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Bestseller oder Flop? Diese Fondsgruppen sind wahre Geldmagneten - Fondsnews


05.02.18 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - "FONDS professionell ONLINE" hat wieder nachgerechnet, wie sich die Mittelaufkommen ausgewählter Fondsgruppen im Jahresvergleich entwickelt haben.

Die Fondsbranche habe allen Grund zum Jubeln: Denn laut der Mittelzu- und Abfluss-Statistik von Mountain View blicke der Wirtschaftszweig auf ein absolutes Rekordjahr zurück. Demnach hätten die Fondshäuser im deutschsprachigen Raum im abgelaufenen Jahr knapp 286 Milliarden Euro eingesammelt - das seien laut dieser Erhebung die mit Abstand höchsten Zuflüsse seit 2008, solange würden die Daten des Kärntner Anbieters zurückreichen. Bislang habe das Jahr 2014 als Rekordhalter in Sachen Mittelzuflüsse gegolten. Damals hätten Anleger den einzelnen Fondsgruppen insgesamt 113 Milliarden Euro anvertraut.

Doch wo Rekorde gefeiert würden, da seien skeptische Stimmen nicht weit. So habe etwa Frank Fischer, Vorstand von Shareholder Value Management, auf dem "FONDS professionell" KONGRESS 2018 in Mannheim gemeint, dass ein Ende der Börsenrally nahe und gleich Tipps mit auf den Weg gegeben, wie sich Fondsprofis darauf vorbereiten könnten.

"FONDS professionell ONLINE" habe den neuen Spitzenwert jedenfalls zum Anlass genommen und sich angesehen, wie sich die wichtigsten Fondskategorien seit Jahresbeginn entwickelt hätten.

Verkaufsschlager oder Ladenhüter? So hätten sich diverse Fondsgruppen in den vergangenen sechs Monaten entwickelt:

Aktienfonds Emerging Markets:

Schwellenländer-Aktienfonds seien mit Mittelzuflüssen von über 3,2 Milliarden Euro hervorragend ins neue Jahr gestartet. Auch wenn die Fondsgruppe in den vergangenen Jahren im Januar jeweils Abflüsse verzeichnet habe, seit 2016 habe sich das Blatt für Schwellenländer-Aktienfonds im Jahresverlauf gewendet. Insgesamt seien der Fondskategorie seit 2016 nämlich über 20 Milliarden Euro zugeflossen.

Aktienfonds Japan

Japanische Aktienfonds seien 2017 von Anlegern noch gemieden worden. Damals hätten Investoren 681 Millionen Euro aus den Portfolios abgezogen. Seit 2017 würden Anleger der Fondskategorie aber wieder Gelder anvertrauen. Auch der Jahresstart sei für sie rekordverdächtig verlaufen.

Aktienfonds Euroland

Euroland-Aktienfonds hätten im abgelaufenen Jahr mit Mittelzuflüssen von knapp 6 Milliarden Euro ein regelrechtes Rekordjahr gefeiert. Das habe sich im Januar 2017 allerdings noch nicht angekündigt. Anleger hätten damals noch 140 Millionen Euro aus der Anlageklasse abgezogen. Der Start ins neue Jahr sei aber auch hier so gut wie noch nie verlaufen.

Aktienfonds Europa

Europa-Aktienfonds hätten Anfang 2017 noch Abflüsse von 2,3 Milliarden Euro hinnehmen müssen, im Jahresverlauf hätten Anleger dann - wohlauch aus Furcht vor dem Brexit - 560 Millionen Euro aus den Portfolios abgezogen. In diesem Jahr hätten europäische Aktienfonds immerhin ein Mittelaufkommen von 980 Millionen Euro verzeichnet.

Aktienfonds Nordamerika

Seit 2015 hätten Investoren über 42 Milliarden Euro aus nordamerikanischen Aktienfonds abgezogen. Zwar habe es Anfang 2017 noch so ausgesehen, als würde die Fondsklasse eventuell die Trendwende zum Besseren schaffen, allerdings würden die Portfolios auch das abgelaufene Jahr mit einem Minus von knapp 12 Milliarden Euro beenden. In diesem Jahr habe die Fondsklasse im Januar ein mageres Plus von 369 Millionen Euro verzeichnet.

Aktienfonds global

Auch globale Aktienfonds hätten mit einem Mittelaufkommen von 17,5 Milliarden Euro 2017 ein absolutes Rekordjahr verzeichnet. Das habe sich schon zu Jahresbeginn angekündigt, als Anleger der Fondsgruppe 4,1 Milliarden Euro anvertraut hätten. In diesem Jahr sei das Plus mit 4,48 Milliarden Euro noch höher ausgefallen.

Aktienfonds gesamt

Insgesamt hätten Aktienfonds 2017 nach zwei mageren Jahren gut beendet. Insgesamt 21 Milliarden Euro hätten Anleger in diese Fondskategorie gesteckt. Das neue Jahr könnte ein absolutes Rekordjahr werden: Investoren hätten 15,1 Milliarden Euro in Aktienfonds gesteckt.

Anleihenfonds Unternehmen

Unternehmensanleihenfonds hätten zu Jahresbeginn Abflüsse in Höhe von 168 Millionen Euro verzeichnet. Im Jahresvergleich würden Unternehmensanleihenfonds damit deutlich schlechter ins neue Jahr starten. 2017 seien 1,3 Milliarden Euro an Unternehmensanleihenfonds eingekauft worden.

Anleihenfonds gemischt

Gemischte Anleihenfonds würden auf ein äußerst erfolgreiches Jahr zurückblicken. 98 Milliarden Euro seien im Vorjahr in diese Fondskategorie geflossen. Das habe sich schon im Januar abgezeichnet, als Anleger 4,3 Milliarden Euro in die Portfolios gesteckt hätten. Im Januar 2018 seien der Fondsgruppe allerdings 1,4 Milliarden Euro abgeflossen.

Anleihenfonds gesamt

Auf ein absolutes Rekordjahr würden auch Anleihenfonds zurückblicken. 120 Milliarden Euro seien in diese Fondskategorie geflossen. Auch hier zeige sich ein ähnliches Bild wie bei den gemischten Anleihenfonds: Zu Jahresbeginn 2017 seien bereits 6,6 Milliarden Euro in Anleihenfonds investiert worden. Das aktuelle Jahr sei für Anleihenfonds mit Minus von 65 Millionen Euro eher zurückhaltend gestartet.

Mischfonds

Es habe nicht viele Monate gegeben, in denen Anleger Gelder in den letzten Jahren aus Mischfonds abgezogen hätten. Der Januar 2016 habe dazu gezählt. Davon abgesehen seien in Mischfonds seit 2013 satte 216 Milliarden Euro geflossen. Auch im Januar 2018 hätten Anleger bei den gemischten Portfolios kräftig zugegriffen. (News vom 02.02.2018) (05.02.2018/fc/n/s)