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Öl: US-Energiebehörde sieht starkes Wachstum globaler Nachfrage 2017 und 2018


11.01.17 15:11
Commerzbank Corp. & Markets

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Ölpreise setzten gestern ihre Korrektur nach kurzer Unterbrechung fort, so die Analysten von Commerzbank Corporates & Markets.

Brent sei um weitere 2,4% auf 53,60 USD je Barrel gefallen. Das Beispiel Irak zeige, dass eine Produktionskürzung nicht unbedingt ein geringeres Angebot bedeuten müsse. Zwar solle die irakische Ölproduktion angeblich bereits um 160 Tsd. Barrel pro Tag reduziert worden sein. Die Ölexporte aus dem Süden des Landes sollten im Februar dennoch ein neues Rekordniveau von 3,64 Mio. Barrel pro Tag erreichen.

Die US-Energiebehörde EIA habe gestern neue Prognosen zu Ölangebot und Ölnachfrage veröffentlicht, darunter erstmals auch für 2018. Demnach solle die globale Ölnachfrage 2017 um robuste 1,6 Mio. Barrel pro Tag wachsen und 2018 nur geringfügig weniger um 1,5 Mio. Barrel pro Tag steigen. Dem stehe allerdings auch ein höheres Ölangebot aus den USA gegenüber. Die US-Rohölproduktion solle in diesem Jahr auf 9,0 Mio. Barrel pro Tag zulegen. Das seien gut 220 Tsd. Barrel pro Tag mehr als bislang erwartet. Für 2018 erwarte die EIA einen weiteren Anstieg auf 9,3 Mio. Barrel pro Tag.

Das Nicht-OPEC-Angebot steige daraufhin 2017 um 400 Tsd. und 2018 um 660 Tsd. Barrel pro Tag, bleibe damit allerdings deutlich hinter dem Anstieg der globalen Nachfrage zurück. Bei einem geringeren OPEC-Angebot würde dies zu einem Abbau der globalen Lagerbestände führen. Laut bisheriger Verlautbarungen seitens der OPEC und einiger Nicht-OPEC-Produzenten würden sich die bereits umgesetzten Produktionskürzungen auf 1,14 Mio. Barrel pro Tag belaufen. Das wären zwei Drittel der insgesamt geplanten Kürzungen. (11.01.2017/fc/a/m)