US-Treasuries Renditen weiter gestiegen
06.09.10 11:13
HSH Nordbank AG
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Nachdem in den beiden Vortagen aufgrund zunehmender Risikoneigung der Investoren schon die Renditen der Treasuries nach oben geklettert waren, sorgte der US-Arbeitsmarktbericht für August am Freitag für einen weiteren Renditeanstieg, so die Analysten der HSH Nordbank AG.
10-jährige T-Notes seien um 8 Bp gestiegen und würden jetzt wieder bei 2,70% notieren, während das kurze Ende der Kurve allerdings kaum unter Druck geraten sei. Der Stellenabbau außerhalb der Landwirtschaft sei mit 54 Tsd. deutlich weniger stark ausgefallen als es erwartet worden sei - darüber hinaus seien die Vormonate wesentlich besser bewertet worden. Das geringere Minus resultiere zum einen aus dem niedrigeren Stellenabbau im Staatssektor - die im Rahmen der Volkszählung aufgebauten Stellen würden wieder zurückgeführt - sowie aus einem höheren Beschäftigungsaufbau im Privatsektor (67 Tsd., nach revidiert höheren 107 Tsd.). Allerdings habe der Arbeitsmarktbericht auch durchaus Wermutstropfen beinhaltet.
Die Arbeitslosenquote, die auf einer separaten Befragung fuße, sei mit 9,6% wieder leicht angestiegen. Außerdem reiche der Stellenaufbau im Privatsektor noch nicht einmal aus, um die monatlich netto neu auf den Markt strömenden Arbeitskräfte unterzubringen. Entsprechend ändere sich mit der Veröffentlichung der Zahlen nichts an der Einschätzung, dass sich der US-Arbeitsmarkt zwar erhole; die Belebung aber zu langsam ablaufe, um der Wirtschaft die dringend notwendigen Impulse zu verleihen.
Auch an der Positionierung der FED dürfte sich nichts ändern: Sie werde die Konjunktur- und Deflationsrisiken weiterhin genauestens beobachten. Nach der Einschätzung des Präsidenten der FED von Atlanta Lockhart (nicht-stimmberechtigt) habe die Notenbank jedoch mit dem erneuten Ankauf von Treasuries noch keinen Politikwechsel vollzogen, die Märkte hätten auf die Entscheidung übertrieben reagiert. Der ISM-Index für den Dienstleistungssektor sei mit einem deutlichen Rückgang hinter den Erwartungen zurückgeblieben und behaupte sich nun nur noch knapp im expansiven Bereich - für allzu große Euphorie sei also kein Raum gewesen.
Nach den Highlights am Freitag sei heute in den USA Labor Day, so dass dort die Woche erst morgen so richtig beginne. (06.09.2010/ac/a/m)
10-jährige T-Notes seien um 8 Bp gestiegen und würden jetzt wieder bei 2,70% notieren, während das kurze Ende der Kurve allerdings kaum unter Druck geraten sei. Der Stellenabbau außerhalb der Landwirtschaft sei mit 54 Tsd. deutlich weniger stark ausgefallen als es erwartet worden sei - darüber hinaus seien die Vormonate wesentlich besser bewertet worden. Das geringere Minus resultiere zum einen aus dem niedrigeren Stellenabbau im Staatssektor - die im Rahmen der Volkszählung aufgebauten Stellen würden wieder zurückgeführt - sowie aus einem höheren Beschäftigungsaufbau im Privatsektor (67 Tsd., nach revidiert höheren 107 Tsd.). Allerdings habe der Arbeitsmarktbericht auch durchaus Wermutstropfen beinhaltet.
Auch an der Positionierung der FED dürfte sich nichts ändern: Sie werde die Konjunktur- und Deflationsrisiken weiterhin genauestens beobachten. Nach der Einschätzung des Präsidenten der FED von Atlanta Lockhart (nicht-stimmberechtigt) habe die Notenbank jedoch mit dem erneuten Ankauf von Treasuries noch keinen Politikwechsel vollzogen, die Märkte hätten auf die Entscheidung übertrieben reagiert. Der ISM-Index für den Dienstleistungssektor sei mit einem deutlichen Rückgang hinter den Erwartungen zurückgeblieben und behaupte sich nun nur noch knapp im expansiven Bereich - für allzu große Euphorie sei also kein Raum gewesen.
Nach den Highlights am Freitag sei heute in den USA Labor Day, so dass dort die Woche erst morgen so richtig beginne. (06.09.2010/ac/a/m)
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