Fonds: Feinschliff am Depot


15.12.09 13:30
Börse Frankfurt

15. Dezember 2009. FRANKFURT (Börse Frankfurt). In Hinblick auf die Umsätze macht der Fondshandel an der Frankfurter Börse derzeit keine großen Sprünge. Dirk Schröder von der Baader Bank kommentiert das Geschehen: "Wir haben einige charttechnische Marken erreicht, große Überraschungen wird es dieses Jahr wohl nicht mehr geben". Ivo Orlemann vom ICF Kursmakler beobachtet dabei eine gewisse Nervosität der Anleger: "Die Leute haben ein ständiges Auge auf die internationalen Konjunkturdaten. So ganz trauen sie dem Braten nicht".

Nervenkitzel bei Schwellenländern

Überwiegend Verkäufe konnte Schröder diese Woche bei asiatischen Fonds beobachten. "Die Situation ist etwas knifflig. In der letzten Woche ging es ordentlich hin und her", meint der Spezialist. "Dubai hat sich auch da ausgewirkt." So trennten sich Anleger im größeren Stil von Anteilen des DWS Top 50 Asien (WKN 976976), der in Aktien von Unternehmen aus dem asiatischen und pazifischen Raum investiert und papieren des Robeco Chinese Equities (WKN A0CA01), der in chinesische Aktien anlegt.

Vereinzelt gekauft hätten Anleger den DWS China (WKN 565129). Der Fonds legt in Aktien chinesischer Unternehmen, auch aus Hong Kong an. Beliebt bei den Anlegern sei auch der SISF Emerging Asia (WKN A0BMNX) gewesen, berichtet Schröder.

Zwei größere Verkäufe kurz vor dem Wochenende meldet Orlemann, so gesehen bei dem in Schwellenländern engagierten Vitruvius Emerging Markets Equity (WKN 164362) und dem DWS Invest BRIC Plus (WKN A0DP7P), der vornehmlich in Brasilien, Russland, Indien und China anlegt. "Der Fonds ist schon im Tagesverlauf recht volatil, genau das Richtige als Risikobeimischung im Depot", bemerkt der Spezialist.

Interesse an erneuerbaren Energien

Nach beiden Seiten rege gehandelt wurde zum Wochenbeginn der auf alternative Energien fokussierte BGF New Energy Fund (WKN 630940). Der Fonds investiert weltweit in Aktienwerte von Unternehmen aus erneuerbaren Energien, alternativen Kraftstoffen und Antriebstechnik.

Deutsche und europäische Werte abgegeben bei vereinzelten Käufen

Verkäufe dominierten laut Schröder das Bild bei den europäischen und deutschen Fonds. Verkauft wurden der DJ Euro Stoxx 50 Werte führende Fidelity Funds - European Growth Fund (WKN 973270) und DWS-MERKUR-Fonds (WKN 849337), der große Standardwerte aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz im Portfolio führt. Ins Depot gelegt hätten sich einige Anleger den auf deutsche Standardwerte fokussierten cominvest Fondak P (WKN 847101).

Minenportfolios mit ausgeglichenem Handel

Nach Meinung des Spezialisten sollte der kontinuierlich steigende Goldpreis Anlagen, die auf die Förderung und Vermarktung des Edelmetalls setzen, für viele Anleger attraktiv machen. Bei den Minenwerten hielten sich in den vergangenen Handelstagen allerdings Käufe und Verkäufe die Waage, meldet Schröder. Verkäufe habe es beim Gold Equity Fund (WKN 757324) gegeben sowie beim relativ neu aufgelegten Earth Gold Fund UI (WKN A0Q2SD), der in Wertpapiere des Goldsektors anlegt.

Gesucht hätten die Anleger Anteile des DJE - Gold & Ressourcen (WKN 164323), der auf Aktien von Unternehmen setzt, die mit der Gewinnung, Verarbeitung und Vermarktung von Gold und primären Ressourcen beschäftigt sind. Weiterhin sei der Falcon Gold Equity Fund (WKN 972376) beliebt gewesen. Der Fonds investiert weltweit in Aktien, Wandel- und Optionsanleihen von Minenbetreibern.

Bewegung beim Immobilienfonds

Über rege Umsätze in beide Richtungen berichtet Orlemann beim wieder offenen TMW Immobilien Weltfonds (WKN A0DJ32). Der Fonds hatte am 11. Dezember die Rücknahme von Anteilsscheinen erneut aufgenommen.

© 15. Dezember 2009/Margarethe Dawo





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