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Money Monitor April 2020: Zuflüsse stehen im Zeichen der Erholung


20.05.20 16:25
Lyxor Asset Management

Paris (www.fondscheck.de) - Nachdem die Covid-19-Krise eine regelrechte Anlegerflucht auslöste, stand der April im Zeichen der Erholung: Sowohl die Finanzmärkte als auch die Fondsindustrie verzeichneten bei den traditionellen Anlageklassen bemerkenswerte Zuflüsse, so die Experten von Lyxor Asset Management (Lyxor AM).

Im Laufe des Monats seien auch in risikoreichere Anlagen wieder Netto-Neugelder geflossen, darunter 19,1 Milliarden Euro in Aktien. Die Vorsicht der Investoren bleibe jedoch bestehen. Die meisten Zuflüsse hätten Geldmarktfonds (+58,9 Milliarden Euro) und Geldmarkt-ETFs (0,4 Milliarden Euro) verzeichnet.

Rentenfonds und Renten-ETFs hätten im April 30,6 Millionen Euro Zuflüsse verzeichnet. Davon seien 22,6 Milliarden Euro auf offene Fonds und 8 Milliarden Euro auf ETFs entfallen. Sowohl bei EUR-Anleihen als auch bei USD-Anleihen seien Unternehmensanleihen die Anlage der Wahl gewesen. Die Emerging Markets hätten mit 2,5 Milliarden Euro Abflüssen nachgelassen, davon 2,3 Milliarden Euro aus Fonds und 0,2 Milliarden Euro aus ETFs. Besonders betroffen seien Emerging Markets-Lokalwährungsanleihen gewesen.

Aktienfonds und Aktien-ETFs hätten im April 19,1 Milliarden Euro an Netto-Neugeldern gesammelt. Davon seien 18,8 Milliarden Euro in Fonds und 0,3 Milliarden Euro in Aktien-ETFs geflossen. Die Zuflüsse seien mit einem Zugewinn von 17,6 Milliarden Euro vor allem auf den globalen Sektor zurückzuführen gewesen.

Europa sei um 2,2 Milliarden an Netto-Neugeldern gewachsen, während die USA (-1,8 Milliarden Euro) geschwächelt habe. Auf globaler Sektor-Ebene habe sich vor allem Technologie (+3,8 Milliarden Euro) an Beliebtheit erfreut, dicht gefolgt von Healthcare. Edelmetalle seien mit Abflüssen von -0,4 Milliarden Euro weniger gefragt gewesen. In Europa habe der Healthcare-Sektor mit 0,5 Milliarden Euro Zuflüssen geführt, Technologie habe den zweiten Platz belegt. Der Finanz-Sektor habe mit -0,4 Milliarden Euro Verluste hinnehmen müssen.

Smart Beta-ETFs hätten Abflüsse in Höhe von 1,4 Milliarden Euro von Aktien-ETFs erlitten. Stattdessen hätten die Anleger auf Edelmetalle gebaut. Rohstofffonds und börsengehandelte Produkte (ETPs) hätten insgesamt 2,7 Milliarden Euro gesammelt, davon würden 0,2 Milliarden Euro aus offenen Fonds und 2,5 Milliarden Euro aus Rohstoff-ETPs stammen.

ESG-ETFs hätten sich widerstandsfähig gegenüber dem schwierigen Marktumfeld gezeigt und im April Zuflüsse in Höhe von 1,4 Milliarden Euro erzielt. Aktien-ESG-ETFs hätten um 1 Milliarde Euro zugelegt, während festverzinsliche ESG-ETFs ein Plus von 0,3 Milliarden Euro verzeichnet hätten. (20.05.2020/fc/n/e)