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Aktuelle Studie unterstreicht steigende Bedeutung der ESG-Kriterien in Smart-Beta-Strategien


04.09.18 15:00
Aberdeen Standard Investment

London (www.fondscheck.de) - Aberdeen Standard Investments, Sustainalytics, ein führender Anbieter von ESG-Research und Ratings, und die Smith School of Enterprise and the Environment der University of Oxford zeigen in einer neuen Studie die wachsende Bedeutung von Smart-Beta-Strategien und ESG-Kriterien für Anleger auf, so die Experten von Aberdeen Standard Investments.

Gleichzeitig habe die Studie aber ergeben, dass die ESG-Kriterien in Smart Beta-Strategien noch nicht ausreichend berücksichtigt würden.

Die Befragung von 85 Kunden von Aberdeen Standard Investments und Sustainalytics habe ergeben, dass mehr als die Hälfte (54 Prozent) bei ihren Anlagen Smart-Beta-Strategien einsetze und gut zwei Drittel (76 Prozent) bei der Erteilung von Verwaltungsaufträgen ESG-Kriterien berücksichtigen würden. Aber nur 24 Prozent der befragten Anleger würden derzeit eine Smart-Beta-Strategie in Kombination mit ESG-Kriterien nutzen.

Der Studie zufolge würden Investoren hauptsächlich drei Techniken verwenden, um Smart-Beta und ESG zu kombinieren.

Erstens würden sie Ausschlusskriterien einsetzen, d.h. sie würden beispielsweise Unternehmen aus ihren Smart-Beta-Strategien ausschließen, die in den Bereichen Tabak oder geächtete Waffen aktiv seien. Knapp zwei Drittel (62%) der Smart-Beta-ESG-Strategien würden diese Technik verwenden.

Zweitens würden Anleger finanziell relevante ESG-Messgrößen kombinieren, etwa Umwelt-, Kohlendioxid- und Corporate-Governance-Indikatoren mit traditionellen Faktor-Strategien. Auf diese Methode entfalle etwas weniger als ein Drittel (31 Prozent) der untersuchten Smart-Beta-ESG-Strategien.

Die verbleibenden 8 Prozent der Anleger würden drittens ESG-Daten und Smart-Beta-Strategien verknüpfen, indem sie beispielsweise Unternehmen ausschließen würden, die am deutlichsten zum Klimawandel beitragen würden.

Boyan Filev, Co-Head of Quantitative Equities bei Aberdeen Standard Investments, kommentiere: "Die Studie gibt einen Überblick, wie die relativ jungen Anlagestrategien in den Bereichen Smart-Beta und ESG zusammenfinden. Dabei hat sich gezeigt, dass noch nicht genügend Research über die Schnittpunkte der beiden Trends vorliegt. Ich bin jedoch überzeugt, dass es als Vermögensverwalter immer wichtiger werden wird, Smart Beta mit ESG zu kombinieren, da beide Konzepte bei den Anlegern immer beliebter werden."

Doug Morrow, Director of Thematic Research bei Sustainalytics und einer der Verfasser des Berichts, ergänze: "Obwohl Smart-Beta-ESG-Strategien noch in den Kinderschuhen stecken, ergeben unsere Gespräche mit Anlegern, dass hinter den Kulissen bereits umfassendes quantitatives Research durchgeführt wird. Dieses dürfte künftig als Katalysator dienen, dass ESG-Kriterien in Smart-Beta-Strategien als Standard berücksichtigt werden."

Die Studie befasse sich nicht nur damit, wie Anleger Smart-Beta-Techniken nutzen würden, sondern analysiere auch die Gründe, warum Investoren auf Smart Beta setzen würden. Beinahe zwei Drittel (62 Prozent) der Smart-Beta-Anleger hätten gemeint, Smart Beta biete ein vielversprechendes Risiko-Rendite-Profil im Vergleich zu aktivem bzw. herkömmlichem passivem Management. Die günstige Kostenstruktur von Smart Beta sei von etwas mehr als der Hälfte (52 Prozent) der Befragten hervorgehoben worden.

Den 85 Teilnehmern an der Befragung, die aus 21 Ländern stammen würden, würden Kollektivanlagevermögen von insgesamt GBP 5,8 Billionen gehören. Der Großteil der Befragten seien private und öffentliche Pensionskassen, gefolgt von Vermögensverwaltern. Die Gespräche seien zwischen Dezember 2017 und März 2018 geführt worden.

Der vollständige Bericht könne unter dem nachstehenden Link eingesehen werden: http://www.smarter-beta.com/en/smarterbeta/smart-beta-insights (04.09.2018/fc/n/s)