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Feri: Nachfrage nach Hedgefonds und anderen Alternatives bleibt hoch - Fondsnews


07.09.18 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Institutionelle Investoren setzen verstärkt auf Hedgefonds, meldet der Vermögensverwalter Feri, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Produkte würden derzeit insgesamt 3,4 Billionen US-Dollar verwalten - das sei mehr als je zuvor. Nach 31,7 Milliarden Dollar im Jahr 2017 seien im ersten Halbjahr des laufenden Jahres weltweit weitere fünf Milliarden Dollar netto neu in UCITS- und Offshore-Fonds geflossen. "Viele Pensionseinrichtungen und Versorgungswerke erhalten nach und nach ihr Kapital aus vormals gut verzinsten Anleihen zurück. Da eine Wiederanlage an den Rentenmärkten aufgrund der niedrigen Zinsen nicht in Frage kommt, fließen diese Mittel nun stärker denn je in alternative Investments", sage Marcus Storr, Leiter des Hedgefonds-Bereichs bei Feri.

Als Grund für ein Investment in alternative Anlagen nenne Storr neben der besseren Diversifikation und der geringen Korrelation zu Aktien und Anleihen vor allem das niedrigere Risiko. Während der Index MSCI World Total Return von Januar 2002 bis Juni 2018 eine Volatilität von 14,72 Prozent aufgewiesen habe, habe das entsprechende Schwankungsmaß bei Long/Short-Aktienstrategien nur 8,64 Prozent betragen. "Am globalen Aktienmarkt lässt sich langfristig eine durchschnittliche Rendite von über sechs Prozent pro Jahr erzielen. Mit einer Long/Short-Aktienstrategie ist ein vergleichbares Ergebnis bei reduzierter Volatilität möglich", so Storr.

Long/Short-Aktienstrategien würden die größte Produktklasse im Hedgefonds-Universum bilden. Rund 40 Prozent aller Manager seien in diesem Bereich aktiv. Angesichts der Vielzahl der am Markt gehandelten Long/Short-Aktienfonds sei eine sorgfältige Managerselektion wichtig, sage Storr. "Der Anlageerfolg von Long/Short-Strategien hängt letztlich davon ab, wie gut der jeweilige Fondsmanager darin ist, Marktrisiken einzuschätzen, und welche Mittel er einsetzt, um diese Risiken zu begrenzen. Dazu braucht es sehr viel Erfahrung und Spezialwissen über die jeweiligen Sektoren oder Länder, insbesondere in Bezug auf den Leerverlauf von Aktien." (07.09.2018/fc/n/s)