Janus Henderson Global Sustainable Equity Fund: Die boomende US-Wirtschaft als Teil des Problems? - Fondsanalyse


09.11.18 08:30
Janus Henderson Investors

London (www.fondscheck.de) - Die weltweiten Aktienmärkte präsentierten sich im dritten Quartal von ihrer starken Seite, wie die positive Wertentwicklung des MSCI World Index belegt, der gemessen in US-Dollar eine Gesamtrendite von nahezu 5 Prozent erzielte, so die Experten von Janus Henderson Investors im Kommentar zum Janus Henderson Global Sustainable Equity Fund (ISIN GB00B7KYJH09 / WKN A1J2Y1, A Acc Eur Un-Hedged; ISIN GB0005027221 / WKN 797237, A Inc).

Allerdings hätten hierzu nicht alle Anlageregionen beigetragen. Vielmehr sei die starke Entwicklung im Wesentlichen auf die beiden großen Regionen USA und Japan beschränkt gewesen. Anleger in Schwellenländern hätten dagegen Renditeeinbußen hinnehmen müssen.

Im zweiten Quartal sei die US-Wirtschaft mit einer Jahresrate von über 4 Prozent gewachsen. Damit habe sie eines der besten Ergebnisse seit Jahren erzielt. Der Arbeitsmarkt sei nahezu leergefegt, die Arbeitslosenquote liege mit nur noch 3,7 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit 1969. Nicht umsonst habe Amazon kürzlich den Mindestlohn für seine Beschäftigten um 50 Prozent auf 15 Dollar pro Stunde angehoben. Obwohl die statistischen Daten insgesamt noch eine geringe Inflationsrate ausweisen würden, bleibe die US-Notenbank FED auf dem eingeschlagenen Kurs und habe den Leitzins auf nunmehr 2,25 Prozent erhöht.

Die Straffungspolitik der US-Währungshüter stehe damit in deutlichem Kontrast zur Geldpolitik in vielen anderen Ländern - und verursache erste Probleme. Besonders hätten dies in den vergangenen drei Monaten die Türkei und Argentinien zu spüren bekommen. Aber auch andere Schwellenländern seien aufgrund der Angst vor einer weltweiten Ansteckung in schweres Fahrwasser geraten. Das anhaltende Ringen um den Brexit und die Haushaltspläne der italienischen Populisten würden derweil dafür sorgen, dass auch die Märkte in Europa unter Druck bleiben würden. In der Folge hätten europäische Bankenwerte mit die schwächste Performance in den Industrieländern verbucht.

Aber auch jenseits der Geldpolitik führe die im Vergleich starke US-Wirtschaft zu globalen Verwerfungen, sei sie doch Wasser auf die Mühlen der nationalistisch gefärbten Agenda der Trump-Administration. So habe die Ankündigung von Einfuhrzöllen in Höhe von 10 Prozent auf chinesische Waren im Wert von weiteren 200 Milliarden US-Dollar den Handelsstreit zwischen den USA und dem Reich der Mitte im dritten Quartal weiter eskalieren lassen. Damit nicht genug, habe Trump mit einer Anhebung der Strafzölle auf 25 Prozent im Januar gedroht. Im Gegenzug habe China US-Importe im Wert von 60 Milliarden US-Dollar mit Vergeltungszöllen belegt.

Deutlich beunruhigender als das Anziehen der Zinsschraube, eskalierende Handelskonflikte und der um sich greifende Populismus sei wohl die Häufung von Extremwetterereignissen. In diesem Jahr jage ein Negativrekord den anderen, sei es in Form von Waldbränden auf der Nordhalbkugel, von Hitzewellen in Europa und Japan oder von Megastürmen und Flutkatastrophen in einer Vielzahl anderer Weltregionen. Der Klimawandel könne nicht mehr als abstraktes Risiko in ferner Zukunft abgetan werden. Er findet vor unser aller Augen statt und bedroht mit seinen Folgen auch den weltweiten Wohlstand, so die Experten von Janus Henderson Investors.

