LBBW FondsPortfolio Rendite-Fonds: 06/2018-Bericht, Wertminderung von 0,43% - Fondsanalyse


12.07.18 10:46
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW FondsPortfolio Rendite investiert nach dem Grundsatz der Risikostreuung bis zu 100 Prozent in Wertpapiere, so die Experten von LBBW Asset Management.

Der Fokus der Investitionen des Mischfonds liege derzeit in sorgfältig ausgewählten ETFs und Zielfonds unterschiedlicher Anlageklassen und mit unterschiedlichen Investitionsschwerpunkten. Dadurch vervielfache sich die Anzahl der Wertpapiere, in die mittelbar investiert werde. Dies trage zu einer erhöhten Risikostreuung bei, ohne jedoch die Chancen einzelner Anlagesegmente zu vernachlässigen. In Abhängigkeit von der erwarteten Marktentwicklung erfolge die Verteilung des Anlagebetrages auf die unterschiedlichen Anlageklassen. Hierbei könnten bis zu 60% des Portfolios in Aktienanlagen investiert werden. Das Ziel der Anlagepolitik des LBBW FondsPortfolio Rendite sei es, eine attraktive Rendite zu erwirtschaften.

Die Leidensfähigkeit der Börsianer sei im abgelaufenen Monat Juni auf eine harte Probe gestellt worden. Der deutsche Aktienleitindex - angetrieben durch einen schwachen Euro - habe wieder den Sprung über 13.000 Punkte geschafft und diese Marke bis zur Monatsmitte verteidigt, sei aber in der zweiten Hälfte des Monats deutlich eingeknickt und habe rund 1.000 Punkte verloren. Im Handelsstreit der USA mit China und Europa habe sich die Eskalationsspirale immer weiter gedreht und die Sorge vor einem weltweiten Handelskrieg vertieft. Risikoanlagen - insbesondere Aktien und Credits - hätten erneut hohe Verluste ausweisen müssen.

Der erwähnte Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt mache zunehmend auch den Unternehmen zu schaffen. Eine Gewinnwarnung von Daimler habe den Anlegern die Stimmung verdorben. Ängste, dies könnte erst der Anfang einer Kette von negativen Effekten des Handelsstreits auf die Weltwirtschaft sein, hätten sich breitgemacht. Zusätzlich habe der Berliner Koalitionskonflikt auf die Stimmung gedrückt. Die Aktienmärkte der Schwellenländer - insbesondere in China - hätten im Monat Juni in diesem Zusammenhang auch zu den größten Verlierern gezählt. Knapp über 8% sei es mit dem chinesischen Leitindex nach unten gegangen.

Gleichzeitig könne aber auch festgehalten werden: An Mario Draghi habe es nicht gelegen. Zwar habe er auf der EZB-Sitzung zur Monatsmitte die Weichen für den Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm gestellt, zugleich sei er jedoch seiner Marschroute treu geblieben und habe alles getan, um das Thema geldpolitische Wende behutsam anzugehen. Demnach sollten die Leitzinsen bis mindestens Sommer 2019 unangetastet bleiben. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sei - unter starken Schwankungen - gegenüber dem Vormonat um weitere 3 Basispunkte auf 0,31% gesunken.

Seitens der Konjunktur sei im Euroraum vorerst kein deutlicher Abschwung absehbar. Allerdings würden viele Daten signalisieren, dass sich das langsamere Wachstum des ersten Quartals auch im Frühjahr fortgesetzt habe. Der ifo-Geschäftsklima-Index sei im Juni um 0,5 auf 101,8 Punkte gefallen. Sowohl in der Industrie als auch im Handel, in der Baubranche und bei den Dienstleistern habe der Optimismus nachgelassen. Das Positive sei aber, dass die Unternehmenschefs sich weiterhin zuversichtlich geben würden, was die Auftragsbücher angehe.

In Anbetracht der geschilderten Umstände sei im Juni die Aktienquote stark reduziert worden und im Gegenzug seien die Renteninvestments sowie die Liquidität erhöht worden. In der Gesamtbetrachtung habe der LBBW FondsPortfolio Rendite im Juni 2018 eine leicht negative Monats-Performance in Höhe von -0,43% erzielt. (Stand vom 29.06.2018) (12.07.2018/fc/a/f)





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