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J.P. Morgan AM startet nachhaltige und aktive ETFs - ETF-News


11.10.18 14:29
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Fondsgesellschaft J.P. Morgan Asset Management startet Mitte Oktober drei börsengehandelte Indexfonds (ETFs), so die Experten von "FONDS professionell".

Die neuen Portfolios sollten nachhaltige Anlagekriterien (ESG) erfüllen. Zudem würden sie sich nicht alleine an einem Vergleichsbarometer orientieren, sondern würden eine aktive Steuerung hinzunehmen. Die drei ETFS sollten am 16. Oktober an der Deutschen Börse, der London Stock Exchange und der Borsa Italiana notiert werden, habe die Gesellschaft mitgeteilt.

Die drei neuen Fonds würden jeweils in US-, in europäische sowie in globale Aktien investieren. Dabei würden sie sich beim auf Risikograd und der Portfoliokonstruktion an die jeweiligen Benchmarks anlehnen. Sie würden Investoren aber im Gegensatz zu rein passiven Investments J.P. Morgan AM zufolge "einen Informationsvorsprung" ermöglichen. Sie würden vom hauseigenen Research profitieren, das in den sogenannten Research Enhanced Index-Investmentprozess (REI) einfließe.

"Diese ETFs streben danach, das Beste aus aktivem und passivem Portfoliomanagement in sich zu vereinen und sind somit in der Lage, Portfolios auf vielseitige Art stärker zu machen", sage Christoph Bergweiler, Leiter von J.P. Morgan AM in Deutschland, Österreich, Zentral- und Osteuropa sowie Griechenland. So könnten sie beispielsweise als kosteneffizientes Kernengagement dienen oder als Instrument zur Asset Allokation. "Diese Art von Innovation ermöglicht es uns, Bausteine für die komplexen Anforderungen professioneller Anleger im herausfordernden Umfeld zu bieten", erläutere Bergweiler.

Das Researchteam bestehe aus 65 Analysten, die über den Globus verstreut arbeiten und Hintergrundinformationen recherchieren würden. Mithilfe dieses Informationsvorsprungs würden die Portfoliomanager attraktiv erscheinende Titel leicht über- und weniger attraktiv erscheinende Titel leicht untergewichten. Die REI-Portfolios würden somit Indexmerkmale beibehalten, aber gleichzeitig darauf abzielen, höhere positive Zusatzerträge als der Index zu erzielen.

Benchmark des europäischen ETF sei der MSCI Europe Index. Als Vergleichsindex für den US-ETF diene der S&P 500, der globale ETF werde mit dem MSCI World Index verglichen. Alle drei ETFs hätten eine Gesamtkostenquote (TER) von 25 Basispunkten.

Ein weiterer Schwerpunkt im Anlageprozess sei die systematische Berücksichtigung von ESG-Kriterien, heiße es in der Mitteilung weiter. Ein weiterer Schritt seien normen- und wertbasierte Screenings. Diese ermöglichten es etwa, Unternehmen aus bestimmten Sektoren auszuschließen.

"Nachdem wir dieses Jahr im Februar unsere ersten ETFs an der Deutschen Börse gelistet haben, bieten wir nun ETF-Lösungen im Bereich Aktien, Anleihen und alternative Strategien. Wir freuen uns darauf, unser ETF-Angebot über die nächsten Jahre um aktive, alternative Beta- sowie passive Anlagestrategien zu erweitern", ergänze Philip Annecke, Head of ETF Distribution für Deutschland und Österreich bei J.P. Morgan AM. (News vom 10.10.2018) (11.10.2018/fc/n/e)