EUR/USD favorisiert
11.03.10 12:45
Bremer Landesbank
Bremen (aktiencheck.de AG) - EUR/USD eröffnet heute bei 1,3640, nachdem gestern im US-Handel Höchstkurse der letzten 24 Handelsstunden bei 1,3679 markiert wurden, berichten die Analysten der Bremer Landesbank.
Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 90,35. In der Folge notiere EUR/JPY bei 123,25, während EUR/CHF bei 1,4615 oszilliere.
Die Konjunkturlokomotive der Welt, China, boome zu Jahresbeginn und setze damit positive Zeichen. Diese Signale seien in Davos überhört worden, man habe sich auf einen "DIP" fokussiert. Die Industrieproduktion habe in China per Berichtsmonate Januar/Februar im Jahresvergleich um 20,7% nach zuvor 18,5% zugelegt. Die Prognose sei bei 20,0% angesiedelt gewesen. Die Einzelhandelsumsätze hätten in der Zweimonatsperiode Januar/Februar einen Anstieg um 22,1% verzeichnet und damit den höchsten Anstieg seit Oktober 2008 markiert. Die Prognose habe bei 18,1% gelegen.
Die Investitionstätigkeit in städtischen Regionen habe per Januar/Februar im Jahresvergleich um 26,6% nach zuvor 30,5% zugenommen. Die Prognose sei bei 30,0% angesiedelt gewesen. Die Verbraucherpreise per Berichtsmonat Februar hätten im Jahresvergleich um 2,7% nach zuvor 1,5% zugelegt. Die Erzeugerpreise per Berichtsmonat Februar seien im Jahresvergleich um 5,4% nach zuvor 4,3% gestiegen. Die Geldmenge M2 habe sich per Februar im Jahresvergleich um 25,5% nach 26% und Höchstwerten per November bei 29,6% erhöht.
Deutlich wird an den aktuellen Daten, wie sinnvoll und notwendig der Politikansatz der PBoC war und ist, diese äußerst positive Konjunkturentwicklung mit leichten Zinssteigerungen und erhöhten Mindestreserveanforderungen zu begleiten, um möglichen Blasenbildungen vorzubeugen und damit den langfristigen Wachstumstrend nicht zu gefährden, so die Analysten der Bremer Landesbank.
Mit anderen Worten seien diese Maßnahmen der PBoC Ausdruck ausgeprägter Stärke einer Zentralbank, die Risiken sachgerecht antizipiere (das sei heute sehr selten) und nicht einer Schwäche, wie es irrtümlich von Kollegen im Januar und Februar am internationalen Aktienmarkt interpretiert und noch wesentlicher diskontiert worden sei.
Die Analysten würden vor diesem positiven konjunkturellen Hintergrund aus Asien freuen, dass Bundesbankpräsident Weber mehr und mehr Anzeichen einer Erholung erkenne. Sie würden auf den Preisdruck in China, der Weltkonjunkturlokomotive, und darauf verweisen, dass Zentralbanken besser antizipierend Zinspolitik gestalten würden, da Zinsmaßnahmen erst nach zwölf Monaten laut Textbuch der Wirtschaft ihre volle Wirkung entfalten würden.
Die Art und Weise der Gestaltung der Zinspolitiken der westlichen Zentralbanken in der jüngeren Vergangenheit liefere in der Tendenz eher eine Ähnlichkeit zur "Nacherzählung"! Diese Kritik möge auf ersten Blick als scharf und unangemessen ins Auge stechen. Die Analysten würden diesbezüglich auf die von ihnen massiv kritisierte Zinserhöhung der EZB von 4,00% auf 4,25% per Sommer 2008 verweisen.
