Weizen wird in Deutschland knapp
02.09.10 15:45
Commerzbank Corp. & Markets
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Erstmals seit zehn Jahren könnte Deutschland im größeren Stil auf Weizenimporte angewiesen sein, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.
Aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen werde die Winterweizenernte in Deutschland in diesem Jahr nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes 9% niedriger ausfallen. Hinzukämen Qualitätsverluste, wodurch laut dem Verband Deutscher Mühlen (VDM) in diesem Jahr circa 1 Mio. Tonnen an hochwertigem Weizen fehlen würden. Dieser Betrag dürfte dem VDM zufolge durch Einfuhren vor allem aus Frankreich, aber auch den USA gedeckt werden. Erste Anzeichen hierfür gebe es bereits. Händlern zufolge seien in der vergangenen Woche 20 Tsd. Tonnen US-Weizen an eine deutsche Mühle verkauft worden, so viel wie seit knapp zehn Jahren nicht mehr.
Bestätigung könnten die heute vom US-Landwirtschaftsministerium zu veröffentlichenden Exportdaten geben. Die Knappheit an Weizen in einigen traditionellen Exportländern - auch Russland dürfte auf Weizenimporte angewiesen sein - dürfte zu einem weiteren Abbau der hohen US-Weizenvorräte führen und somit den Preis unterstützen. Derzeit sei US-Weizen noch 10% billiger als europäischer Weizen. (02.09.2010/ac/a/m)
Aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen werde die Winterweizenernte in Deutschland in diesem Jahr nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes 9% niedriger ausfallen. Hinzukämen Qualitätsverluste, wodurch laut dem Verband Deutscher Mühlen (VDM) in diesem Jahr circa 1 Mio. Tonnen an hochwertigem Weizen fehlen würden. Dieser Betrag dürfte dem VDM zufolge durch Einfuhren vor allem aus Frankreich, aber auch den USA gedeckt werden. Erste Anzeichen hierfür gebe es bereits. Händlern zufolge seien in der vergangenen Woche 20 Tsd. Tonnen US-Weizen an eine deutsche Mühle verkauft worden, so viel wie seit knapp zehn Jahren nicht mehr.
Bestätigung könnten die heute vom US-Landwirtschaftsministerium zu veröffentlichenden Exportdaten geben. Die Knappheit an Weizen in einigen traditionellen Exportländern - auch Russland dürfte auf Weizenimporte angewiesen sein - dürfte zu einem weiteren Abbau der hohen US-Weizenvorräte führen und somit den Preis unterstützen. Derzeit sei US-Weizen noch 10% billiger als europäischer Weizen. (02.09.2010/ac/a/m)
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