Großer Sparplan-Check: Europas Aktienfonds-Elite - Fondsnews


12.02.18 11:15
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Anleger, die in den vergangenen zehn Jahren auf europäische Aktienfonds gesetzt haben, hatten es nicht eben leicht, so die Experten von "FONDS professionell".

An der Eurokrise habe die Staatengemeinschaft gedroht zu zerbrechen, Griechenland habe am Rande des Abgrunds gestanden und die Briten wollten der Union überhaupt nicht mehr angehören. Anleger, die sich im Rahmen eines Sparplans für einen europäischen Aktienfonds entschieden hätten, seien also auf eine harte Geduldsprobe gestellt worden.

Doch die habe sich gelohnt: Wer seit Anfang 2008 monatlich 100 Euro in die Fondskategorie eingezahlt habe, habe laut der jüngsten Sparplan-Wertentwicklungsstatistik des Branchenverbands BVI per Ende Dezember 2017 durchschnittlich 5.383 Euro dazuverdient - was einer Performance von immerhin 7,2 Prozent pro Jahr entspreche, und das nach Abzug von Fondskosten und Ausgabeaufschlägen!

Wegen des Durchschnittskosteneffekts seien Fondssparer gegenüber Einmalanlegern eindeutig im Vorteil gewesen: Eine Anfang 2008 getätigte Einmalanlage in europäische Aktienfonds hätte simultan nur eine kümmerliche Jahresrendite von 2,6 Prozent erwirtschaftet. Oder anders gerechnet: Der identische Anlagebetrag von 12.000 Euro hätte als Einmaleinzahlung nur einen Investorenlohn von rund 3.500 statt von 5.383 Euro wie bei der Sparplanvariante abgeworfen.

Im Sortiment fänden sich zahlreiche Produkte, die in den letzten Jahren außerordentlich gut performt und ihren Anlegern satte Überrenditen beschert hätten. "FONDS professionell ONLINE" habe die jüngste Sparplan-Statistik des Branchenverbands BVI unter die Lupe genommen: Die Redaktion zeige nicht nur, was Anleger bei einer monatlichen Einzahlung von jeweils 100 Euro in zehn Jahren mit den besten europäischen Aktienfonds hätten verdienen können. Auch, wie die Manager die renditestärksten Europa-Produkte derzeit aufgestellt hätten:

Platz 10: Deutsche Invest I Top Euroland

Im Deutsche Invest I Top Euroland hätten sich die einbezahlten 12.000 Euro binnen zehn Jahren auf 19.354 Euro vermehrt. Fondsmanagerin Britta Weidenbach investiere mindestens 75 Prozent des Teilfondsvermögens in Aktien von Emittenten mit Sitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWU). Zu den größten Positionen würden branchenseitig Finanztitel zählen.

Platz 9: Nestor Europa Fonds

Sparplan-Investoren des Nestor Europa Fonds dürften sich bei dieser Beispielrechnung über ein Plus von 7.452 Euro freuen. Portfoliomanager Dirk Stöwer setze bei seinem 1994 lancierten Fonds zu 51 Prozent auf Konsumgüter.

Platz 8: UniDynamicFonds: Europa

Konsumgüter, IT/Telekommunikation und Industrietitel würden branchenseitig zu den größten Positionen des UniDynamicFonds: Europa zählen. Wer in den vergangenen zehn Jahren monatlich 100 Euro in das Portfolio einbezahlt habe, der sei heute um 7.512 Euro reicher.

Platz 7: Nürnberger Euroland (ISIN DE0008471228 / WKN 847122)

Der von Ralf Walter gemanagte Nürnberger Euroland habe Sparplan-Anlegern 7.565 Euro als Investorenlohn eingebracht. Auch hier würden neben Finanztitel auch IT/Telekommunikation und Industrietitel zu den größten Positionen zählen.

Platz 6: Deka-EuropaSelect

7.568 Euro hätten Anleger in den abgelaufenen zehn Jahren bei einer monatlichen Sparanlage von 100 Euro mit dem Deka-EuropaSelect dazu verdienen können. Konsumgüter und die Branche IT/Telekommunikation würden auch hier zu den größten Holdings zählen.

Platz 5: Metzler European Growth

Die beiden Fondsmanager Heiko Veit und Philipp Struck hätten mit dem Metzler European Growth für ihre Sparplan-Investoren bei dieser Rechnung 8.173 Euro erwirtschaftet. Um das zu erreichen, stecke das Vermögen des Fonds neben Konsumgüter und IT auch zu einem großen Anteil in Rohstoffe und Gesundheit:

Platz 4: FT UnternehmerWerte

Konsumgüter würden auch beim FT UnternehmerWerte zu den Top-Holdings zählen. Aus den angesparten 12.000 Euro seien bei diesem Produkt 20.528 Euro geworden - ein Plus von 8.528 Euro.

Platz 3: Allianz Wachstum Europa

Allianz Global Investors lande mit dem Allianz Wachstum Europa bei diesem Ranking auf dem dritten Platz und habe im Halbjahresvergleich damit den FT UnternehmerWerte abgelöst. Sparplan-Anleger, die sich vor zehn Jahren für das Produkt entschieden hätten, seien heute um 8.979 Euro reicher. Portfolioverwalter Thorsten Winkelmann setze dazu zu knapp 32 Prozent auf Konsumgüter.

Platz 2: Invesco Europa Core Aktienfonds

Der Invesco Europa Core Aktienfonds sei bei diesem Ranking im Vergleich zur Jahresmitte unverändert auf Rang zwei vertreten. Breit gestreut würden die Fondslenker großteils in Konsumgüter, IT/Telekommunikation und Energie investieren. Laut BVI-Berechnung habe das Sparplanern binnen zehn Jahren 9.413 Euro eingebracht.

Platz 1: FPM Funds Stockpicker Germany All Cap

An der Spitze des Rankings stehe der 124 Millionen Euro schwere FPM Funds Stockpicker Germany All Cap, der damit den Allianz Wachstum Europa ablöse. Aus den über zehn Jahre angesparten 12.000 Euro seien 22.303 Euro geworden, was einer annualisierten Rendite von stolzen 9,3 Prozent entspreche. Zum Vergleich: Als Einmaleinzahlung hätte das Spitzenportfolio zeitgleich "nur" eine Performance von 6,6 Prozent per annum verzeichnet. Mit knapp 24 Prozent würden hier Industrietitel zu den größten Positionen zählen. (News vom 09.02.2018) (12.02.2018/fc/n/s)





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