Guter Herbst für Aktien
03.09.10 13:33
GECAM
Wangen (aktiencheck.de AG) - Die Aktienmärkte kommen derzeit nicht vom Fleck, so die Experten von GECAM.
Der DAX oszilliere seit April zwischen 5.800 und 6.300 Punkten. Sogar innerhalb eines Tages seien die Schwankungen teilweise enorm und würden die hohe Nervosität der Marktteilnehmer widerspiegeln. Ein sicheres Indiz dafür, dass die Märkte in hohem Maße technisch geprägt, also vorwiegend von kurzfristig orientierten Marktteilnehmern bestimmt seien. Charttechnische Marken, zum Beispiel die 200-Tage-Linie, würden eine noch größere Rolle als in normalen Phasen spielen.
Die Auslöser der Nervosität seien vielfältig: Mal komme der Impuls vom Devisenmarkt, wo vermeintliche Krisenwährungen, wie der Japanische Yen und auch der US-Dollar, trotz schlechter Konjunkturdaten massiv angezogen hätten. Ein anderes Mal seien wieder aufflammende Sorgen über die weitere Entwicklung der Konjunktur die Ursache. Hierfür sei vor allem der ehemalige Musterschüler USA verantwortlich, dessen jüngste Daten zum Teil massiv enttäuscht hätten: Philly-FED-Index -7 statt +7, schwaches BIP-Wachstum etc. Sie würden sogar Anlass für neue Rezessionsängste geben, die im so genannten Double Dip gipfeln würden.
Die hohen Schwankungen hätten vielen Marktteilnehmern in diesem Jahr enorme Verluste beschert. Weder fundamentale Modelle noch Trendfolgemodelle hätten bisher in ihrer Breite positive Ergebnisse geliefert. Darüber hinaus würden immer mehr private und institutionelle Anleger aufgrund dieser Entwicklung aus den Märkten getrieben. Die Märkte würden sozusagen austrocknen, was sich an dem historisch niedrigen Handelsvolumen messen lasse.
Die extreme Risikoaversion gegenüber Aktien habe zuletzt zu einem Run in lange Rentenlaufzeiten geführt, wodurch die zehnjährigen Renditen hierzulande auf historische Tiefs zusammengeschmolzen seien - von 3,4 Prozent auf 2,1 Prozent. Das Rentenbarometer Bund-Future habe allein in den letzten vier Wochen 600 Basispunkte zugelegt, das könne durchaus als blasenähnlicher Verlauf bezeichnet werden. In einem Umfeld von BIP-Wachstumsraten um die 3 Prozent sowie Dividendenrenditen defensiver Aktien aus dem Telekommunikations- und Versorgerbereich von rund 7 Prozent sei das aktuelle Investorenverhalten von einer extrem asymmetrischen Risikowahrnehmung geprägt.
Die Experten von GECAM gehen davon aus, dass Deutschland als Exportnation weiterhin vom niedrigen Euro profitieren wird. Die Bewertung deutscher Aktien sei nach wie vor attraktiv und das Zinsumfeld sehr vorteilhaft. Es ermögliche den Unternehmen, neben einer günstigen Refinanzierung des operativen Geschäfts auch Aktienrückkäufe und Übernahmen zu finanzieren. Gerade US-amerikanische und japanische Unternehmen, deren Cash-Reserven in US-Dollar und Yen gegenüber dem Euro stark aufgewertet hätten, würden vermehrt in Europa auf Schnäppchenjagd gehen. Die Experten würden dem deutschen Aktienmarkt dadurch ausnahmsweise auch eine gewisse Abkopplung von den Aktienmärkten in den USA und Japan zutrauen. Darüber hinaus würden sie Aktien der wachstumsstarken Volkswirtschaften aus den Emerging Marktes für attraktiv halten.
Im Rentenmarkt würden die Experten massive Korrekturen erwarten und einen Anstieg der deutschen Zehnjahresrenditen in Richtung 3 Prozent für wahrscheinlich halten.
