich dagegen Paris oder Frankfurt. So bauen M&G, Columbia Threadneedle oder Legg Mason Präsenzen in Luxemburg oder Dublin auf oder aus, so die Experten von "FONDS professionell". (03.09.2018/fc/n/s)