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Raiffeisen KAG verzeichnet starkes Wachstum und will Nachhaltigkeit in die gesamte Produktpalette integrieren


23.02.21 12:00
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.fondscheck.de) - Die Geschäftsführung der Raiffeisen KAG präsentierte heute (23. Februar 2021) im Rahmen einer Pressekonferenz die Marktdaten zum vergangenen Jahr, so Raiffeisen Capital Management in der aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Per Ende Dezember 2020 lagen die Assets under Management der Fondsgesellschaft bei EUR 40,1 Mrd. und überschritten somit erstmals seit der Finanzwirtschaftskrise wieder die 40-Milliarden-Euro-Marke. In den vergangenen fünf Jahren ist die Raiffeisen KAG um knapp EUR 10 Mrd. gewachsen. Gleichzeitig hat sie deutlich an Marktanteilen dazugewonnen: von 16,9% (2016) auf 19,5% (2020).

"Dieses stabile Wachstum über dem Marktschnitt ist für uns eine sehr erfreuliche Entwicklung, die zeigt, dass wir in den vergangenen Jahren auf die richtigen Schwerpunkte gesetzt haben: Nachhaltigkeit, Megatrends und Fondssparen", so Rainer Schnabl, CEO der Raiffeisen KAG. "Von Jahr zu Jahr entscheiden sich immer mehr Anlegerinnen und Anleger ihr Geld verantwortungsvoll anzulegen, was dazu führt, dass das Volumen bei nachhaltigen Geldanlagen auch überproportional wächst", so Schnabl.

Jahrzehnt des Fondssparens hat begonnen

Fondssparen spiele in diesem Zusammenhang eine sehr wichtige Rolle. Zum einen, weil man dadurch monatlich stabile Zuflüsse erhalte und zum andern auch, weil sich gerade über das Thema Nachhaltigkeit völlig neue Kundenschichten ansprechen ließen. "Auch Personen, die vorher eher nichts von den Kapitalmärkten wissen wollten, fangen nun an, sich für Investmentfonds zu interessieren und anzulegen. Der Wunsch, Kapitalflüsse sinnvoll umzulenken, vereint die Anlegerinnen und Anleger nachhaltiger Investments", so Schnabl. Ein gemischter Fonds, der sowohl in Anleihen als auch Aktien investiere und der nach ökologischen und sozialen Aspekten gemanagt werde, entspreche ganz und gar dem, was heute von vielen beim Investieren nachgefragt werde. - Gerade auch von jungen Investorinnen und Investoren, die besonderen Wert auf Nachhaltigkeit legten, wie auch die beauftragte Studie von Spectra zeige", so Schnabl.

Auslandsmärkte wichtige Volumenbringer

Auch im internationalen Fondsgeschäft laufen grüne Investments hervorragend. Das bestätigt auch Michal Kustra, der innerhalb der Geschäftsführung für die Märkte Italien und CEE verantwortlich zeichnet. Die Märkte, insbesondere Italien, sind für die Raiffeisen KAG sehr wichtige Volumenbringer. 2020 hat die Raiffeisen KAG in CEE, wo sie in vielen Ländern als "First Mover" agiert, das Thema nachhaltige Investments schwerpunktmäßig forciert. Kustra dazu: "Es hat sich gezeigt, dass wir mit unserer Offensive absolut ins Schwarze getroffen haben. Das Interesse an ESG-Produkten ist auch in CEE sehr stark vorhanden. Wir konnten dort unser nachhaltiges Volumen allein im vergangenen Jahr um EUR 143 Mio. auf EUR 235 Mio. steigern (+155%)."

