US-Arbeitsmarktzahlen besser als erwartet


03.09.10 17:08
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Insgesamt fielen die heute veröffentlichten US-Arbeitsmarktzahlen besser als erwartet aus, so die Analysten der Erste Bank.

Die Daten für August hätten weitgehend die Schätzungen des Marktes getroffen. Gleichzeitig seien aber die Zahlen für Juni und Juli revidiert worden, sodass die Beschäftigung um gut 123.000 Stellen weniger geschrumpft sei als ursprünglich ausgewiesen. Gut die Hälfte dieser Verbesserung sei aus dem privaten Bereich gekommen. Für August sei die Beschäftigung im privaten Bereich im Ausmaß von 67.000 etwas mehr gestiegen als die vom Markt geschätzten 40.000.

Die Beschäftigung im öffentlichen Bereich sei noch immer verfälscht durch die derzeit laufende Volkszählung und daher sei nur die Entwicklung im privaten Bereich aussagekräftig. Die Arbeitslosenrate sei marginal auf 9,6% gestiegen. Die durchschnittlichen Stundenlöhne hätten mit 0,3% gegenüber dem Vormonat deutlich stärker zugelegt als die vom Markt geschätzten 0,1%.

Die heutigen Daten würden sicherlich nicht auf eine Erholung am Arbeitsmarkt verweisen, eine Verschlechterung sei aber noch weniger zu erkennen. Somit komme von dieser Seite für die Konjunktur weder ein Impuls in die eine noch in die andere Richtung. Ein stabiler Arbeitsmarkt sollte aber reichen, um eine Rezession zu verhindern.

Dementsprechend hätten die Renditen von Staatsanleihen deutlich auf die heutige Veröffentlichung reagiert und seien von den extrem niedrigen Niveaus gestiegen. Zusammen mit dem diese Woche veröffentlichten ISM hätten die heutigen Arbeitsmarktdaten die Wahrscheinlichkeit einer Rezession deutlich verringert und würden wohl auch die Stimmung in der nächsten Woche bestimmen, da keine wichtigen US-Daten veröffentlicht würden. (03.09.2010/ac/a/m)




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