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Deutsche und Italiener sind Europas eifrigste Fondskäufer - Fondsnews


09.09.21 10:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Über die Hälfte des Fondsvermögens in der Europäischen Union, das von Privatanlegern gehalten wird, stammt aus Investments von Einwohnern Deutschlands und Italiens, so die Experten von "FONDS professionell".

Auf eine entsprechende Statistik der Europäischen Zentralbank (EZB) mache der deutsche Branchenverband BVI aufmerksam.

Der EZB zufolge hätten private und institutionelle Anleger in der EU und in England insgesamt 13,6 Billionen Euro in Investmentfonds angelegt. Deutschland sei laut BVI mit einem Vermögen von 3,2 Billionen Euro der größte Markt für OGAWs und AIFs. Das entspreche einem Anteil von 23 Prozent. Auf England und Frankreich würden jeweils 14 Prozent entfallen, auf die Niederlande zehn und auf Italien neun Prozent.

Aus den Zahlen der Zentralbank gehe dem BVI zufolge weiter hervor, dass drei Viertel des Fondsvermögens in der EU auf institutionelle Investoren wie Altersvorsorgeeinrichtungen und Versicherer entfallen würden. Das von Privatanlegern direkt gehaltene Fondsvermögen betrage drei Billionen Euro. Davon würden 830 Milliarden Euro aus Deutschland stammen, 690 Milliarden Euro aus Italien, 350 Milliarden Euro aus Spanien und 300 Milliarden Euro aus Frankreich.

Die Attraktivität des deutschen und italienischen Absatzmarktes für ausländische Anbieter werde beim Blick auf das grenzüberschreitende Geschäft noch deutlicher, berichte der BVI. Von dem im Ausland aufgelegten Fondsvermögen im Besitz von Privatanlegern (1,3 Billionen Euro) würden dem Verband zufolge insgesamt 68 Prozent auf Deutschland und Italien entfallen.

Die EZB-Statistik berücksichtige ausschließlich das von Anlegern in der EU und in England gehaltene Fondsvermögen. Sie basiere auf Meldungen der depotführenden Stellen und Fondsgesellschaften an die Notenbanken. "Zwar verwalten die in Europa aufgelegten Fonds ein Vermögen von insgesamt 19 Billionen Euro. Davon entfallen aber über fünf Billionen Euro auf insbesondere in Luxemburg oder in Irland aufgelegte Fonds, die in anderen Regionen der Welt - zum Beispiel in Asien - verkauft werden", so der BVI. (09.09.2021/fc/n/s)