Vor diesem Hintergrund sind die Portfolios der Experten von GECAM im Bereich eines DAX von 6.300 Punkten eher defensiv ausgerichtet, wohingegen Niveaus um 5.800 Punkte für sie attraktive Einstiegsgelegenheiten darstellen. Renteninvestments in Staatsanleihen und Unternehmensanleihen würden die Experten vorerst meiden. Dem Euro würden sie nach der erfolgten 50-Prozent-Korrektur des vorangegangenen Anstiegs von 1,18 auf 1,31 eine weitere positive Entwicklung in Richtung 1,35 bis 1,38 zutrauen. Von einem schwächeren US-Dollar würden auch Rohstoffe indirekt profitieren. (03.09.2010/fc/a/m)
Der DAX oszilliere seit April zwischen 5.800 und 6.300 Punkten. Sogar innerhalb eines Tages seien die Schwankungen teilweise enorm und würden die hohe Nervosität der Marktteilnehmer widerspiegeln. Ein sicheres Indiz dafür, dass die Märkte in hohem Maße technisch geprägt, also vorwiegend von kurzfristig orientierten Marktteilnehmern bestimmt seien. Charttechnische Marken, zum Beispiel die 200-Tage-Linie, würden eine noch größere Rolle als in normalen Phasen spielen.
Die Auslöser der Nervosität seien vielfältig: Mal komme der Impuls vom Devisenmarkt, wo vermeintliche Krisenwährungen, wie der Japanische Yen und auch der US-Dollar, trotz schlechter Konjunkturdaten massiv angezogen hätten. Ein anderes Mal seien wieder aufflammende Sorgen über die weitere Entwicklung der Konjunktur die Ursache. Hierfür sei vor allem der ehemalige Musterschüler USA verantwortlich, dessen jüngste Daten zum Teil massiv enttäuscht hätten: Philly-FED-Index -7 statt +7, schwaches BIP-Wachstum etc. Sie würden sogar Anlass für neue Rezessionsängste geben, die im so genannten Double Dip gipfeln würden.
Die extreme Risikoaversion gegenüber Aktien habe zuletzt zu einem Run in lange Rentenlaufzeiten geführt, wodurch die zehnjährigen Renditen hierzulande auf historische Tiefs zusammengeschmolzen seien - von 3,4 Prozent auf 2,1 Prozent. Das Rentenbarometer Bund-Future habe allein in den letzten vier Wochen 600 Basispunkte zugelegt, das könne durchaus als blasenähnlicher Verlauf bezeichnet werden. In einem Umfeld von BIP-Wachstumsraten um die 3 Prozent sowie Dividendenrenditen defensiver Aktien aus dem Telekommunikations- und Versorgerbereich von rund 7 Prozent sei das aktuelle Investorenverhalten von einer extrem asymmetrischen Risikowahrnehmung geprägt.
Die Experten von GECAM gehen davon aus, dass Deutschland als Exportnation weiterhin vom niedrigen Euro profitieren wird. Die Bewertung deutscher Aktien sei nach wie vor attraktiv und das Zinsumfeld sehr vorteilhaft. Es ermögliche den Unternehmen, neben einer günstigen Refinanzierung des operativen Geschäfts auch Aktienrückkäufe und Übernahmen zu finanzieren. Gerade US-amerikanische und japanische Unternehmen, deren Cash-Reserven in US-Dollar und Yen gegenüber dem Euro stark aufgewertet hätten, würden vermehrt in Europa auf Schnäppchenjagd gehen. Die Experten würden dem deutschen Aktienmarkt dadurch ausnahmsweise auch eine gewisse Abkopplung von den Aktienmärkten in den USA und Japan zutrauen. Darüber hinaus würden sie Aktien der wachstumsstarken Volkswirtschaften aus den Emerging Marktes für attraktiv halten.
Im Rentenmarkt würden die Experten massive Korrekturen erwarten und einen Anstieg der deutschen Zehnjahresrenditen in Richtung 3 Prozent für wahrscheinlich halten.
Vor diesem Hintergrund sind die Portfolios der Experten von GECAM im Bereich eines DAX von 6.300 Punkten eher defensiv ausgerichtet, wohingegen Niveaus um 5.800 Punkte für sie attraktive Einstiegsgelegenheiten darstellen. Renteninvestments in Staatsanleihen und Unternehmensanleihen würden die Experten vorerst meiden. Dem Euro würden sie nach der erfolgten 50-Prozent-Korrektur des vorangegangenen Anstiegs von 1,18 auf 1,31 eine weitere positive Entwicklung in Richtung 1,35 bis 1,38 zutrauen. Von einem schwächeren US-Dollar würden auch Rohstoffe indirekt profitieren. (03.09.2010/fc/a/m)
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