Nachdem nun zunächst das Thema konjunkturelle Freude in Asien im Fokus gestanden habe, würden sich die Analysten und nun dem letzten "Waggon" des Konjunkturzugs zuwenden, den USA. Schlussendlich komme es auf ein ausgewogenes globales Konjunkturbild an. Wer die Konjunkturlokomotive thematisiere, komme nicht um den letzten "Waggon" herum. Der erste Blick falle auf die "Arbeitslosigkeitskarte" in den USA. Dieser Blick zeige, dass von einer Wende am US-Arbeitsmarkt nicht gesprochen werden könne.
Das "Federal Budget" habe per Februar ein Defizit in Höhe von -220,9 Mrd. USD nach -193,8 Mrd. USD im Vorjahresmonat geliefert. Die Prognose habe bei -222,0 Mrd. USD gelegen. Mit anderen Worten habe sich die Defizitsituation trotz der konjunkturellen globalen Erholung in der Weltwirtschaft und den USA deutlich verschärft. Das müsse Realisten ernüchtern.
Diese Daten würden verdeutlichen, dass die USA weiter am fiskalischen Defizittopf und an der Zinssubventionierung durch die FED (aktuell real negativer Zins: CPI 2,7% versus FED Funds 0,13%) hängen würden. Bernankes Aussagen seien dazu zuletzt eindeutig gewesen. Zinsänderungen stünden nicht auf der Agenda.
Die US-Lagerbestände des Großhandels seien per Januar überraschend um -0,2% gesunken. Die Prognose sei bei +0,2% angesiedelt gewesen. Der Vormonatswert sei von -0,8% auf -1,0% revidiert worden. Diese Zahlen würden ernüchtern und ein deutliches Stocken in der US-Wirtschaft implizieren. Das Verhältnis zwischen Lagerbestand und Absatz sei von 1,12 auf 1,10 Monatsumsätze gesunken und habe damit den tiefsten historischen Wert in dieser Datenreihe markiert.
Zusammenfassend bleibe das Bild, das die USA konjunkturell und strukturell abgeben würden, in hohem Maße ernüchternd. Nur der Teil der US-Wirtschaft, der an der globalen Wirtschaft hänge, reüssiere. Das entspreche einem 6-Zylinder, der auf zwei Zylindern stottere.
Zusammenfassend ergebe sich ein Szenario, das nach wie vor den Euro gegenüber dem USD favorisiere. Ein Unterschreiten der Unterstützung bei 1,3430 bis 1,3450 neutralisiere das positive Bias des Euro. (11.03.2010/ac/a/m)
Der USD stelle sich gegenüber dem JPY auf 90,35. In der Folge notiere EUR/JPY bei 123,25, während EUR/CHF bei 1,4615 oszilliere.
Die Konjunkturlokomotive der Welt, China, boome zu Jahresbeginn und setze damit positive Zeichen. Diese Signale seien in Davos überhört worden, man habe sich auf einen "DIP" fokussiert. Die Industrieproduktion habe in China per Berichtsmonate Januar/Februar im Jahresvergleich um 20,7% nach zuvor 18,5% zugelegt. Die Prognose sei bei 20,0% angesiedelt gewesen. Die Einzelhandelsumsätze hätten in der Zweimonatsperiode Januar/Februar einen Anstieg um 22,1% verzeichnet und damit den höchsten Anstieg seit Oktober 2008 markiert. Die Prognose habe bei 18,1% gelegen.
Die Investitionstätigkeit in städtischen Regionen habe per Januar/Februar im Jahresvergleich um 26,6% nach zuvor 30,5% zugenommen. Die Prognose sei bei 30,0% angesiedelt gewesen. Die Verbraucherpreise per Berichtsmonat Februar hätten im Jahresvergleich um 2,7% nach zuvor 1,5% zugelegt. Die Erzeugerpreise per Berichtsmonat Februar seien im Jahresvergleich um 5,4% nach zuvor 4,3% gestiegen. Die Geldmenge M2 habe sich per Februar im Jahresvergleich um 25,5% nach 26% und Höchstwerten per November bei 29,6% erhöht.
