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Diese Grafik sagt alles zum Fondsspar-Boom fernab der Online-Broker - Fondsnews


01.09.21 10:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Über das enorme Wachstum kostengünstiger ETF-Sparpläne wurde in jüngster Vergangenheit viel berichtet, so die Experten von "FONDS professionell".

Zahlen von Deka und Union Investment würden aber belegen, dass auch das Filial-Publikum immer stärker auf das ratierliche Anlegen setze.

Die Zahl der Fondssparpläne, die Deka und Union Investment für die Kunden der Sparkassen respektive der Volks- und Raiffeisenbanken betreuen würden, habe sich auf Sicht von fünf Jahren mehr als verdoppelt. Das gehe aus Daten der beiden Wertpapierdienstleister hervor, die FONDS professionell ONLINE ausgewertet habe.

Demnach habe die Deka Mitte dieses Jahres 4,9 Millionen Sparpläne für Kunden der Sparkassen verwaltet - ohne Verträge für Riesterpolicen oder Vermögenswirksame Leistungen. Das entspreche einer Steigerung um 113 Prozent im Vergleich zum Jahresende 2016. Bei Union Investment liege das Plus in diesem Zeitraum sogar bei 133 Prozent: Ende Dezember 2016 habe der genossenschaftliche Asset Manager noch 1,5 Millionen Fondssparpläne von Privatkunden betreut, mittlerweile seien es 3,5 Millionen.

* Privatkundengeschäft ohne VL- und Riesterverträge; Quelle: Unternehmen; Grafik: FONDS professionell

Die Zahl von insgesamt rund 8,4 Millionen Sparplänen bei den beiden zentralen Dienstleistern der größten deutschen Finanzgruppen zeige, dass der Trend zum ratierlichen Fondssparen tatsächlich in der Breite angekommen sei - und nicht auf ein internetaffines, junges Publikum beschränkt bleibe, das immer häufiger via Online-Broker auf ETF-Sparpläne setze. "Das Wertpapiersparen hat das klassische Sparen abgelöst", habe es Deka-Vertriebsvorstand Torsten Knapmeyer jüngst im Interview mit "FONDS professionell" formuliert.

Der Markt für ETF-Sparpläne sei trotz des Booms der vergangenen Jahre noch deutlich kleiner als das, was alleine Deka und Union Investment vorrangig im Filialgeschäft abwickeln würden: Der Branchendienst "Extra ETF" habe Ende Juli bei 15 Banken und Online-Brokern knapp drei Millionen ETF-Sparpläne gezählt. Das Wachstum dieses Geschäft falle aber deutlich größer aus als das im herkömmlichen Geschäft: Ende 2020 habe es laut der Markterhebung nur zwei Millionen ETF-Sparpläne gegeben, und ein Jahr zuvor seien es erst 1,3 Millionen gewesen.

Der Boom dürfte anhalten: "Extra ETF" und der Asset Manager BlackRock würden in einer gemeinsamen Analyse mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 35 Prozent bis 2025 rechnen. (01.09.2021/fc/n/s)