Zu den Branchen mit der besten Wertentwicklung hätten im dritten Quartal Informationstechnologie, Gesundheit und Industrie gehört. Dessen ungeachtet seien einige IT-Unternehmen zwischen die Fronten der aufziehenden Handelskriege geraten. Bereits im September habe es erste Anzeichen für eine nachlassende Investitionstätigkeit von Firmen gegeben, die im Industrie-, IT- und Automotive-Markt aktiv seien. Im Gesundheitssektor hätten Pharma- und Biotechnologiewerte am besten abgeschnitten. Die Experten würden attraktive Anlagechancen in den Bereichen IT und Industrie sehen. Energie, Verbrauchsgüter und Finanzen dürften weniger langfristiges Renditepotenzial beinhalten.

Die größten positiven Beiträge zur Wertentwicklung:

Die Aktie von Hubbell (Thema Effizienz), einem nordamerikanischen Hersteller von Elektro­zubehör, Lichttechnik und Leistungskomponenten, habe sich von der Talfahrt erholt, die die Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal ausgelöst habe. Hubbell habe darin über schwächer als erwartete Gewinnmargen berichtet und den Rückgang auf Inflationsdruck zurückgeführt. Der Vorstand des Unternehmens habe zu verstehen gegeben, die Preise würden zum Ausgleich angehoben werden, und die Experten hätten die Gelegenheit zum Ausbau ihrer Position genutzt. Die Ergebnisse für das zweite Quartal hätten eine Verbesserung signalisiert, und die Unternehmensleitung habe die Prognose für den freien Cashflow nach oben korrigiert.

Hubbell wolle mit seinen Produkten die elektrische Effizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit erhöhen. Angeboten würden unter anderem Niedervoltsysteme, Verdrahtungsvorrichtungen, LED-Leuchten sowie intelligente Steuerungen und Leistungskomponenten für Stromnetze. Die zunehmende Elektrifizierung der Wirtschaft sei eine nötige Voraussetzung für den erfolgreichen Übergang zu einer Wirtschaftsweise mit niedrigem Co2-Ausstoß, und Hubbell liefere dafür die Infrastruktur.

Progressive (Thema Sicherheit), einer der größten Autoversicherer der USA, habe seine gute Aktienperformance fortgesetzt. Der Titel profitiere zurzeit von einer Ausweitung des Geschäftsfelds auf Wohngebäudeversicherungen und dem erfolgreichen Bemühen, Gebäude- und Autoversicherungen im Paket anzubieten. Die Expansion in neue Märkte beschere Progressive ein strukturell höheres Beitragswachstum und bessere Gewinnmargen. Das Unternehmen siedele sich selbst im Bereich Datenwissenschaft an, als Spezialist für die Versicherungsbranche.

Progressive nutze datenanalytische Methoden, um beispielsweise Fahrgewohnheiten zu untersuchen und auf diese Weise Autofahrer zu identifizieren (und als Kunden zu gewinnen), die weniger riskant fahren würden. Dadurch würden seine Versicherungsnehmer zu einer defensiveren Fahrweise ermuntert, was wiederum niedrigere Versicherungsbeiträge ermögliche. Progressive gewinne so einen Wettbewerbsvorteil und könne schneller wachsen.

Die Aktie von Encompass Health (Thema Gesundheit), einem führenden Anbieter von Anschlussheilbehandlungen in den USA, sei nach Veröffentlichung von Ergebnissen, die ein robustes organisches Wachstum in den Geschäftssparten häusliche Pflege und Palliativmedizin belegen würden, gestiegen. Das Unternehmen habe überdies eine Akquisition verkündet, durch die es seine Stellung in der Hospizversorgung in den USA weiter ausbauen werde. Nachdem der Titel gut gelaufen sei, hätten die Experten ihre Position auf eine Größe reduziert, die dem Risiko einer Änderung der staatlichen Förderung Rechnung trage. Encompass sei gut aufgestellt, um von der Alterung der Bevölkerung und dem dadurch erhöhten Kostendruck im amerikanischen Gesundheitswesen zu profitieren. Seine Rehabilitationskliniken und die Angebote im Bereich der häuslichen Pflege würden Kostenvorteile gegenüber Altenpflegeeinrichtungen bieten.

