Flossbach von Storch senkt Agio für zwei Fonds - Fondsnews


07.02.18 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch hat den maximalen Ausgabeaufschlag für die beiden konservativen Mischfonds FvS Multi Asset - Defensive und FvS - Der erste Schritt (ISIN LU0952573136 / WKN A1W17W) gesenkt, so die Experten von "FONDS professionell".

Entsprechende Informationen von FONDS professionell ONLINE habe der Anbieter auf Anfrage bestätigt.

"Wir haben uns dazu entschlossen, den maximalen Ausgabeaufschlag für den FvS Multi Asset - Defensive von fünf auf drei Prozent zu senken, den des FvS - Der erste Schritt sogar auf ein Prozent", sage Vertriebsleiter Oliver Morath. "Wir sind der Meinung, dass die reduzierten Sätze im aktuellen Niedrigzinsumfeld deutlich besser zu beiden Fonds und deren potenziellen Ertragserwartungen passen."

Der 1,5 Milliarden Euro schwere FvS Multi Asset - Defensive werde von Elmar Peters verantwortet. Die maximale Aktienquote liege bei 35 Prozent. Mit dem FvS - Der erste Schritt möchte der Kölner Vermögensverwalter Sparer behutsam an die Wertpapieranlage heranführen.

Dieser Fonds gehe aus dem rund 200 Millionen Euro schweren FvS - Bond Total Return hervor und sei erst vor wenigen Tagen entsprechend umbenannt und umstrukturiert worden. Aktien würden in diesem von Peters und seinem Kollegen Frank Lipowski und Elmar Peters betreuten Portfolio höchstens 15 Prozent ausmachen. Der maximale Ausgabeaufschlag, der zuvor bei drei Prozent gelegen habe, sei im Zuge der Umbenennung auf ein Prozent gesenkt worden.

Welches Aufgeld ein Anleger tatsächlich zahle, sei meist Verhandlungssache zwischen Kunde und Berater - die Fondsanbieter würden nur einen Maximalwert vorgeben. Die Bank oder der Vermittler könne den Ausgabeaufschlag rabattieren oder ganz streichen, etwa vor dem Hintergrund der derzeit niedrigen Renditeaussichten.

Dennoch hätten in den vergangenen Monaten zahlreiche Investmentgesellschaften das maximale Agio insbesondere für Renten- und konservative Mischfonds gesenkt. Das habe im Wesentlichen zwei Gründe: Zum einen gebe es Banken, die standardmäßig das volle Agio ansetzen würden. In diesem Fall könne der Fondsanbieter mit einer Aufgeld-Absenkung den Vertrieb davon abhalten, ein Agio in einer Höhe zu verlangen, die nicht mehr zum erwarteten Ertrag passe.

Zum anderen zwinge die Finanzmarktrichtlinie Mifid II die Banken seit Jahresbeginn zu einer höheren Kostentransparenz. Sie müssten ihren Kunden schon vor dem Abschluss in Euro und Cent vorrechnen, mit welchen Kosten ihr Investment verbunden sein werde. Dabei fließe oft das maximale Agio in die Aufstellung ein - unabhängig davon, welches Aufgeld der Berater tatsächlich verlange. In solchen Fällen helfe ein reduzierter Ausgabeaufschlag dabei, den Kostenausweis nicht zu hoch ausfallen zu lassen. (07.02.2018/fc/n/s)





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