Erfolgsbilanz: Diese Fondsanbieter sammelten 2017 das meiste Geld ein - Fondsnews


06.02.18 14:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Das kann sich sehen lassen: Die deutsche Fondsbranche sammelte 2017 in Summe 160 Milliarden Euro ein, so die Experten von "FONDS professionell".

Davon seien auf offene Publikumsfonds 71,8 Milliarden Euro entfallen, auf offene Spezialfonds 63,5 Milliarden Euro. Das habe zu zwei Rekordmarken geführt: "Erstmals übertraf das insgesamt verwaltete Vermögen die Marke von drei Billionen Euro und die von einer Billion Euro bei Publikumsfonds. Zudem erzielten Fonds ihr zweitbestes Absatzjahr überhaupt", sage Tobias Pross, Präsident des deutschen Fondsverbandes BVI auf der Jahrespressekonferenz.

Allerdings hätten nicht alle Gesellschaften von der exzellenten Gesamtentwicklung profitiert. Laut BVI-Zahlen habe BNY Mellon Netto-Mittelabflüsse in Höhe von 2,88 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Der Grund liege auf der Hand: Die Service-KVG, die überwiegend Fonds von externen Managern auflege, habe im vergangenen September unter anderem den Abgang des nunmehr 2,5 Milliarden Euro schweren Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (ISIN DE000A0M8HD2/ WKN A0M8HD) verkraften müssen.

Bei AXA Investment Managers hätten Kunden Gelder in Höhe von 1,9 Milliarden Euro abgezogen. Der Abfluss habe eine ganze Reihe an Produkten betroffen, wie ein Blick auf die Einzelfondsstatistik zeige, unter anderem den 2,5 Milliarden Euro schweren AXA Rosenberg US Enhanced Index Equity Alpha Fund (ISIN IE0033609722/ WKN A0RB8A). Auch andere Gesellschaften wie Ethenea, Franklin Templeton und nicht zuletzt Fidelity hätten Federn lassen müssen.

Aufgeschlüsselt nach Produktkategorien habe sich im Vergleich zu 2016 nichts geändert: Mischfonds würden bei den Publikumsfonds zum fünften Mal in Folge die Absatzliste anführen. Sie hätten 29,5 Milliarden Euro neue Gelder eingesammelt. Hierbei hätten Produkte gestanden, die ausgewogen zu gleichen Teilen in Aktien und Anleihen anlegen würden und die auch als Sparplan beliebt seien, mit 17 Milliarden Euro erneut im Fokus. Reinrassigen Rentenfonds seien netto 20,7 Milliarden Euro zugeflossen. Auch geldmarktnahe Produkte und Fonds mit Schwerpunkt auf Anleihen aus Schwellenländern hätten sich über Zuflüsse freuen können.

Weniger auf Vermögenserhalt, aber umso mehr an inflationsbereinigten Renditechancen interessierte Anleger hätten besonders markante Fußabdrücke in der BVI-Statistik hinterlassen: Reine Aktienfonds hätten ein Neugeschäft von 18,2 Milliarden Euro erzielt. Davon würden 14 Milliarden Euro auf Aktien-ETFs und 4,2 Milliarden Euro auf aktiv gemanagte Fonds entfallen. Aktienportfolios seien mit 394 Milliarden Euro - davon 283 Milliarden Euro in aktiv gemanagten Fonds und 111 Milliarden Euro in Aktien-ETFs - aber weiterhin die volumengrößte Gruppe der Publikumsfonds.

In der Absatzstatistik für das Jahr 2017 hätten erstmals auch die geschlossenen Publikums- und Spezialfonds Beachtung gefunden: Sie hätten netto 2,9 Milliarden Euro eingesammelt.

So viel Geld hätten die fünf erfolgreichsten Asset Manager 2017 mit Publikumsfonds in Deutschland eingesammelt:

Platz 1: DWS
2016 absolut gesehen noch "rote Schlusslaterne", 2017 dann wieder obenauf: Der Deutschen Asset Management - künftig wieder DWS - seien im vergangenen Jahr unter dem Strich mehr als 18,8 Milliarden Euro an neuen Kundengeldern zugeflossen. Damit habe die Fondsgesellschaft, die bald an die Börse geführt werden solle, die Mittelabflüsse von 12,5 Milliarden Euro im Jahr 2016 wieder vergessen gemacht.

Platz 2: Allianz Global Investors
Die Allianz-Tochter sei mit 16,7 Milliarden Euro an frischem Geld auf den zweiten Platz gekommen. 2016 habe der Vermögensverwalter "nur" 4,4 Milliarden Euro absetzen können.

Platz 3: Union Investment
Hans Joachim Reinke, Vorstandschef von Union Investment, habe das Spitzenergebnis des Asset Managers der Genossenschaftsbanken von 2016 sogar noch verbessern können: Aus 9,7 Milliarden Euro seien 2017 laut BVI-Zahlen sogar 12,8 Milliarden Euro an Nettomittelzuflüssen geworden. Dennoch habe es dank der nicht minder zugstarken Konkurrenz diesmal nur für Platz drei gereicht.

Platz 4: Flossbach von Storch
Der unabhängige Vermögensverwalter, der kürzlich auf dem "FONDS professionell" KONGRESS auch mit einem Preis für seine Service-Qualität ausgezeichnet worden sei, habe Anleger dazu bewegen können, in Summe 4,4 Milliarden Euro in seine Publikumsfonds zu investieren. Im letzten Monat des vergangenen Jahres seien es 211 Millionen Euro gewesen, nachdem die Kölner im November Mittelabflüsse habe melden müssen. Damit sei die Gesellschaft im zweiten Jahr in Folge unter den fünf Absatzspitzenreitern gelandet.

Platz 5: Deka
Der Fondsmanager der Sparkassen habe mehr als 4,1 Milliarden Euro eingesammelt. Davon alleine 689 Millionen im Dezember 2017. Im Vorjahr 206 seien es 2,7 Milliarden Euro gewesen. (06.02.2018/fc/n/s)





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