LBBW Dividenden Strategie Euroland RT-Fonds: 09/2018-Bericht, Wertverlust von 0,14% - Fondsanalyse


12.10.18 08:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Dividenden Strategie Euroland investiert in Unternehmensaktien aus dem Euroraum, die sich durch eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik auszeichnen, so die Experten von LBBW Asset Management.

Zu den Auswahlkriterien würden, neben einer überdurchschnittlich hohen Ausschüttung je Aktie, die Stabilität der Bilanzstruktur, Ertrags- bzw. Substanzstärke und gute Wachstumsperspektiven des Unternehmens gehören. Ziel des Fonds sei es, eine überdurchschnittliche Wertentwicklung im Vergleich mit dem Euroland-Aktienmarkt zu erwirtschaften. Der Fondsmanager betreibe Stock-Picking, d.h. er orientiere sich an keinem Index und an keiner vorgegebenen Länder- oder Branchengewichtung. Der Schwerpunkt der Anlagen liege derzeit bei großen Unternehmen aus den führenden Aktienindices, welche durch aussichtsreiche kleinere Werte ergänzt würden.

Glaube man der Statistik, sei der September einer der schlechtesten Börsenmonate. Gleich zu Beginn des Monats habe der September seinem Ruf als Schreckgespenst an der Börse auch alle Ehre gemacht. Der DAX etwa habe über drei Prozent nachgegeben. Die Anleger hätten auf "risk-off" geschaltet, um gegen die allfälligen Unwägbarkeiten an den üblichen Risikofronten wie Handelsstreit, Brexit, Türkei-Krise, etc. gewappnet zu sein. So habe der DAX den Handel erstmals seit über fünf Monaten unter 12.000 Punkten beendet. Nach diesem turbulenten Start in den September hätten sich die Aktienmärkte allerdings schnell wieder stabilisiert, nachdem die beiden Krisenherde Emerging Markets und Handelsstreit etwas an Drohpotenzial eingebüßt hätten: So habe die türkische Notenbank mit der Leitzinserhöhung auf 24% - gegen den Wunsch Erdoğans - ihre Unabhängigkeit demonstriert. Zudem habe es Hoffnung gegeben, dass die beiden Konfliktparteien im Handelsstreit, USA und China, eine gemeinsame Lösung anstreben würden, nachdem eine Woche zuvor noch eine Eskalation befürchtet worden sei.

Die allgemein freundliche Entwicklung sei auch durch einen stabilen ifo-Index gestützt worden. Der ifo habe sich trotz der aktuellen Unsicherheitsfaktoren vergleichsweise gut halten können. Nach dem starken Anstieg vom August habe er im September zwar wieder etwas nachgegeben, allerdings nur geringfügig von 103,9 auf 103,7. Die von Bloomberg befragten Bankvolkswirte hätten mit einem stärkeren Rücksetzer auf 103,2 gerechnet.

Aus Furcht vor einem Schuldenstreit zwischen Italien und der EU hätten die Anleger am letzten Tag des Monats September die Reißleine gezogen. Die europäischen Aktienmärkte hätten deshalb per Saldo überwiegend im Minus abgeschlossen.

Mit einer Performance von -1,07% habe der LBBW Dividenden Strategie Euroland R im September vor den relevanten Marktindices (EURO STOXX 50: -0,84% und der möglichen Benchmark EURO STOXX: -1,23%) gelegen. Der EURO STOXX Select Dividend 30 habe bei -0,04% gelegen. Die Volatilität des Fonds habe auf Sicht von einem Jahr bei 10,5%, die der möglichen Benchmark EURO STOXX bei 11,1% gelegen.

Im Berichtszeitraum sei Allokation ausschlaggebend gewesen. Im Fonds seien bei der Performanceattribution nach Branchen die Sektoren Technologie und Energie im Beitrag relativ besser zur Benchmark gewesen. Mit der Gewichtung in der Branche Medien (übergewichtet) und Versicherungen (untergewichtet) habe das Fondsmanagement weniger gut gelegen.

Auf der Selektionsebene hätten in der Performanceattribution die Energiebranche anhand der OMV, die Gesundheit mit der französischen Sanofi sowie der Einzelhandelssektor mit der Carrefour positiv herausgestochen. Weniger erfolgreich habe das Fondsmanagement mit der Selektion von RELX innerhalb des Mediensektors, mit der finnischen Wartsilä aus dem Industriegüterbereich und im Chemiesektor mit der K+S gelegen. RELX habe sich entschieden, ihren Hauptsitz nach London zu verlegen und die bestehenden Aktien aus den Niederlanden in die englische Gattung umzutauschen.

Im Berichtszeitraum seien Aktien des Energieunterversorgers Fortum gekauft worden. 50,8% des Unternehmens würden vom finnischen Staat gehalten. Fortums Organisation umfasse vier Geschäftsbereiche: Erzeugung, Lösungen für Städte, Lösungen für Verbraucher und Russland. Um Innovationen und die Neugeschäftsentwicklung zu beschleunigen, sei der Bereich Technologie und Neue Unternehmen geschaffen worden, zudem peile das Unternehmen ein Solar- und Windportfolio im Gigawatt-Maßstab an. Ziel sei, eine immer sauberere Erzeugung von Strom und Wärme, die effizientere Nutzung von erneuerbaren Energiequellen, der Erhalt natürlicher Ressourcen und die Förderung der Kreislaufwirtschaft. In 2017 seien 96% der Energieerzeugung in der EU CO2-frei gewesen. Gleichzeitig steige der Preis für die CO2 Zertifikate an der Börse. Damit könne Fortum seine zugeteilten Kontingente höher bepreisen.

Im Juni 2018 sei Fortum dank eines Übernahmeangebots mit einem Anteil von 47% größter Anteilseigner der deutschen Uniper AG geworden. Das Unternehmen habe das Ziel, den Return on Capital Employed auf 10% zu steigern und 50% bis 80% des Gewinns als Dividende auszuschütten. Aktuell betrage die Dividendenrendite 5%.

Dagegen haben wir Iberdrola aus Spanien komplett verkauft, so die Experten von LBBW Asset Management.

Der Schwerpunkt der Investitionen nach Ländern habe in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden gelegen. Die größten Branchen im Fonds seien Industriegüter gewesen, gefolgt von Banken, Chemie und Energie. (Stand vom 28.09.2018) (12.10.2018/fc/a/f)






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