Autodesk (Thema Wissen & Technologie), der weltweit führende Anbieter von Design-Software (CAD, Computeranimation) für Architekten und Ingenieure, habe nach Bekanntgabe der Quartalszahlen einen Anstieg seiner Aktie verzeichnet. In den Ergebnissen habe sich der Übergang zu einem profitableren Modell mit wiederkehrenden Erlösen widergespiegelt - statt Software-Lizenzen zu erwerben, würden viele Anwender zu digitalen Abonnements wechseln. Mittlerweile würden angeblich 96% der Einnahmen von Autodesk auf wiederkehrender Basis fließen. Aus Sicht der Experten sei dadurch eine größere Gewinnstabilität für den Fall gewährleistet, dass die Baukonjunktur an Schwung verliere. Mit den Lösungen von Autodesk könnten Kunden die ökologischen und sozialen Auswirkungen ihrer Entwürfe optimieren. Das könne etwa bedeuten, dass der Energiebedarf drastisch reduziert werde, dass eine robuste und ökologisch nachhaltige Infrastruktur geschaffen werde oder dass bei der Produktentwicklung und -herstellung neue Wege gegangen würden.

Die größten negativen Beiträge zur Wertentwicklung:

Kurseinbußen habe die Aktie von IPG Photonics (Thema Effizienz) hinnehmen müssen. Der weltweit führende Hersteller von Hochleistungsfaserlasern erziele fast 50% seiner Umsätze in China, und der eskalierende Handelskonflikt zwischen den USA und der Volksrepublik sowie die daraus resultierende makroökonomische Ungewissheit hätten einige Kunden veranlasst, Kaufentscheidungen zu verschieben. Durch die Produkte von IPG würden industrielle Fertigungsprozesse grundlegend verändert. Die Produktivität steige, und negative ökologische Auswirkungen würden reduziert. Die Laser seien stärker, zuverlässiger und bis zu zwanzigmal energieeffizienter als herkömmliche Industrielaser. Daraus ergebe sich eine weit größere Zahl von Anwendungsmöglichkeiten.

Die Aktie von Evoqua Water Technologies (Thema Wasserwirtschaft), einem Wassertechnologieunternehmen mit dem alleinigen Schwerpunkt Wasseraufbereitung, sei nach Veröffentlichung der Quartalszahlen gefallen. Wie bereits im Vorquartal habe Evoqua unter Verzögerungen bei öffentlichen Großprojekten gelitten. Die Unternehmensleitung sei jedoch zuversichtlich, dass sich die Ertragslage in den nächsten Monaten im Zuge der Fertigstellung dieser Projekte verbessern werde. Evoqua habe Kunden im kommunalen Bereich und in der Industrie, und die angebotenen Lösungen würden den gesamten Wasserzyklus von der Gewinnung und Trinkwasseraufbereitung bis hin zur Abwasserbehandlung und –wiederverwendung umfassen. Kunden könnten durch eine sparsamere Wassernutzung, die durch die Aufbereitungsanlagen von Evoqua ermöglicht werde, ihre Kosten senken. Sie würden außerdem bei der Einhaltung gesetzlicher Anforderungen und Vorgaben zur Umweltverträglichkeit von dem Unternehmen unterstützt.

Microchip (Thema Effizienz) habe Kurseinbußen verzeichnet. Der Entwickler und Hersteller von Mikrocontroller-Chips habe über Anzeichen für einen schwächeren Geschäftsverlauf bei einigen seiner Kunden berichtet. Verantwortlich dafür seien mehrere Faktoren gewesen, unter anderem Sorgen über höhere Zölle sowie Engpässe bei passiven Komponenten an anderen Stellen in der Lieferkette. Hinzu sei die Übernahme von Microsemi gekommen, die während des Quartals abgeschlossen worden sei. Im Nachhinein habe Microchip erfahren, dass die Firmenleitung von Microsemi durch absichtliches "Zustopfen" der Vertriebskanäle die Umsatz- und Gewinnzahlen künstlich in die Höhe getrieben habe. Nach Ansicht der Experten seien diese Probleme vorübergehender Natur, und die Experten würden in Microchip nach wie vor einen der weltweit bestpositionierten Nutznießer der Vierten industriellen Revolution sehen. Mikrocontroller würden als grundlegende Bausteine einer vernetzten Welt unzählige Anwendungen finden. Sie seien unentbehrlich für die Verbesserung der Effizienz, mit der elektrische Energie erzeugt und verbraucht werde.