Deutlich wird an den aktuellen Daten, wie sinnvoll und notwendig der Politikansatz der PBoC war und ist, diese äußerst positive Konjunkturentwicklung mit leichten Zinssteigerungen und erhöhten Mindestreserveanforderungen zu begleiten, um möglichen Blasenbildungen vorzubeugen und damit den langfristigen Wachstumstrend nicht zu gefährden, so die Analysten der Bremer Landesbank.
Mit anderen Worten seien diese Maßnahmen der PBoC Ausdruck ausgeprägter Stärke einer Zentralbank, die Risiken sachgerecht antizipiere (das sei heute sehr selten) und nicht einer Schwäche, wie es irrtümlich von Kollegen im Januar und Februar am internationalen Aktienmarkt interpretiert und noch wesentlicher diskontiert worden sei.
Die Art und Weise der Gestaltung der Zinspolitiken der westlichen Zentralbanken in der jüngeren Vergangenheit liefere in der Tendenz eher eine Ähnlichkeit zur "Nacherzählung"! Diese Kritik möge auf ersten Blick als scharf und unangemessen ins Auge stechen. Die Analysten würden diesbezüglich auf die von ihnen massiv kritisierte Zinserhöhung der EZB von 4,00% auf 4,25% per Sommer 2008 verweisen.
Nachdem nun zunächst das Thema konjunkturelle Freude in Asien im Fokus gestanden habe, würden sich die Analysten und nun dem letzten "Waggon" des Konjunkturzugs zuwenden, den USA. Schlussendlich komme es auf ein ausgewogenes globales Konjunkturbild an. Wer die Konjunkturlokomotive thematisiere, komme nicht um den letzten "Waggon" herum. Der erste Blick falle auf die "Arbeitslosigkeitskarte" in den USA. Dieser Blick zeige, dass von einer Wende am US-Arbeitsmarkt nicht gesprochen werden könne.
Das "Federal Budget" habe per Februar ein Defizit in Höhe von -220,9 Mrd. USD nach -193,8 Mrd. USD im Vorjahresmonat geliefert. Die Prognose habe bei -222,0 Mrd. USD gelegen. Mit anderen Worten habe sich die Defizitsituation trotz der konjunkturellen globalen Erholung in der Weltwirtschaft und den USA deutlich verschärft. Das müsse Realisten ernüchtern.
Diese Daten würden verdeutlichen, dass die USA weiter am fiskalischen Defizittopf und an der Zinssubventionierung durch die FED (aktuell real negativer Zins: CPI 2,7% versus FED Funds 0,13%) hängen würden. Bernankes Aussagen seien dazu zuletzt eindeutig gewesen. Zinsänderungen stünden nicht auf der Agenda.
Die US-Lagerbestände des Großhandels seien per Januar überraschend um -0,2% gesunken. Die Prognose sei bei +0,2% angesiedelt gewesen. Der Vormonatswert sei von -0,8% auf -1,0% revidiert worden. Diese Zahlen würden ernüchtern und ein deutliches Stocken in der US-Wirtschaft implizieren. Das Verhältnis zwischen Lagerbestand und Absatz sei von 1,12 auf 1,10 Monatsumsätze gesunken und habe damit den tiefsten historischen Wert in dieser Datenreihe markiert.
Zusammenfassend bleibe das Bild, das die USA konjunkturell und strukturell abgeben würden, in hohem Maße ernüchternd. Nur der Teil der US-Wirtschaft, der an der globalen Wirtschaft hänge, reüssiere. Das entspreche einem 6-Zylinder, der auf zwei Zylindern stottere.
Zusammenfassend ergebe sich ein Szenario, das nach wie vor den Euro gegenüber dem USD favorisiere. Ein Unterschreiten der Unterstützung bei 1,3430 bis 1,3450 neutralisiere das positive Bias des Euro. (11.03.2010/ac/a/m)
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| EU0009652759 | 965275 | 1,49 | 1,26 | |
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