LBBW Rohstoffe & Ressourcen-Fonds: 06/2018-Bericht, Wertverlust von 1,55% - Fondsanalyse


12.07.18 15:24
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Rohstoffe & Ressourcen Fonds (ISIN DE0005326482 / WKN 532648) investiert überwiegend in in- und ausländische Investmentfonds aus den Bereichen Rohstoffe und Ressourcen, so die Experten von LBBW Asset Management.

Rohstoffe seien unbearbeitete Stoffe aus der Natur wie Gold oder Erdöl. Ressourcen seien Mittel, die in die Produktion von Gütern und Dienstleistungen eingehen würden. Das Management entscheide im ersten Schritt, welche Segmente aus den Bereichen Rohstoffe und Ressourcen aktuell am aussichtsreichsten seien. Im zweiten Schritt werde der für die ausgewählten Segmente passende Zielfondsmanager identifiziert und der entsprechende Einzelfonds gekauft. Somit sei über den Dachfonds eine sehr breit gestreute Anlage möglich.

Im Juni habe der Rohstoffmarkt in seiner Gesamtheit seitwärts tendiert, wobei die einzelnen Sektoren deutliche Unterschiede zueinander aufgewiesen hätten. Dies habe insbesondere daraus resultiert, dass jedem Sektor seine speziellen, fundamental getriebenen Kräfte zugrunde gelegen hätten.

Die Edelmetalle hätten im vergangenen Monat die geringste Schwankungsintensität unter den Rohstoffen aufgewiesen. Mit einer Volatilität von grob 9,5% auf Monatssicht befinde sich die Risikokennziffer, die eben diese Schwankungsintensität messe, auf einem historisch relativ niedrigen Stand. Auch der Preistrend im Edelmetallsektor habe sich auf Monatssicht leicht abwärts gerichtet gezeigt. Trotz des drohenden Handelskonflikts und der Sanktionen seitens der USA, Chinas und Europas hätten die Edelmetalle im Juni, gemessen am zugehörigen Bloomberg-Subindex, 3,4 Prozentpunkte abgeben müssen. Generell sollte die Unsicherheit, die durch ein solches Szenario Einzug in den Markt halte, zu festeren Preisen bei Gold und dessen Substituten führen.

Auf die Industriemetalle habe die politische Entwicklung rund um die Sanktionierung des globalen Handels deutlich stärkere Auswirkungen gehabt als auf die Edelmetalle. Nachdem US-Präsident Trump am 15. Juni Importzölle auf chinesische Produkte im Wert von 50 Milliarden US-Dollar bewilligt habe, hätten die Chinesen prompt mit eigenen Strafzöllen reagiert. Auch die EU sei in diesem Handelskonflikt nicht ungeschoren davon gekommen, wenn auch die Umfänge der europäischen Sanktionierung deutlich geringer ausgefallen seien als zwischen China und den USA. Die Industriemetalle hätten in diesem unsicheren Umfeld deutlich nachgeben müssen, da viele Investoren es vorzogen hätten, ihr Risiko zu reduzieren. Gemessen am Bloomberg-Subindex für Industriemetalle, der einen Querschnitt durch diesen Sektor liefere, hätten die Metalle nach einer starken Auftaktwoche insgesamt rund 9% nachgegeben.

Bei den Energieträgern habe im Juni das offizielle OPEC-Treffen in Wien im Vordergrund gestanden. Infolge des in den letzten Monaten relativ stark gestiegenen Ölpreises seien Rufe seitens Donald Trumps laut geworden, die OPEC solle ihre Förderquoten adjustieren und auf das, im aktuell gültigen Abkommen, vereinbarte Maß anheben. Die OPEC und Russland hätten sich im vergangenen Jahr auf eine Selbstbeschränkung in der Rohölförderung geeinigt. Durch Ausfälle in Venezuela aufgrund der kritischen Haushaltslage und eine Übererfüllung der Selbstbeschränkung seitens einzelner OPEC-Mitglieder, sowie wegen der von den USA verhängten Sanktionen gegen iranisches Öl sei zeitweise vom Kapitalmarkt eine defizitäre Angebotslage erwartet worden, die dem Ölpreis deutlich Auftrieb verliehen habe. Im Sinne der Preisstabilität sei dann auf der Sitzung Ende Juni von der OPEC und Russland eine Erhöhung des aktuellen Öl-Outputs um 1 Mio. Barrel pro Tag beschlossen worden. Nach der offiziellen Bekanntgabe hätten die bis dahin konsolidierenden Ölpreise in den USA und Europa wieder angezogen, da dies im Großen und Ganzen der Erwartung vieler Marktteilnehmer entsprochen habe und nun die Unsicherheit entfallen sei.

Der LBBW Rohstoffe & Ressourcen habe im Laufe des vergangenen Monats im Rahmen schwächerer Aktien- und Rohstoffmärkte -1,6% abgeben müssen. Positive Beiträge im Portfolio hätten insbesondere die Unternehmen aus dem Energiesektor geliefert. Im Gegenzug hätten die Industriemetalle sowie die Investments in Bauholz und Forstwirtschaft für Negativbeiträge gesorgt. Dies sei unter anderem dem von den USA induzierten Handelskonflikt geschuldet gewesen.

Die aktuelle Allokation setze sich per Monatsultimo wie folgt zusammen: Rohstoffe 21,3%, Edelmetalle 4,8%, Wasser 0%, Nahrungsmittel 8,6%, Energie 33,3%, Ökologie & Wachstum 26,4%, Liquidität 5,6%. (Stand vom 29.06.2018) (12.07.2018/fc/a/f)






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
26,89 € 26,90 € -0,01 € -0,04% 16.07./21:35
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0005326482 532648 28,08 € 24,85 €