Euro wenig verändert
27.08.10 11:26
Bremer Landesbank
Bremen (aktiencheck.de AG) - Der Euro eröffnete heute bei 1,2725 USD (07:45 Uhr), nachdem im gestrigen europäischen Handel Tiefstkurse der letzten 24 Handelsstunden bei 1,2667 USD als auch Höchstkurse bei 1,2764 USD markiert wurden, so die Analysten der Bremer Landesbank.
Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 84,75. In der Folge notiere EUR/JPY bei 107,85 während EUR/CHF bei 1,3040 oszilliere.
Aus aktuellem Anlaß präsentiere man die Nachrichten vom Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI): Was der ZVEI sage, gelte schlussendlich nicht nur für Deutschland, sondern weltweit, da es sich um einen globalen offenen Markt handle. Danach erhöhe die Elektroindustrie ihre Wachstumsprognose für 2010 von fünf auf acht Prozent. Das Geschäftsklima in der Elekroindustrie sei derzeit so gut wie seit Sommer 2007 nicht mehr. Eine vollständige Rückkehr auf das Vorkrisen-Niveau könnte deutlich schneller vollzogen sein als bislnag mit bis zu sieben Jahren Dauer geschätzt.
Ob diese Einschätzungen in einer internationalen Schlüsselindustrie geeignet seien, die obwaltende Skepsis zu befördern oder konterzukarieren, würden die Analysten den Lesern überlassen.
Die Geldmenge M-3 der Eurozone habe per Berichtsmonat Juli um 0,2% zugelegt. Damit stelle sich der zweite Anstieg in Folge ein. Diese Entwicklung dürfe als Ausdruck der veränderten Konjunkturlage interpretiert werden. Es sei aber eben nur eine sehr zarte Tendenz, die schlußendlich auch Ausdruck der Disparität innerhalb der Eurozone sei.
Bedeutender als die Geldmengenentwicklung sei die Tendenz der Kreditvergabe an den privaten Sektor. Hier sei es zu einem Anstieg im Jahresvergleich um 0,9% nach zuvor 0,5% gekommen. Die Entwicklung der Kreditvergabe an den Privatsektor tendiere seit Oktober 2009 ausgehend von -0,8% nachhaltig positiv. Diese Tendenz dürfe als Beleg der konjunkturellen Gesundung interpretiert werden.
Die US-Arbeitslosenerstanträge hätten eine positive Überraschung geliefert. In der Berichtswoche per 21.08. sei es zu einem Rückgang von revidiert 504.000 auf 473.000 Erstanträge gekommen. Die Prognose habe bei 490.000 gelegen. Habe der Anstieg auf 504.000 in der Vorwoche noch die Aktienmärkte und den Euro erschüttert (weil es US-Daten seien…), sei gestern diese positive Tendenz von den Märkten sportlich ignoriert worden. Der Markt pflege sein skeptisches Bias.
Der Kansas City FED Manufacturing Index sei per Berichtsmonat August deutlich von zuvor +14 auf 0 Punkte im Produktionsindex abgesunken. Hier habe sich der niedrigste Wert seit August 2009 eingestellt. Der Auftragsindex sei von +9 auf -13 Zähler kollabiert. Der Beschäftigungsindex habe von +5 auf -2 Punkte verloren. Hier komme es zu einer veritablen Abkühlung, die für die Veröffentlichung des ISM-Index per August eine negative Tendenz gegenüber dem Vormonatswert wahrscheinlicher werden lasse.
Zusammenfassend ergebe sich ein Szenario, das zunächst eine neutrale Haltung in der Parität EUR/USD favorisiere. Ein nachhaltiger Ausbruch aus der Bandbreite 1,2500/1,2930 eröffne neue Dynamik. (27.08.2010/ac/a/m)
Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 84,75. In der Folge notiere EUR/JPY bei 107,85 während EUR/CHF bei 1,3040 oszilliere.
Aus aktuellem Anlaß präsentiere man die Nachrichten vom Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI): Was der ZVEI sage, gelte schlussendlich nicht nur für Deutschland, sondern weltweit, da es sich um einen globalen offenen Markt handle. Danach erhöhe die Elektroindustrie ihre Wachstumsprognose für 2010 von fünf auf acht Prozent. Das Geschäftsklima in der Elekroindustrie sei derzeit so gut wie seit Sommer 2007 nicht mehr. Eine vollständige Rückkehr auf das Vorkrisen-Niveau könnte deutlich schneller vollzogen sein als bislnag mit bis zu sieben Jahren Dauer geschätzt.
Ob diese Einschätzungen in einer internationalen Schlüsselindustrie geeignet seien, die obwaltende Skepsis zu befördern oder konterzukarieren, würden die Analysten den Lesern überlassen.
Bedeutender als die Geldmengenentwicklung sei die Tendenz der Kreditvergabe an den privaten Sektor. Hier sei es zu einem Anstieg im Jahresvergleich um 0,9% nach zuvor 0,5% gekommen. Die Entwicklung der Kreditvergabe an den Privatsektor tendiere seit Oktober 2009 ausgehend von -0,8% nachhaltig positiv. Diese Tendenz dürfe als Beleg der konjunkturellen Gesundung interpretiert werden.
Die US-Arbeitslosenerstanträge hätten eine positive Überraschung geliefert. In der Berichtswoche per 21.08. sei es zu einem Rückgang von revidiert 504.000 auf 473.000 Erstanträge gekommen. Die Prognose habe bei 490.000 gelegen. Habe der Anstieg auf 504.000 in der Vorwoche noch die Aktienmärkte und den Euro erschüttert (weil es US-Daten seien…), sei gestern diese positive Tendenz von den Märkten sportlich ignoriert worden. Der Markt pflege sein skeptisches Bias.
Der Kansas City FED Manufacturing Index sei per Berichtsmonat August deutlich von zuvor +14 auf 0 Punkte im Produktionsindex abgesunken. Hier habe sich der niedrigste Wert seit August 2009 eingestellt. Der Auftragsindex sei von +9 auf -13 Zähler kollabiert. Der Beschäftigungsindex habe von +5 auf -2 Punkte verloren. Hier komme es zu einer veritablen Abkühlung, die für die Veröffentlichung des ISM-Index per August eine negative Tendenz gegenüber dem Vormonatswert wahrscheinlicher werden lasse.
Zusammenfassend ergebe sich ein Szenario, das zunächst eine neutrale Haltung in der Parität EUR/USD favorisiere. Ein nachhaltiger Ausbruch aus der Bandbreite 1,2500/1,2930 eröffne neue Dynamik. (27.08.2010/ac/a/m)
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