Analyst: Vorsicht bei Fonds-Rankings! - Fondsnews


12.01.22 13:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Gewinner-Fonds eins Börsenjahres zählen längst nicht immer zu den Top-Performern des Folgejahres. Deshalb sollten Investoren Fonds-Rankings, wie sie häufig zum Jahreswechsel erscheinen, mit Vorsicht genießen, so die Experten von "FONDS professionell".

Dazu mahne Analyst Ali Masarwah von der Plattform Envestor. "Kaum jemand erwischt a priori die Fonds oder ETFs, die zwölf Monate später die Performance-Rennlisten anführen", erläutere der Experte, der zuvor beim Fondsanalysehaus Morningstar gearbeitet habe.

Denn häufig würden die Überflieger eines Börsenjahres aus Nischensegmenten entstammen. Eine Wiederholung der Kursrally in einem Jahr erscheine im Folgejahr längst nicht gesichert. So führe für 2021 ausgerechnet der Uran-Aktienfonds Uranium Resources (ISIN LI0224072749 / WKN A2P0S6) mit einem Plus von gut 90 Prozent die Rangliste an, erkläre Masarwah. Daneben würden sich exotische Regionen wie Vietnam oder Indien sowie weitere Rohstoff- und Energiefonds in die Spitzengruppe einreihen. Dass gerade klassische Energie-Aktien einen Aufwind erfahren hätten, erscheine angesichts der Rally des Ölpreises wenig verwunderlich. Ein ähnlich exorbitanter Anstieg wie 2021 sei für 2022 aber wohl kaum zu erwarten, meine der Analyst.

"Die Gewinner der Vergangenheit erleiden häufig in der Zukunft Schiffbruch", resümiere Masarwah und verweise auf die Gewinnerfonds des Jahres 2020. Damals hätten Umweltfonds stark im Fokus gestanden. "Manche dieser Fonds durchlebten 2021 ein tiefes Tal der Tränen, mit Verlusten von zwischen sieben und gut 18 Prozent", ergänze der Envestor-Experte. Allerdings gebe es auch Ausnahmen. Manche Fonds würden nicht nur über ein, sondern auch über zwei, drei oder mehr Jahre spektakuläre Renditen erzielen.

Masarwah verweise hierfür auf den Structured Solutions Next Generation Resources Fund. Dieser investiere in Unternehmen, die Rohstoffe wie Lithium, Kobalt oder Grafit produzieren würden. Diese würden etwa bei der Herstellung von Elektrofahrzeugen benötigt. Dennoch mahne der Fondskenner abschließend: "Je höher die Kurse steigen, desto stärker wird auch die Rückschlagsgefahr. Und keiner kann sagen, wann ein Markt reif für eine Korrektur ist." (News vom 11.01.2022) (12.01.2022/fc/n/s)





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