Die Aktie von ASML (Thema Wissen & Technologie), einem internationalen Hersteller von Geräten zur Fertigung von Mikrochips, sei wie der gesamte Halbleitersektor gefallen. Viele Marktteilnehmer seien beunruhigt über die Auswirkungen der Handelsstreitigkeiten, den möglicherweise schon erreichten Höhepunkt der Nachfrage in verschiedenen Endabnehmermärkten und das schwache Preisumfeld im Speicherbereich. Auch wenn dies alles berechtigte Sorgen sein mögen würden, würden die Experten Halbleiter weiter als Grundbausteine einer vernetzten Welt betrachten, und die Produkte von ASML seien nach Erachten der Experten entscheidend für künftige Effizienzgewinne bei Halbleitern.

ASML sehe seine "Mission" in der Entwicklung neuer Technologien für High-Tech-Lithographiesysteme (Übertragung von Mustern oder Formen auf Silizium-Wafer), messtechnischer Systeme und innovativer Software-Lösungen für die Halbleiterindustrie. Damit trage das Unternehmen maßgeblich dazu bei, dass sich das Mooresche Gesetz weiter bewahrheiten könne und immer kleinere, billigere, leistungsstärkere und energieeffizientere Mikrochips gebaut würden. Der technologische Fortschritt in Bereichen wie Gesundheit, Technologie, Kommunikation, Energie, Mobilität und Entertainment werde so erst möglich.

In der Strategie der Experten seien die Themen Wissen & Technologie und Effizienz überproportional vertreten. Das zeige sich an der Übergewichtung von IT- und Industriewerten gegenüber dem Index. Nach wie vor untergewichtet seien Energie-, Basiskonsum- und Finanzwerte. Die regionale Aufteilung stimme dagegen mit der des MSCI World Index überein - die Strategie werde bewusst so gemanagt, dass dies der Fall sei, wohingegen sich die Sektor-Gewichtungen als Nebeneffekt aus der Suche nach den interessantesten Titelideen und dem Bemühen um ein ausgewogenes Risikoprofil ergeben würden.

Neue Positionen seien im Laufe des Quartals in Nintendo und MasterCard aufgebaut worden. Von Analog Devices und Tetra Tech hätten sich die Experten getrennt.

Nintendo (Thema Lebensqualität) sei ein japanischer Hersteller von Spielkonsolen und Videospielen. Das prinzipienfeste Unternehmen habe sich das Ziel gesetzt, allen Kunden, die mit seinen Angeboten in Berührung kommen würden, "ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern". Nintendos Produkte seien familienorientiert und würden sich durch eine starke soziale Komponente auszeichnen. In dieser Hinsicht unterscheide sich Nintendo wesentlich von anderen Spieleanbietern, und die Experten seien der Meinung, dass ein Unternehmen, das seine Aufgabe darin sehe, so viele Menschen wie möglich - unabhängig von Alter, Geschlecht und ethnischer Zugehörigkeit - glücklich zu machen, einen Platz in dem Portfolio der Experten verdient habe.

Untersuchungen hätten überdies gezeigt, dass Spiele die Lesekompetenz und die mathematischen Fähigkeiten, Multi-Tasking, Ausdauer und Feinmotorik verbessern würden. Erfreulich würden die Experten auch finden, dass Nintendo eine Technologie entwickelt habe, mit der Eltern die Spielenutzung ihrer Kinder aus der Ferne überwachen und kontrollieren könnten, und dass das Unternehmen Schritte unternehme, um die negativen Folgen von übermäßigem Spielen zu minimieren.

Mastercard (Thema nachhaltige Immobilien- und Finanzanlagen) betreibe ein weltweites Netz zur Zahlungsabwicklung in über 200 Ländern. Der Finanzdienstleister habe sich einen sicheren, einfachen und intelligenten elektronischen Zahlungsverkehr zum Ziel gesetzt. Mastercard gelte als führend bei Innovationen in dem Bereich. Zu den vielen Vorteilen elektronischer Zahlungen würden die Sicherheit und Bequemlichkeit von Zahlungsvorgängen, aber auch die positiven Effekte für Wirtschaftswachstum und finanzielle Inklusion gehören. Mastercard habe rund um den Globus zahlreiche Projekte initiiert, bei denen es darum gehe, Finanzdienstleistungen erschwinglich zu machen. Mit weiteren Programmen solle ein inklusives Wachstum gefördert werden.

