Türkei 75 Plus im Fokus


10.07.07 12:26
CEROS Financial Services

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Das Anlageziel des Türkei 75 Plus Investmentfonds (ISIN LU0093368008 / WKN 989402) ist die Erzielung eines langfristigen, überdurchschnittlichen Wertzuwachses mit Anlagen im türkischen Wirtschaftsraum, berichten die Experten von CEROS Financial Services.

Das Fondsvermögen werde vorwiegend in Aktien angelegt, die an der Börse in Istanbul zur amtlichen Notierung zugelassen seien. Mindestens 75% des Nettovermögens werde in Werten des ISE 100-Indexes investiert. Bis zu 25% des Nettovermögens könne in türkische Anleihen oder börsennotierte Aktien, welche nicht Teil des ISE 100 seien, angelegt bzw. in Liquidität gehalten werden. Der Fonds eigne sich für chancenorientierte Anleger.

Die türkischen Parteien würden sich mittlerweile in der entscheidenden Phase des Wahlkampfes befinden (Termin der Parlamentswahlen: 22. Juli). Nach den letzten Umfragen ergebe sich folgende Verteilung der Stimmen: AKP: 34 bis 39%, CHP: 18 bis 25%, MHP: 10 bis 15%. Ca. 35 bis 50 Sitze würden, so die Erwartungen, auf Unabhängige entfallen. Der letzte Stand in den Auseinandersetzungen um die Modalitäten der Präsidentenwahl: Präsident Sezer habe ein Referendum über die Frage der Direktwahl des Präsidenten angekündigt, nachdem er die Versuche einer entsprechenden Veränderung der Verfassung durch sein Veto blockiert habe.

Die Aktivitäten der PKK im Norden Iraks und hiermit verbundene erhöhte terroristische Aktivitäten seien ein weiteres heftig diskutiertes politisches Thema. Regierung und Militär hätten ihre Übereinstimmung hinsichtlich ihrer Anti-Terror-Strategie zum Ausdruck gebracht. Es sei die Einrichtung einer 15 km breiten Pufferzone im Norden Iraks vorgesehen sowie die Stationierung einer 2.000 Mann starken Truppe.

Im Rahmen der Verhandlungen zur EU-Mitgliedschaft seien drei weitere Themenbereiche ("Chapter") diskutiert worden, nur bei einem der drei, die Statistik und die Finanzaufsicht betreffend, sei das Prüfungsverfahren in Gang gesetzt worden. Bei den anderen beiden Bereichen, Wirtschafts- und Finanzpolitik, die große Bedeutung für die Entwicklung in Richtung Mitgliedschaft darstellen würden, sei es nicht soweit gekommen, vor allem aufgrund französischen Widerstands. Frankreich präferiere einen privilegierten Status jenseits der Vollmitgliedschaft.

Der Abwärtstrend bei der Inflation setze sich fort, im Mai eine Verringerung von 0,5% gegenüber dem Vorjahresmonat, die Inflationsrate für die letzten 12 Monate betrage 9,23%. Das Wachstum bei der Produktion verlangsame sich und liege derzeit bei 1,4% (Stand April, für die zurückliegenden 12 Monate), der niedrigste seit 15 Monaten gemessene Wert. Der Haushaltsüberschuss (ohne Zinsaufwendungen) habe sich verringert, von 3,31 Mrd. USD im Mai des Vorjahres auf 1,54 Mrd. USD für den Mai 2007.

Die Türkische Zentralbank habe ihre Leitzinssätze nicht verändert, sie stünden nach wie vor bei 17,5% (borrowing) bzw. 23,5% (lending). Die Kapazitätsauslastung liege im Mai bei 83,4%, der höchste Wert seit 29 Monaten, getrieben vor allem durch die Exporte. Das Verbrauchervertrauen sei auf 94,96 gestiegen, gegenüber 93,66 im Vormonat. Die Tourismusbranche habe eine deutliche Erholung verzeichnen können, ein Anstieg von 19,2% in den vergangenen 12 Monaten.

Die allgemeine wirtschaftliche und politische Entwicklung zeige, dass sich die Türkei auf gutem Kurs befinde. Kurzfristige Schwankungen seien dennoch zu erwarten, im Zuge des Verlaufs der Parlamentswahlen und der Entwicklungen im Irak. (Ausgabe vom 30.06.2007) (10.07.2007/fc/a/f)