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Money Monitor August 2020: Spätsommer im grünen Bereich


18.09.20 12:27
Lyxor Asset Management

Paris (www.fondscheck.de) - Eine weitere Verringerung der Creditspreads prägte den August - gleichzeitig fehlte es den globalen Aktienmärkten an eindeutiger Orientierung, so die Experten von Lyxor Asset Management.

Zu diesem Ergebnis komme der aktuelle Lyxor ETF Money Monitor. Im Vergleich zu den Vormonaten hätten Mittelzu- und Abflüsse über alle Anlageklassen hinweg auf niedrigerem Niveau gelegen. Anleihen und Aktien hätten von positiven Mittelzuflüssen profitiert.

ETFs hätten im August Mittelzuflüsse in Höhe von 8,7 Milliarden Euro verzeichnet. Auf Renten-ETFs seien dabei 4,4 Milliarden Euro entfallen, auf Aktien-ETFs 4,0 Milliarden Euro. ESG-ETFs hätten ihren starken Trend fortgesetzt und Mittelzuflüsse von 2,6 Milliarden Euro verzeichnet.

Rentenfonds und Renten-ETFs hätten im August zusammen 25,2 Milliarden Euro an Netto-Neugeldern eingesammelt, wobei 20,8 Milliarden Euro auf Investmentfonds und 4,4 Milliarden Euro auf ETFs entfallen seien.

Aktienfonds und Aktien-ETFs hätten Netto-Zuflüsse von 15,2 Milliarden Euro gesammelt, wobei 11,2 Milliarden Euro auf Aktienfonds und 4,0 Milliarden Euro auf Aktien-ETFs entfallen seien. Mit insgesamt 4,4 Milliarden Euro an Netto-Neugeldern sei der Löwenanteil im Aktiensektor auf den Bereich Ökologie und Technologie entfallen.

Anleger seien bei ihrer Schwellenländer-Allokation vorsichtig geblieben und Anleihen gegenüber den Aktienmärkten den Vorzug gegeben.

"Die Marktkorrektur bei inflationsgebundenen Anleihen im aktuellen Jahr wies einige Parallelen zur Lehman-Krise 2008, der Konjunkturabschwächung sowie den Kursrückgängen an den Rohstoffmärkten im Jahr 2014 und in geringerem Maße den Sorgen um China 2016 auf", so die Lyxor-Experten. "Jedes Marktereignis war mit einem dramatischen Rückgang der weltweiten Rohöl-Nachfrage verbunden, ausgelöst durch die Aussicht auf eine deutliche Verlangsamung des Wachstums."

Die US-Notenbank FED verfolge bei der Inflationssteuerung einen neuen Ansatz und orientiere sich zukünftig an durchschnittlichen Inflationszielvorgaben anstelle eines festen Ziels von 2 Prozent. "Mit dem Abklingen der Corona-Krise verlagert die FED ihren Schwerpunkt auf die Beschäftigungspolitik und das Wirtschaftswachstum," so die Lyxor-Experten weiter.

Mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen in den USA würden die fiskalpolitischen Maßnahmen der kommenden US-Regierung eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Kreditvergabe spielen, seien sich die Lyxor-Experten sicher. "Auch hiervon wird beeinflusst, in welche Richtung sich die Inflationsrate bewegen wird."

Mittelzuflüsse in inflationsgebundene Produkte seien auch im August stabil geblieben. "Damit setzt sich der Trend fort, den wir seit Ende des ersten Quartals 2020 beobachtet haben." In Europa hätten inflationsgebundene Fonds und ETFs im August 370 Millionen Euro einsammeln können, weltweit hätten es diese Produkte im bisherigen Jahresverlauf auf einen Zuwachs von 5 Milliarden Euro gebracht. (18.09.2020/fc/n/e)