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Hedgefonds will GAM zerschlagen - Fondsnews


06.12.19 14:44
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der skandalgeplagte Schweizer Vermögensverwalter GAM hat noch immer mit Mittelabflüssen zu kämpfen, so die Experten von "FONDS professionell".

Nun dränge ein Hedgefonds das Management, die Sparmaßnahmen auszuweiten und sogar eine Aufspaltung der Aktivitäten zu erwägen. In einem der Nachrichtenagentur Bloomberg vorliegenden Schreiben an den GAM-Verwaltungsratpräsidenten David Jacob fordere Bluebell Capital Partners eine grundlegende Überprüfung der Unternehmensstrategie. GAM solle sich auf die Sanierung der Vermögensverwaltung konzentrieren und für den Bereich Private Labeling die Optionen ausloten - zu denen auch ein Verkauf zähle.

Bluebell kritisiere vor allem den Umgang des Verwaltungsrats mit dem "Haywood"-Skandal und fordere das Gremium auf, die personelle Erneuerung voranzutreiben. "Die GAM-Aktionäre zahlen einen hohen Preis für etwas, was zunehmend als Fehlreaktion auf einen Sturm im Wasserglas erscheint", schreibe Bluebell-Mitbegründer Giuseppe Bivona in dem Brief an die GAM-Führungsetage. Bivona habe den Inhalt des Schreibens bestätigt. Ein Sprecher von GAM habe gegenüber Bloomberg allerdings einen Kommentar zu Aktionärs-Interaktionen abgelehnt.

Mit dem Engagement von Bluebell steige der Druck auf GAM-Chef Peter Sanderson, der gerüchtehalber bereits den Abbau von mehr als 40 Prozent der Arbeitsplätze erwäge. Pläne des Vermögensverwalters, sich selbst zum Verkauf zu stellen, seien gescheitert.

Bluebell sei laut Bloomberg mit einem verwalteten Kapital von etwa 50 Millionen Euro zwar zu klein, um aus eigener Kraft Veränderungen zu erzwingen. Die Gründer wollten jedoch mit anderen Aktivisten kooperieren, mit denen sie schon in der Vergangenheit zusammengearbeitet hätten. In diesem Jahr habe bereits die ebenfalls aktivistische Krupa Global Investments einen Anteil in GAM aufgebaut. (News vom 05.12.2019) (06.12.2019/fc/n/s)