LGT startet Nachhaltigkeits-Fonds-Trio


10.08.10 15:03
FONDS professionell

Wien (aktiencheck.de AG) - LGT Capital Management hat die Produktpalette in Deutschland um drei Nachhaltigkeits-Fonds erweitert, so die Experten von "FONDS professionell".

Mit den neuen Sustainability Fonds setze man auf die Verstetigung des Trends bei nachhaltigen Investments. Im Gegensatz zu ökologischen Themenfonds und deren Fokussierung auf ausgewählte Branchen würden die Fondsmanager der LGT in ein grundsätzlich unbeschränktes Universum von Unternehmen und Staaten investieren.

"Ziel ist, ein aktives aber dennoch diversifiziertes Portfolio von jeweils 70 bis 80 Werten. Diese müssen langfristig Wachstum und solide Renditen versprechen sowie darüber hinaus eine gute Bewertung bei den Kriterien Ökologie, Soziales und Governance aufweisen", erkläre Daniel Kerbach, Leiter Sustainable Equity bei der LGT Capital Management. Bei den drei aktiv gemanagten Fonds handle es sich um den LGT Sustainable Impact Global Equity Fund (LIO 106892966), den LGT Sustainable Impact Global Bond Fund (LIO 106892909) sowie um den LGT Sustainable Impact Multi Asset Fund (LIO 106893162).

Allen Fonds liege ein einheitlicher systematischer Investmentprozess zugrunde. Die Titelauswahl vollziehe sich in vier Schritten. Über ein einfaches Screening würden zunächst solche Werte ausgeschlossen, die definierte Negativ-Kriterien erfüllen würden. Dazu würden bei Aktien und Unternehmensanleihen zum Beispiel Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Tabak, Glücksspiel, Waffen oder Pornografie zählen. Anleihen von Staaten, die den Atomwaffensperrvertrag oder die Abkommen zum Verbot von Landminen und Streumunition nicht unterzeichnet hätten, würden ebenfalls nicht berücksichtigt. In keinem der Fonds würden sich daher amerikanische, französische oder russische Staatsanleihen finden.

In einem zweiten Schritt erfolge das Positiv-Screening. Auf Grundlage der Datenbasis von Asset 4, dem führenden Datenanbieter von Nachhaltigkeitsinformationen, würden die Fondsmanger der LGT Capital Management ein Ranking erstellen, das die Umsetzung verschiedener Kriterien wie zum Beispiel Emissionsreduktion, Arbeitsbedingungen oder Führungsstruktur bewerte. Staaten würden anhand ihres Umgangs mit natürlichen Ressourcen und der Gewährleistung einer sozialen Entwicklung eingestuft. Schritt drei umfasse die quantitative und qualitative Finanzanalyse. Darauf würden abschließend die Portfoliokonstruktion sowie das Risikomanagement folgen.

Am Ende dieses Prozesses stehe ein fokussiertes Portfolio mit breiter Diversifikation über Regionen, Länder und Sektoren, dessen Titel sich durch hohe Nachhaltigkeitsstandards und eine große Ertragskraft auszeichnen würden. "Renditestreben und Nachhaltigkeitsdenken werden so in ein ausgewogenes Verhältnis gebracht. Hierin sehen wir den Mehrwert unserer Nachhaltigkeitsprodukte", so Kerbach. (10.08.2010/fc/n/n)




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