US-Handelsbilanz auf der Agenda
03.09.10 17:11
Nord LB
Hannover (aktiencheck.de AG) - Zu den absoluten Highlights gehört die Veröffentlichung der US-Handelsbilanzzahlen sicherlich nicht, aber in einer Woche ohne nennenswerte Konkurrenz an Daten kann durchaus
einmal genauer auf die Außenwirtschaftsdaten geschaut werden, so die Analysten der Nord LB.
Den Jahren 2005 bis 2008 mit massiven Handelsbilanzdefiziten sei im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise ein rasanter Abbau des Defizits gefolgt. Die USA hätten den Gürtel enger geschnallt, so dass die Importe deutlicher als die Exporte zurückgegangen seien. Seit Mitte 2009 habe sich eine Gegenbewegung vollzogen und das Defizit wieder ausgeweitet: Bei steigenden Exporten hätten die Importe noch deutlicher angezogen. So sei es zuletzt im Juni zu einer unerwartet starken Ausweitung des Defizits auf knapp 50 Mrd. USD gekommen. Dieser sollte nun im Berichtsmonat Juli eine moderate Rückführung auf 48,5 Mrd. USD folgen.
Zwei Hinweise für diese Entwicklung würden die Analystenerwartung stützen: Erstens hätten sich die Exporte Chinas in die USA zuletzt als gute Indikation für die Entwicklung des US-Handelsbilanzdefizits erwiesen, schließlich rühre ein großer Teil des US-Defizits aus dem Handel mit dem Reich der Mitte her (knapp 40%). So spreche der bereits für Juli bekannt gegebene minimale Rückgang der (saisonbereinigten) chinesischen Exporte in die USA für eine marginale Verringerung des US-Handelsbilanzdefizits. Zweitens habe bei dem in dieser Woche veröffentlichten ISM PMI die Exportkomponente angezogen, wohingegen die Importkomponente deutlich nachgegeben habe, was tendenziell auch eine Verringerung des Handelsbilanzdefizits signalisiere.
Bedeutsam für Analysten werde außerdem die Entwicklung der realen US-Handelsbilanz sein, welche für die Prognose des (realen) BIPs im dritten Quartal eine erste Hilfestellung liefere. (03.09.2010/ac/a/m)
einmal genauer auf die Außenwirtschaftsdaten geschaut werden, so die Analysten der Nord LB.
Den Jahren 2005 bis 2008 mit massiven Handelsbilanzdefiziten sei im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise ein rasanter Abbau des Defizits gefolgt. Die USA hätten den Gürtel enger geschnallt, so dass die Importe deutlicher als die Exporte zurückgegangen seien. Seit Mitte 2009 habe sich eine Gegenbewegung vollzogen und das Defizit wieder ausgeweitet: Bei steigenden Exporten hätten die Importe noch deutlicher angezogen. So sei es zuletzt im Juni zu einer unerwartet starken Ausweitung des Defizits auf knapp 50 Mrd. USD gekommen. Dieser sollte nun im Berichtsmonat Juli eine moderate Rückführung auf 48,5 Mrd. USD folgen.
Zwei Hinweise für diese Entwicklung würden die Analystenerwartung stützen: Erstens hätten sich die Exporte Chinas in die USA zuletzt als gute Indikation für die Entwicklung des US-Handelsbilanzdefizits erwiesen, schließlich rühre ein großer Teil des US-Defizits aus dem Handel mit dem Reich der Mitte her (knapp 40%). So spreche der bereits für Juli bekannt gegebene minimale Rückgang der (saisonbereinigten) chinesischen Exporte in die USA für eine marginale Verringerung des US-Handelsbilanzdefizits. Zweitens habe bei dem in dieser Woche veröffentlichten ISM PMI die Exportkomponente angezogen, wohingegen die Importkomponente deutlich nachgegeben habe, was tendenziell auch eine Verringerung des Handelsbilanzdefizits signalisiere.
Bedeutsam für Analysten werde außerdem die Entwicklung der realen US-Handelsbilanz sein, welche für die Prognose des (realen) BIPs im dritten Quartal eine erste Hilfestellung liefere. (03.09.2010/ac/a/m)
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