UniKapital-Fonds: 01/2017-Bericht, Teilnahme an diversen Neuemissionen - Fondsanalyse


17.02.17 15:35
Union Investment

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Gute Konjunkturdaten, anziehende Inflationsraten und die US-Politik lasteten im Januar auf Staatsanleihen aus dem Euroraum und sorgten so für einen Fehlstart der Bondanleger im Jahr 2017, so die Experten von Union Investment im Kommentar zum UniKapital.

In Deutschland etwa habe sich die jährliche Wirtschaftsleistung um 1,9 Prozent und somit weitaus stärker als von Analysten erwartet verbessert. Aber auch aus anderen Ländern seien gute Wirtschaftszahlen berichtet worden. Darüber hinaus hätten Basiseffekte beim Rohöl, höhere Mieten und steigende Gemüsepreise für höhere Inflationsraten gesorgt.

Zu einem weiteren Belastungsfaktor habe sich die US-Politik entwickelt. In seinen ersten Amtstagen habe sich der neue US-Präsident Trump ausgesprochen hemdsärmelig gezeigt und bereits viele Themen angegangen, die seinen Wahlkampf bestimmt hätten. Daraus habe sich nun eine gewisse Erwartungshaltung der Marktteilnehmer bezüglich eines möglichen Fiskalpakets ergeben, weshalb sich am Rentenmarkt der Trend zur Reflationierung fortgesetzt habe.

Die Rendite für eine richtungsweisende zehnjährige Bundesanleihe sei bis zum Monatsende um 20 Basispunkte auf 0,44 Prozent gestiegen. Die sonst ebenfalls als sicher geltenden Papiere aus Frankreich hätten sich wesentlich schlechter als ihre deutschen Pendants entwickelt. Für Unsicherheit würden hier vor allem die im April anstehenden Präsidentschaftswahlen sorgen.

Unter verstärktem Abgabedruck hätten auch Anleihen aus Italien gestanden. Die kanadische Ratingagentur DBRS habe ihr Bonitätsurteil nach unten korrigiert. Die Nachricht sei deshalb von Relevanz gewesen, weil DBRS dem italienischen Staat als einzige Ratingagentur noch ein A-Rating attestiert habe. Nun müssten italienische Banken für bei der Europäischen Zentralbank (EZB) hinterlegte italienische Staatsanleihen einen größeren Sicherheitsaufschlag zahlen, was wiederum die Refinanzierungskosten erhöhe. Von politischer Seite drohe ebenfalls Ungemach in Form von vorgezogenen Neuwahlen. Gemessen am iBoxx Euro Sovereign Index hätten europäische Staatsanleihen im Januar 2,1 Prozent an Wert verloren.

In den vergangenen Wochen hätten die Experten an diversen Neuemissionen teilgenommen. Hierbei seien Industrie- und Finanzanleihen mit Laufzeiten zwischen vier und fünf Jahren erworben worden. Für die nächsten Wochen würden die Experten mit einer weitgehend stabilen Entwicklung rechnen. (Stand vom 31.01.2017) (17.02.2017/fc/a/f)





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