L&G Artificial Intelligence UCITS ETF: Künstliche Intelligenz - Anleger müssen unterscheiden


06.08.20 15:53
Legal & General IM

London (www.fondscheck.de) - Jeder weiß, dass Künstliche Intelligenz (KI) zu den Technologien gehört, die unsere Lebens- und Arbeitswelt tiefgreifend verändert, so die Experten von Legal & General Investment Management.

Für viele Unternehmen sei die KI ein enormer Wachstumskatalysator. Anleger könnten von diesem Zukunftsmarkt profitieren. Worauf sie dabei achten müssten und welche Investmentchancen es gebe, erkläre Philipp von Königsmarck, Head of Wholesale für Deutschland und Österreich bei Legal & General Investment Management.

Das Wachstumspotenzial auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz sei enorm. Die Bank of America Merrill Lynch schätze, dass sich die Größe des KI-Marktes in allen wichtigen Wirtschaftssektoren bis 2025 von 36 Milliarden Dollar im Jahr 2020 auf 127 Milliarden Dollar vervierfachen könnte.

Entscheidend sei jedoch, dass Anleger zwischen "Hype" und "solider Investmentgelegenheit" unterscheiden würden. Das sei einfach gesagt, aber schwer zu beurteilen, insbesondere in einem Markt, der sich schnell entwickele - sowohl, was die Entwicklungszeit, als auch, was den exponentiellen Anstieg der Produkte und Dienstleistungen anbelange.

Bei KI-Unternehmen drehe sich alles um Rechenleistung. Es könne mindestens einen Monat dauern, einen KI-Algorithmus zu trainieren. Google schätze diese Kosten auf rund 100 Millionen US-Dollar. Deshalb seien KI-spezifische Chips die wichtigste disruptive Fortentwicklung innerhalb der KI-Welt. Mit dem Übergang zu Cloud- und Edge-Infrastruktur würden sogar noch leistungsfähigere Chips benötigt, um immer größere und komplexere Datenmengen zu verarbeiten und zu analysieren.

Unternehmen wie NVIDIA, AMD, Google und Xilinx würden darum wetteifern, die Nase in diesem Bereich ganz vorn zu haben. Auch kleinere Unternehmen wie Graphcore, Eswin, Mythic und Wave seien in diesem Markt aktiv. McKinsey prognostiziere eine Verdreifachung des Umsatzes im Bereich KI-Chips und zwar von 17 Milliarden US-Dollar auf 65 Milliarden US-Dollar bis 2025. Das Marktforschungsunternehmen "Research and Markets" hingegen gehe von einer durchschnittlich jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 45 Prozent auf sogar 90 Milliarden US-Dollar bis 2025 aus.

Zwei Beispiele für Unternehmen aus dem L&G Artificial Intelligence UCITS ETF (ISIN IE00BK5BCD43 / WKN A2PM50) der Experten, die sehr gut im KI-Markt positioniert seien und ein großes Wachstumspotenzial hätten:

Twilio sei eine Cloud-Computing-Plattform, die es Webentwicklern ermögliche, Telefonanrufe, "Voice over IP" und Textnachrichten in Web-, Mobil- und Telefonanwendungen zu integrieren. Das Unternehmen profitiere von einem schnellen Wachstum im App-Bereich und neuen Anwendungen in den Branchen Finanzen und Gesundheit infolge der COVID-19-Pandemie.

Wix.com sei ein führender Anbieter von Website-Design auf KI-Basis. Die aktuelle Krise habe die Bedeutung einer Online-Präsenz für KMUs und Selbständige noch verstärkt und viele dazu gedrängt, ihre Unternehmen so schnell wie möglich online zu bringen, um mit Kunden in Kontakt zu treten oder zu bleiben. Wix.com habe mit diesem Rückenwind im ersten Quartal über drei Millionen neue Nutzer hinzugewinnen können, das entspreche einem Zuwachs von 63% gegenüber dem Vorjahr.

Wer jedoch nicht das Risiko eingehen wolle, in einzelne Aktien zu investieren, sollte in einen Korb von Unternehmen investieren - zumal sich der Markt für Künstliche Intelligenz noch in einer relativ frühen Wachstumsphase befinde. Es sei schwierig, heute mit Sicherheit zu sagen, wer morgen die Gewinner seien.

Der L&G Artificial Intelligence UCITS ETF umfasse derzeit 70 Unternehmen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz, die zusammen im vergangenen Jahr ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von ca. 13,5% verzeichnet hätten (Quelle: Bloomberg). Der ETF bilde den "Robo Global Artificial Intelligence Index" physisch ab. Die Zusammensetzung des Indizes werde vierteljährlich überprüft und an die Marktdynamik angepasst.

Seit Jahresbeginn habe der ETF eine Performance von 25.86 Prozent erzielt und schneide damit um 31.83 Prozent besser ab als der MSCI World. Seit dem Tief am 16. März 2020 sei er sogar um 66.98 Prozent gestiegen - der MSCI im Vergleich um 37.98 Prozent (Stand: 31. Juli 2020, alle Angaben in Euro). (06.08.2020/fc/a/e)






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