In der ersten Oktoberwoche seien die Anleiherenditen weltweit scharf angezogen. Parallel dazu sei an den internationalen Aktienmärkten eine deutliche Rotation der bevorzugten Anlagestile zu verzeichnen gewesen. So habe der MSCI World Value Index am Donnerstag, dem 4. Oktober, den MSCI World Growth Index um 1,3% überflügelt - das sei die stärkste Outperformance an einem einzelnen Tag seit Mai 2009 gewesen. Besonders stark unter Druck hätten IT-Werte gestanden, wohingegen Energie-, Finanz-, Basiskonsum- und Versorgertitel, in denen die Strategie der Experten untergewichtet sei, zu den Bereichen gezählt hätten, die am besten abgeschnitten hätten. Für die Strategie, die ja dem wachstumsorientierten Anlagestil zuneige, sei das gegenwärtige Umfeld schwierig, besonders wegen der Übergewichtung des IT-Sektors.

Bei einem Active Share des Portfolios von über 90% seien Phasen der Underperformance (genauso wie solche der Outperformance) schon aus statistischen Gründen unvermeidlich, und die Experten möchten ihre Anleger ermuntern, die aktuelle Situation als potenzielle Einstiegsgelegenheit zu betrachten. Auf kürzere Sicht kommt es immer wieder zur "Mean Reversion" (Rückkehr zum langfristigen Mittel), und wenn es so weit ist, sollten wir nie den Unterschied zwischen Bewertung und tatsächlichem Wert vergessen, so die Experten von Janus Henderson Investors. Es gebe zahlreiche Faktoren, die zu kurzfristigen Schwankungen der Bewertungen führen könnten - einer der wichtigsten davon sei das Zinsniveau. Bewertung und Wert dürften wie gesagt nicht verwechselt werden, und nach Überzeugung der Experten werde Wachstum - auf lange Sicht - immer den größten Wert für Anleger schaffen.

Ein wichtiges Merkmal der Strategie der Experten sei die Bedeutung, die sie in ihrem Investmentprozess dem Thema Nachhaltigkeit im Hinblick auf ökologische und soziale Entwicklungen beimessen würden. Dieser Ansatz verleihe den Experten eine enorme Klarheit und Konsequenz bei der Suche nach attraktiven Titeln in Bereichen, in denen starke thematische Wachstumstreiber am Werk seien. Die Umstellung auf eine klimaverträgliche Wirtschaftsweise und die Vierte industrielle Revolution, die eine zunehmende technologische Durchdringung aller Bereiche der globalen Wirtschaft mit sich bringen werde, seien zwei extrem mächtige Investmenttrends. Das Portfolio der Experten sei so aufgestellt, dass es von diesen Trends profitieren könne. Beide seien untrennbar mit einer Lösung der zahlreichen Konflikte zwischen ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit verbunden.

Die Experten würden davon ausgehen, dass die Ölpreise wieder sinken würden. Vom Standpunkt der Produzenten sei ein hoher Ölpreis im Grunde kontraproduktiv, da er Innovations- und Substitutionsprozesse nur noch beschleunige. In zehn Jahren werde es mehr erneuerbare Energie, wesentlich mehr Elektroautos und Milliarden zusätzlicher internetfähiger Geräte geben, die mit ihren Halbleitern und Mikrochips riesige Datenmengen erfassen, aber auch selbst erzeugen würden. All diese Daten würden in der Cloud gespeichert werden, was entsprechende Speicherkapazitäten erfordere. Sie würden von Softwareprogrammen analysiert und nutzbar gemacht werden - zur Erreichung von Effizienzgewinnen, zur Steigerung der Produktivität und zum Nutzen der gesamten Gesellschaft.

Das Portfolio der Experten enthalte Aktien vieler Unternehmen, die in diesen Bereichen führend seien. Vertreten seien aber auch Firmen aus dem Konsumsektor, die eine Vorreiterrolle bei dem Bemühen spielen würden, die Kreislaufwirtschaft voranzubringen. Des Weiteren würden die Experten in Kranken- und Lebensversicherer, in Gesundheitsdienstleister, in Spezialisten für Wassertechnologie, elektrische Sicherheit und Architektur, in Bildung und Unterhaltung investieren. Wenn sie an Nachhaltigkeit denken würden, würden sie eine ganze Welt von Möglichkeiten sehen - ihr Portfolio sei sehr breit gefächert, habe aber zugleich eine klare Ausrichtung. (Ausgabe vom 08.11.2018) (09.11.2018/fc/a/f)





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