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Amundi übertrifft selbst gesteckte Ziele - Fondsnews


09.02.18 14:12
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der französische Fondsanbieter Amundi habe alle beim Börsengang 2015 angekündigten Ziele erfüllt, teilte das Unternehmen bei der Präsentation der Jahreszahlen für 2017 mit, so die Experten von "FONDS professionell".

So habe das Haus 2016 und 2017 131 Milliarden Euro bei Anlegern eingesammelt. Beim Gang aufs Parkett im November 2015 hätten die Franzosen einen Absatz von 120 Milliarden Euro über drei Jahre angekündigt. Zudem habe man die Kosten im Griff, die Profitabilität sei erhöht und die Dividende gesteigert worden.

Ein Teil des Wachstums beim verwalteten Vermögen und dem Nettomittelaufkommen entspringe aber auch der Übernahme des Asset Managers Pioneer. Amundi habe den Kauf des italienischen Hauses im Juli 2017 abgeschlossen. Somit sei der größte börsennotierte Asset Manager Europas entstanden. Das Haus habe per Ende vergangenen Jahres ein Vermögen von 1,4 Billionen Euro verwaltet.

Die gesteigerte Profitabilität des vereinten Hauses gehe hingegen eher auf den französischen Firmenteil zurück. So weise Amundi für 2017 einen Gewinn nach Steuern von 769 Millionen Euro aus - das seien 35 Prozent mehr als im Vorjahr. Ziehe man die Kosten für die Integration von Pioneer ab, bleibe ein Nettogewinn von 681 Millionen Euro, immerhin noch gut 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei dieser Betrachtung würden die Pioneer-Daten erst ab der Übernahme im Sommer mit einfließen.

Blicke man hingegen auf die kombinierten Zahlen von Amundi und Pioneer für das gesamte Jahr 2017, so sei der Nettogewinn nach Abzug der Integrationskosten um nicht einmal ein Prozent auf 800 Millionen Euro geklettert.

Nach wie vor sei Frankreich ein wichtiger Absatzmarkt. Amundi und Pioneer hätten zusammengenommen 2017 hier fast 20 Milliarden an frischem Geld eingesammelt. Im restlichen Europa habe der Asset Manager fast 23 Milliarden abgesetzt. Das höchste Nettomittelaufkommen stamme aber aus Asien mit 23,6 Milliarden Euro.

Wegen des guten Geschäftsverlaufs setze sich das Management bis 2020 ehrgeizige Ziele. Das Haus peile einen Nettoabsatz von insgesamt 150 Milliarden Euro in den drei Jahren an. Dabei solle das Verhältnis von Aufwand zum Ertrag (Cost-Income-Ratio) unter der Marke von 53 Prozent liegen. Zudem solle der adjustierte Nettogewinn bis 2020 um 7 Prozent pro Jahr wachsen. Amundi wolle dabei aber in Innovationen investieren sowie sein Angebot als Service-Gesellschaft ausbauen und etwa IT-Dienste für andere Anbieter bereitstellen. (09.02.2018/fc/n/s)