US-Treasuries Renditen auf Talfahrt
02.09.10 11:11
HSH Nordbank AG
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Das war doch mal eine gute Nachricht: Dem US-Industriesektor geht es offensichtlich gar nicht so schlecht, wie die Meldungen der letzten Wochen suggerieren wollten, so die Analysten der HSH Nordbank AG.
Gemäß ISM-Umfrage deute alles auf eine leichte Beschleunigung des Wachstums im Verarbeitenden Gewerbe hin. Sowohl die Beschäftigungs- als auch die Preiskomponente seien überraschenderweise gestiegen. Also doch keine Doppelrezession, hätten sich die Anleger gedacht und die Kurse der US-Treasuries auf Talfahrt geschickt. Die zehnjährigen Renditen seien um ganze 10 BP gestiegen.
Den schwachen ADP-Arbeitsmarktdaten (Abbau der Beschäftigung im Privaten Sektor) und dem deutlichen Rückgang der Bauausgaben sei weniger Beachtung geschenkt worden. Das gehe in Ordnung, denn erstens sei der ADP-Report weit weniger aussagekräftig als die umfassenden Arbeitsmarktdaten, die morgen veröffentlicht würden. Und zweitens setze derzeit wohl niemand darauf, dass das US-Wachstum vonseiten des Bausektors wieder in Schwung gebracht werde.
Einen gewissen Anteil an dem gestrigen Renditeanstieg hätten möglicherweise auch die beiden FED-Mitglieder Plosser und Fisher (beide derzeit nicht stimmberechtigt), die übereinstimmend gesagt hätten, man solle nicht versuchen, durch eine weitere Lockerung der Geldpolitik den Arbeitsmarkt anzukurbeln. Deflation, so Plosser sinngemäß, sei derzeit kaum ein Risiko und man möge jetzt nicht durch voreilige geldpolitische Maßnahmen die Glaubwürdigkeit verspielen, die man im Fall der Fälle (wenn es doch zu Deflation kommen sollte) dringend benötigen würde. Kurz, diese beiden Notenbanker hätten einer weiteren quantitativen Lockerung eine Absage erteilt. (02.09.2010/ac/a/m)
Gemäß ISM-Umfrage deute alles auf eine leichte Beschleunigung des Wachstums im Verarbeitenden Gewerbe hin. Sowohl die Beschäftigungs- als auch die Preiskomponente seien überraschenderweise gestiegen. Also doch keine Doppelrezession, hätten sich die Anleger gedacht und die Kurse der US-Treasuries auf Talfahrt geschickt. Die zehnjährigen Renditen seien um ganze 10 BP gestiegen.
Den schwachen ADP-Arbeitsmarktdaten (Abbau der Beschäftigung im Privaten Sektor) und dem deutlichen Rückgang der Bauausgaben sei weniger Beachtung geschenkt worden. Das gehe in Ordnung, denn erstens sei der ADP-Report weit weniger aussagekräftig als die umfassenden Arbeitsmarktdaten, die morgen veröffentlicht würden. Und zweitens setze derzeit wohl niemand darauf, dass das US-Wachstum vonseiten des Bausektors wieder in Schwung gebracht werde.
Einen gewissen Anteil an dem gestrigen Renditeanstieg hätten möglicherweise auch die beiden FED-Mitglieder Plosser und Fisher (beide derzeit nicht stimmberechtigt), die übereinstimmend gesagt hätten, man solle nicht versuchen, durch eine weitere Lockerung der Geldpolitik den Arbeitsmarkt anzukurbeln. Deflation, so Plosser sinngemäß, sei derzeit kaum ein Risiko und man möge jetzt nicht durch voreilige geldpolitische Maßnahmen die Glaubwürdigkeit verspielen, die man im Fall der Fälle (wenn es doch zu Deflation kommen sollte) dringend benötigen würde. Kurz, diese beiden Notenbanker hätten einer weiteren quantitativen Lockerung eine Absage erteilt. (02.09.2010/ac/a/m)
Weitere Artikel
mehr >09.02.12, IG Markets
Deutscher Aktienmarkt gut gelaunt, weißer R [...]
09.02.12, Deutsche Börse AG
Auslandsaktien fast schon Frühlingsgefühle
09.02.12, Nord LB
EZB Draghi sieht Stabilisierung auf niedrigem [...]
09.02.12, Nord LB
Bank of England: Seid umschlungen, Millionen
09.02.12, UniCredit Research
Euro mit Rückenwind


