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Anleger ziehen erneut Geld von Janus Henderson ab - Fondsnews


07.02.18 10:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der vereinte Asset Manager Janus Henderson hat im vergangenen Jahr Umsatz, Gewinn und verwaltetes Vermögen steigern können, so die Experten von "FONDS professionell".

Allerdings trübe ein Punkt die erste Jahresbilanz der frisch vermählten Fondshäuser: Unter dem Strich hätten Anleger 10,2 Milliarden US-Dollar von der Gesellschaft abgezogen. Nach zum Teil deutlichen Mittelabflüssen über mehrere Quartale habe das Haus im dritten Quartal 700 Millionen Dollar an Nettoneugeld verbuchen können.

In den letzten drei Monaten des Jahres habe das Bild aber wieder gedreht: Investoren hätten fast drei Milliarden Dollar abgezogen. Vor allem das quantitative Segment, aber auch Aktienportfolios wie auch alternative Investments hätten Abzüge verbucht. Der Absatz sei hingegen im Bondbereich gestiegen.

"Trotz der Abflüsse 2017 unterstützen uns unsere Kunden weltweit, und viele halten uns die Treue", habe Andrew Formica, einer der beiden Vorstandsvorsitzenden des Hauses gesagt. Co-Chef Dick Weil habe ergänzt: "Unsere Investmentperformance ist stark, was die Qualität unserer Anlageteams untermauert." Dank der Marktentwicklung sei das verwaltete Vermögen über das Jahr 2017 von 320 auf rund 370 Milliarden Dollar gestiegen.

Demgegenüber habe Janus Henderson sowohl Umsatz wie auch Gewinn gegenüber dem Vorjahr gesteigert, verglichen mit den zusammengezählten Einzelergebnissen der Gesellschaften. Im Schlussquartal habe das Haus zudem noch von der US-Steuerreform profitiert. Eine Gutschrift in Höhe von 340 Millionen Dollar habe den Reingewinn beflügelt, der von 189 auf 656 Millionen Dollar geklettert sei. Auch um Fusionskosten und -effekte bereinigt seien Umsatz und Gewinn gestiegen.

Das britisch-australische Fondshaus Henderson und der US-Anbieter Janus Capital, seines Zeichens Arbeitgeber des ehemaligen PIMCO-Starmanagers Bill Gross, hätten im Oktober 2016 ihre Elefantenhochzeit angekündigt. Der Zusammenschluss solle Kosten senken und mehr Schlagkraft im Wettbewerb verleihen. Ende Mai 2017 sei die Fusion vollzogen worden. (News vom 06.02.2018) (07.02.2018/fc/n/s)