Spectra Umfrage: Bekanntheit nachhaltiger Geldanlagen steigt

Eine von Raiffeisen KAG beauftragte und im Januar 2021 durchgeführte Umfrage des Marktforschungsinstituts Spectra unter 2.212 Österreicherinnen und Österreichern im Alter zwischen 18 und 69 Jahren hat gezeigt, dass das Thema nachhaltige Veranlagung zwar noch sehr viel Potenzial hat, die Bekanntheit aber gleichzeitig stark gestiegen ist. 44% der Befragten sind mit dem Thema vertraut - noch vor einem Jahr ist dieser Wert bei 31% gelegen. Fragt man dem persönlichen Anlageverhalten, stellt sich heraus, dass 13% bereits nachhaltig investieren und 22 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher künftig nachhaltiger anlegen möchten. Eine wichtige Entscheidungshilfe beim verantwortungsvollen Investieren sind Zertifizierungen. 41% sehen diese als wichtiges Kriterium beim Kauf.

Nachhaltigkeit in gesamte Produktpalette integrieren

Lieber früher als später will die Raiffeisen KAG ihr gesamtes Fondsangebot nach strengen ESG-Kriterien managen. Diesen Transformationsprozess hat die Marktführerin bei nachhaltigen Publikumsfonds (Quelle rfu) im vergangenen Jahr mit den Aktienfonds gestartet. Im laufenden Jahr möchte sie nahezu alle Fonds dieser Assetklasse entsprechend umstellen. "Wir haben die letzten Monate intensiv dazu genutzt, unsere konventionelle Produktpalette hinsichtlich der Möglichkeiten einer ESG-Integration zu evaluieren und freuen uns, dass wir - mit all den dahinterliegenden Abläufen - diesen Prozess heuer bei den Aktienfonds abschließen können", so Dieter Aigner, der innerhalb der Geschäftsführung der Raiffeisen KAG für den Investmentbereich zuständig ist.

Dabei wolle man künftig neben den Regionen-Fonds zunehmend auch einen themenbasierten Impact-Ansatz verfolgen. Bei einigen wenigen Fonds, die in Märkte investieren, die erst am Anfang einer Entwicklung zu nachhaltigem Wirtschaften stehen - wie beispielsweise Russland, werden nachhaltige Aspekte bestmöglich integriert und deren Transformation unterstützt. Man wolle hier niemanden zurücklassen, so Aigner. Mittel- bis langfristig sollten auch diese Fonds in die nachhaltige Produktpalette integriert werden können.

Transformation bei Renten- und Multi Assetklassen durchaus herausfordernd

Für Dieter Aigner ist diese Umstellung ein wichtiger erster Schritt. "Aber wir nehmen uns natürlich auch die Renten- und die Multi-Assets-Produkte vor und arbeiten da sehr intensiv an Produktüberlegungen und entsprechenden Investmentprozessen. Wir wollen innovativ sein und daher nicht unbedingt die abgetretenen Pfade nutzen, das braucht natürlich Zeit", so Aigner. Mit der Transformation liegt die Raiffeisen KAG ganz auf Linie mit den Gesetzgebern in Brüssel, die mit dem Green Deal auch die Finanzwirtschaft stark in die Pflicht nehmen.

Raiffeisen KAG kompensiert CO2-Emissionen

Parallel zur Integration der ESG-Kriterien in sämtliche Investmentprozesse arbeitet die Raiffeisen KAG auf Unternehmensebene an Maßnahmen der Betriebsökologie, um den eigenen ökologischen Fußabdruck positiv zu beeinflussen. Unter dem Motto "Only what gets measured gets done", hat die Fondsgesellschaft 2019 erstmals in einem gemeinsamen Projekt mit der Universität für Bodenkultur (BOKU) den eigenen CO2-Footprint (für 2018) ermittelt und kompensiert. Ein Projekt, das 2020 fortgeführt wurde und das weiterhin weiterverfolgt wird. Parallel werden Maßnahmen gesetzt, die eigenen Emissionen zu reduzieren. "Es schafft Glaubwürdigkeit, wenn man das, was man von seinen Emittenten erwarten, auch selbst umsetzt", so Dieter Aigner. (23.02.2021/fc/n/s)