JPM Highbridge Statistical Market Neutral stabil


21.11.08 09:40
J.P. Morgan Asset Management

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Zwei Jahre JPM Highbridge Statistical Market Neutral Fund (HSMNF) (ISIN LU0273792142 / WKN A0LHKW) belegen: Im volatilen Marktumfeld bewähren sich marktneutrale Strategien, so die Experten von J.P. Morgan Asset Management.

Der Fonds habe seit November 2006 pro Jahr einen Ertrag von 4,73 Prozent bei einer Volatilität von 4,25 Prozent erzielt (Stand: 31.10.2008, Quelle: Lipper). In diesem Jahr habe sich der JPM Highbridge Statistical Market Neutral Fund besonders stabil entwickelt und per 18.10. ein Plus von 10,8 Prozent erreicht. Die Volatilität habe dabei bei 3,25 Prozent gelegen. Im Vergleich: Der MSCI World Index liege in diesem Jahr bei -36,3 Prozent, der Geldmarktindex EONIA bei 3,4 Prozent.

Wie gelinge es dem JPM Highbridge Statistical Market Neutral Fund, sich dem Abwärtstrend der Finanzmärkte zu entziehen? Das Fondsmanagement nutze hierfür einen innovativen Ansatz, der das Alpha - also den marktunabhängigen Ertrag - maximiere und dabei das Marktrisiko "Beta" neutralisiere. "Durch die Kombination von traditionellen und alternativen Anlagen ergibt sich eine Ausweitung der Investitionsmöglichkeiten", erläutere Christoph Bergweiler, Vertriebsleiter bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt.

Die "Alternativen" würden sich dabei durch den Einsatz ihrer Instrumente und Techniken von traditionellen Investments wie Aktien, Anleihen und Geldmarkt unterscheiden. Beispiele hierfür seien Immobilien- und Infrastruktur-Investments, Rohstoffe, Private Equity oder Hedgefonds-Strategien. "Diese Anlageformen waren bisher kaum für Privatanleger verfügbar und erforderten einen längerfristigen Liquiditätsverzicht. Doch nun ergeben sich durch das Vehikel des klassischen Investmentfonds mehr und mehr Zugangsmöglichkeiten zu alternativen Strategien. Damit bieten sie jetzt nicht nur tägliche Liquidität und Preisfeststellung, sie sind als Treuhandvermögen auch unabhängig von der Bonität der Kapitalanlagegesellschaft", betone Bergweiler.

Ein solcher alternativer Portfoliobaustein seien beispielsweise marktneutrale Strategien. Sie würden absolute Renditeziele verfolgen - also genau das, wonach Anleger im volatilen Marktumfeld suchen würden - und damit positive Renditen bei steigenden und bei fallenden Kursen anstreben.

In der Vergangenheit seien solche Strategien direkt nur institutionellen Anlegern mit großen Anlagevolumina und unter erschwerten Ein- und Ausstiegsbedingungen zugänglich gewesen. Für Privatanleger habe es nur indirekte Investment-Möglichkeiten gegeben, beispielsweise über Dachfonds. Die Umsetzung der EU-Richtlinie UCITS III2 ermögliche den Fondsgesellschaften nun eine größere Flexibilität: Sie könnten auch Privatinvestoren Zugang zu alternativen Strategien ermöglichen. Diese würden dann über die Vorteile eines UCITS III-Investmentfonds, also börsentägliche Preisfeststellung und Liquidität, verfügen.

Eine marktneutrale Anlagestrategie reduziere das Marktrisiko, auch Beta genannt. Das Management gleiche dafür klassische "Long-Positionen" (Kauf von Aktien und späterer Verkauf) durch "Short-Positionen" (Leerverkauf anderer Aktien) aus. Da das Portfolio keine tatsächliche Marktposition eingenommen habe, sei es von Marktbewegungen weitgehend unabhängig. Die Volatilität dieser marktneutralen Strategie sei damit typischerweise geringer als bei klassischen "Long-only" Investments: Die Erträge würden ausschließlich aus der Alphagenerierung erfolgen und das Beta tendiere gegen Null. Dies führe zu einer zusätzlichen Portfoliodiversifizierung, denn die Korrelation zu klassischen Anlageformen sei sehr gering.

Das so genannte Alpha, also die Generierung der Erträge lasse sich beispielsweise mit der Handelsstrategie der statistischen Arbitrage umsetzen. Ziel dieser Handelsstrategie sei es, systematisch kleine Marktineffizienzen innerhalb der Aktienmärkte zu identifizieren. Mathematische Modelle würden aktuelle Daten eines Unternehmens und seiner Aktie mit historischen Daten vergleichen. Dadurch würden Preisanomalien für die Statistical Arbitrage-Manager identifizierbar.

Diese Handelsstrategie sei rein quantitativ getrieben und damit äußerst effizient in der Umsetzung. Sämtliche Anlageentscheidungen würden durch ein Computermodell getroffen, was die Analyse einer sehr großen Datenmenge ermögliche. Die Portfoliokonstruktion sei somit nicht durch menschliche Faktoren eingeschränkt, sondern biete ein Management des Portfoliorisikos in Echtzeit. Es bestehe aus einer großen Anzahl kleiner Einzelpositionen, die sich durch eine durchschnittlich kurze bis mittelfristige Haltedauer auszeichnen würden. Ziel sei, mit der jeweiligen Transaktion einen kleinen Gewinn zu erwirtschaften - durch ihre Vielzahl ergebe sich dann der Ertrag. Mit der häufigen Portfolio-Optimierung werde zudem eine ständige Ausgeglichenheit und Diversifizierung angestrebt.

Das Statistical Arbitrage Team von Highbridge habe bereits 2002 einen solchen Prozess entwickelt. Das Team bestehe aus Mathematikern, Statistikern und Informatikern, die über langjährige Erfahrung in Aktienanalysen und -handel auf Basis von quantitativen Strategien verfügen würden. Sie würden das Modell kontinuierlich erweitern und optimieren, um auch für das aktuelle, herausfordernde Umfeld gerüstet zu sein.

Highbridge Capital Management sei 1992 als spezialisierter Boutique-Anbieter für Alternative Investments in New York gegründet worden. Die Anlagestrategien von Highbridge hätten sich bereits in unterschiedlichen Marktumfeldern bewährt. Seit Dezember 2004 sei J.P. Morgan Asset Management mehrheitlich an der Gesellschaft beteiligt und biete seit Ende 2006 diese alternativen Investmentstrategien auch für Privatanleger in Europa an.

"Mit dem JPM Highbridge Statistical Market Neutral Fund ist nun seit zwei Jahren ein Publikumsfonds verfügbar, der eine marktneutrale Strategie nutzt: Der innovative Anlageprozess minimiert das Marktrisiko und schafft Ertragspotenzial unabhängig vom Marktumfeld. Durch die geringe Korrelation mit traditionellen Aktien- und Anleihenportfolios ermöglicht der Fonds auch im volatilen Marktumfeld eine Stabilisierung des Portfolios. Dies macht ihn als Beimischung auch für Privatanleger sinnvoll", so das Fazit von Christoph Bergweiler. (Ausgabe vom 20.11.2008) (21.11.2008/fc/a/f)