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Deka stellt Riester-Neugeschäft komplett ein - Fondsnews


11.01.22 11:15
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Wie das Wertpapierhaus der Sparkassen mitteilt, stellt die Deka ihr Neugeschäft mit fondsgebundenen Riester-Sparplänen zum 1. Juni vollständig ein, so die Experten von "FONDS professionell".

"Grund für den Ausstieg ist die bestehende Beitragsgarantie, die es für Sparer im aktuellen Niedrigzinsumfeld immer schwerer macht, auf eingezahlte Beträge eine Rendite zu erzielen", heiße es in einer Pressemitteilung.

Konkret betroffen sei der Fonds-Riester namens "Deka-Zukunftsplan" in den Varianten "Classic" und "Select". Schon im Herbst vergangenen Jahres habe die Deka für diese Produkte die Vertriebsunterstützung auslaufen lassen. Das Neugeschäft mit der "Deka-Bonusrente" sei bereits zum August 2017 eingestellt worden. Die Deka betone jedoch, bestehende Verträge würden unverändert weitergeführt.

"Gerade bei langfristigen Anlagezielen wie der Altersvorsorge ist es wichtig, Chancen am Kapitalmarkt zu nutzen, um später davon zu profitieren", sage Frank Kalter, Leiter Vertriebsmanagement und Marketing bei der Deka. Künftig werde sich der Anbieter daher auf garantiefreie Lösungen wie Fondssparpläne konzentrieren. Eigenen Angaben zufolge betreue die Deka aktuell mehr als sechs Millionen Wertpapiersparpläne. "Ziel ist es, unseren Kunden in Zeiten niedriger Zinsen und anziehender Inflation transparente und flexible Vorsorgelösungen zu bieten", so Kalter.

Sein Arbeitgeber hoffe darauf, dass die neue Ampel-Koalition künftig private Anlageprodukte ohne Beitragsgarantie fördere. "Gerade Sparer mit geringen Einkommen würden davon profitieren", sage Kalter. So hätten sie die Chance, die Vorsorgelücke einfacher als heute zu schließen.

Der Fondsmanager des Sparkassenlagers folge mit seinem Riester-Stopp anderen Anbietern: Die DWS habe im Juli 2021 das Riester-Neugeschäft eingestellt, die Sutor Bank schon im Mai. Auch einige Versicherer wie die LVM und die Stuttgarter hätten das Geschäft aufgegeben. Union Investment habe das Angebot zwar nicht komplett aufgegeben, aber die Mindestlaufzeit der Verträge verlängert, um so die Chancen auf eine halbwegs ordentliche Rendite zu wahren. (11.01.2022/fc/n/s)