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Weiterer Fondsriese reduziert Gebühren auf breiter Front - Fondsnews


23.02.21 13:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Gesellschaft Dimensional Fund Advisors senkt bei ihrem irischen und dem britischen Fondssortiment die Gebühren, so die Experten von "FONDS professionell".

Im Schnitt würden die Kosten um zwölf Prozent gekappt, teile der Asset Manager mit. Demnach sollten bei immerhin 93 Prozent des verwalteten Vermögens die Preise sinken. Die neuen Tarife würden ab 4. März in Kraft treten. Das 1981 gegründete US-Haus verwalte mehr als 450 Milliarden Dollar in sehr breit streuenden Fonds, die ganze Anlageklassen abdecken würden, etwa globale Aktien, europäische Nebenwerte oder Schwellenländertitel.

"Wir waren immer der Ansicht, dass die Kontrolle der Kosten eine wichtige Disziplin für Investoren ist", begründe John Romiza, Co-Vorstandschef von Dimensional in Großbritannien, den Schritt. "Diese umfassende Gebührensenkung auf einige unserer beliebtesten Fonds folgt Reduzierungen im Jahr 2015, 2019 und 2020 und zeigt unser Engagement zur Disziplin der Kostenkontrolle." Co-Vorstandschef Nathan Lacaze ergänze: "Seit vierzig Jahren hat Dimensional seine Anlagelösungen, Systeme und -Prozesse verfeinert, und weiterentwickelt und versucht, diese Effizienz und Vorteile an seine Kunden weiterzugeben."

Die Gebührensenkung des US-Hauses reihe sich in den branchenweiten Trend ein. Durch die harte Konkurrenz kostengünstiger, börsengehandelter Fonds (ETFs) würden seit Jahren die Preise fallen. Zuletzt habe etwa Matthews Asia bei seinen Aktienfonds die Gebühren gesenkt. Zudem habe jüngst eine Auswertung der Ratinggesellschaft Morningstar gezeigt, dass Gebühren europäischer Fonds über die vergangenen sieben Jahren im Schnitt um fast ein Fünftel gefallen seien. Im ETF-Lager tobe der Preiskampf besonders vehement. Hier seien die Kosten seit 2013 um 30 Prozent gepurzelt. Bei den aktiven Pendants seien im selben Zeitraum im Schnitt um 17 Prozent gesunken.

Auch vonseiten der Aufseher wachse der Druck auf die Industrie. Die europäische Finanzaufsicht ESMA habe zu Jahresbeginn eine großangelegte Untersuchung der Kosten und Gebühren von UCITS-Fonds in der Europäischen Union gestartet. Demnach wollten die europäischen Aufseher zusammen mit den nationalen Behörden abklopfen, ob sich die Fondsanbieter an die Richtlinien halten oder ihren Kunden unbotmäßige Gebühren in Rechnung stellen würden. Damit solle letztendlich der Anlegerschutz in der EU verbessert werden. (23.02.2021/fc/n/s)