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Fondsbarometer: Jahresende ohne Rally - Fondsnews


08.01.19 14:33
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Nur einige Schwellenländer und Edelmetalle konnten sich der Börsentalfahrt im Dezember widersetzen, so die Experten von "FONDS professionell".

Im Schnitt sei man mit Aktienfonds 2018 rund zehn Prozent ärmer geworden, wie das aktuelle FONDS professionell Fondsbarometer zeige.

2018 sei für die Chinesen, die an Astrologie glauben würden, das Jahr des Erd-Hundes gewesen, der als anpassungsfähig und genügsam gelte. Letzteres habe man auch als Aktienfondsinhaber sein müssen, denn 2018 werde nicht in die Liste der goldenen Börsenjahre Aufnahme finden. Das Jahr, das nach dem Ende des Höhenflugs ab Anfang Februar vor allem durch Unsicherheit und davon ausgelöster Volatilität geprägt gewesen sei, habe unerfreulich geendet.

Wer auf eine Jahresendrally gehofft habe, sei im Dezember enttäuscht worden. Vor allem die Branchen "Technologie", "Biotechnologie", "Gesundheit/Pharma" sowie "Energie" und "Neue Energie" sowie japanische, österreichische und nordamerikanische Nebenwert-Aktien hätten im letzten Monat des Jahres noch einmal mehr als zehn Prozent an Wert eingebüßt. Im Durchschnitt aller 56 analysierten Fondskategorien habe der Monatsverlust bei mehr als sechs Prozent gelegen, womit das Gesamtjahr mit einem Minus von mehr als elf Prozent geendet habe.

Am oberen Ende der Monatsbilanz seien aufstrebende Märkte wie Brasilien, Indien und sowie die Regionen Südostasien und Lateinamerika gelandet, aber auch hier habe das Minuszeichen dominiert. Nennenswerte Gewinne habe man im Dezember 2018 ausschließlich mit dem Sektor "Edelmetalle" erzielt. Die 34 in dieser Kategorie erfassten Fonds hätten im Durchschnitt mehr als neun Prozent an Wert zugelegt. Für Inhaber solcher Fonds dürfte das allerdings nur ein geringer Trost sein, denn auf Jahressicht sei diese Fondsgruppe fast 14 Prozent billiger geworden, auch in der Zehnjahresbilanz lägen Edelmetall-Fonds mit einem Wertzuwachs von rund zwei Prozent unter den zehn schlechtesten Fondsgruppe.

Sowohl kurz- als auch langfristig habe sich per Ende Dezember "Indien" als - im Rückblick - attraktiv präsentiert. Über zehn Jahre hätten die 40 Fonds dieser Gruppe mehr als 240 Prozent verdient, und auch im Dezember habe sich der Rückschlag mit -0,76 Prozent in engen Grenzen gehalten. Könnte man aber noch einmal ins Jahr 2008 zurückkehren, müsste man Thailand-Fonds kaufen. Die fünf Fonds, die vom Datenspezialisten MountainView erfasst würden, hätten in den letzten zehn Jahren fast 400 Prozent zugelegt, und sie würden sich auch über die Beobachtungszeiträume ein und drei Jahre unter den Top 10 finden.

Betrachte man alle "Aktien" beziehungsweise die Region "Welt", präsentiere sich das Fünf-Jahres-Ergebnis mit 24,34 beziehungsweise 27,36 Prozent, annualisiert seien das 4,45 beziehungsweise 4,96 Prozent Wertzuwachs, über zehn Jahre lägen die Werte bei 8,83 beziehungsweise 8.97 Prozent. Die letzte Dekade sei für Aktienanleger trotz der jüngsten Turbulenzen alles andere als unerfreulich gewesen. Die deutlich schwächere Performance über die letzten fünf Jahre zeige allerdings auch, dass die Dynamik abnehme. Ob man auch 2029 auf einen Zehn-Jahres-Ertrag von fast neun Prozent pro Jahr zurückblicken werde, sei daher äußerst fraglich. Diese Frage würden sich allerdings auch nur Anleger stellen, die heute erstmalig via Einmalerlag investieren würden. Wer kontinuierlich Fonds kaufe und dabei international diversifiziere, müsse sich diesbezüglich aller Wahrscheinlichkeit nach auch in den kommenden zehn Jahren keine Sorgen machen.

Über das FONDS-professionell Fondsbarometer:

FONDS professionell bringe seit Juli 2014 monatlich das FONDS professionell Fondsbarometer - eine Performanceübersicht der FIAP-Aktienfonds-Indices gereiht nach ihrer Monatsperformance. Daraus werde ersichtlich, welche Fonds gerade "Rückenwind" hätten und welche unter Kursverlusten leiden würden. Damit daraus eine brauchbare Information werde, zeige die Darstellung auch, wie diese Fondskategorien (Länder, Regionen, Branchen und Themen) über andere Zeiträume abgeschnitten hätten - 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr, 3 Jahre sowie über 5 und 10 Jahre. Die jeweils zehn stärksten und zehn schwächsten Ergebnisse seien farblich hervorgehoben.

Das nächste Fondsbarometer erscheine Anfang Februar. (08.01.2019/fc/n/s)