Fondsbarometer: Erfreuliches Jahresende - Fondsnews


11.01.22 12:15
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Dank der Erholung vieler Märkte in der zweiten Dezemberhälfte konnte der im November erlittene Rückschlag vollständig ausgeglichen werden, wie das aktuelle FONDS professionell Fondsbarometer zeigt, so die Experten von "FONDS professionell".

"Dass es 2021 zu einer Weihnachtsrally kommt, ist trotz der zuletzt trüben Börsenstimmung keineswegs ausgeschlossen. Entscheidend werden dafür wahrscheinlich die Analysen der Experten bezüglich der tatsächlichen Bedrohung durch die Omikron-Mutation sein. Im Falle einer Entwarnung darf man mit einem günstigen Jahresende rechnen." So habe der Kommentar zum Börsenbarometer im Dezember geendet, und dieser - nicht als solcher deklarierte - Wunsch an das Christkind sei erhört worden. Der Dezember sei für Aktienfondsbesitzer unterm Strich sogar sehr erfreulich verlaufen.

Im Durchschnitt über alle 53 Fondskategorien habe das Monatsplus bei 3,80 Prozent gelegen, betrachte man nur die mehr als 900 Fonds umfassende Gruppe "Welt", liege der Wertzuwachs im Mittel bei 3,73 Prozent. Damit hätten letztere das Jahr 2021 mit exakt sieben Prozent Plus beendet, während alle Aktienfonds im Durchschnitt fast 4,9 Prozent teurer geworden seien.

Auffallend gut hätten sich auch im Dezember die Fonds entwickelt, die sich auf das Thema "Wasser" spezialisiert hätten. Diese würden zu den wenigen echten Profiteuren der Klima-Problematik zählen. Denn in der Diskussion werde vielfach übersehen, dass es außerhalb der Küstenregionen gar nicht die höhere Durchschnittstemperatur sei, die das größte Risiko darstelle, sondern Veränderungen der Niederschlagssituation. Im Bereich der Themen- beziehungsweise Branchenfonds hätten auch "Gesundheit/Pharma", "Industrie" und "Infrastruktur" sehr gut abgeschnitten.

Eine weitere Fondsgruppe, die zuletzt von der Klima-Thematik habe profitieren können, sei im Dezember hingegen etwas zurückgefallen. Mit einem durchschnittlichen Monatsverlust von 3,33 Prozent sei "New Energy" sogar am unteren Ende der Tabelle gelandet. Die Sparte bewege sich seit etwa einem Jahr tendenziell seitwärts, nachdem sie in den Jahren 2019 und 2020 massiv habe zulegen können. Fonds, die in klassische Energieträger investieren würden, hätten einen Teil der davor erlittenen Verluste im Vorjahr hingegen gutmachen können, wobei sie im längerfristigen Rückblick nach wie vor weit hinter "New Energy" lägen.

Am schwächeren Ende der Übersicht seien auch im Dezember die Regionenfonds gelandet, die China mehr oder weniger schwer gewichten würden. "Großchina" habe 0,23 Prozent an Wert eingebüßt, "China" sei mit 0,35 Prozent Plus über Wasser geblieben, habe auf Jahressicht aber dennoch mehr als elf Prozent verloren.

Das decke sich auch mit dem Bild, das chinesische Aktienindices zeigen würden. Der Hang Seng-Index der Börse Hongkong tendiere seit Anfang 2018 abwärts und habe damit seit fünf Jahren keinen Ertrag gebracht, der Shanghai-A-Index für chinesische Binnenaktien liege auf Fünf-Jahres-Sicht etwa zehn Prozent im Plus. In der letzten Dekade sei China - gemessen an den Leitindices - keine gute Idee gewesen, sehe man sich aber die Ergebnisse auf Fondsebene an, zeige sich eine breite Divergenz der Ergebnisse. Ein Top-Fonds für die Region wie der Schroder ISF Greater China A sei trotz des schwierigen Umfelds auch über die letzten zehn Jahre nicht hinter dem MSCI-Welt-Index zurückgeblieben.

"FONDS professionell" bringe seit Juli 2014 monatlich das FONDS professionell Fondsbarometer - eine Performanceübersicht der Mountain-View-Aktienfonds-Indices gereiht nach ihrer Monatsperformance. Daraus werde ersichtlich, welche Fonds gerade "Rückenwind" hätten und welche unter Kursverlusten leiden würden. Damit daraus eine brauchbare Information werde, zeige die Darstellung auch, wie diese Fondskategorien (Länder, Regionen, Branchen und Themen) über andere Zeiträume abgeschnitten hätten - 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr, 3 Jahre sowie über 5 und 10 Jahre. Die jeweils zehn stärksten und zehn schwächsten Ergebnisse seien farblich hervorgehoben.

Das nächste Fondsbarometer erscheine Anfang Februar 2022. (11.01.2022/fc/n/s)





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